Auf dem Mobile World Congress in Barcelona hatten die Kollegen vor Ort einige interessante Leute im Gespräch, wozu auch definitiv Kouji Kodera von HTC zählt. Auch er hat nochmals die einst missliche Lage von HTC angesprochen und gesteht ein, dass man die hauseigene Oberfläche Sense seit der ersten Version unbedacht immer weiter mit Effekten, Anwendungen und so weiter voll gehauen hat, sodass die Oberfläche über einen großen Zeitraum immer unübersichtlicher und aufgebläht wurde.

[aartikel]B007CYA82W:right[/aartikel]Das konnte man auch ganz leicht daran feststellen, dass einige Geräte trotz guter Hardware mit installiertem HTC Sense nicht mal annähernd mehr die Leistung bringen konnten, welche eigentlich in ihnen steckte. Das Ziel von Sense sei aber eigentlich, dass es intuitiv zu bedienen sei und eine klare für die Benutzer mit Vorteil behaftete Oberfläche auf die Geräte bringt. Doch man hat Sense einfach Stück für Stück zugemüllt und dabei wenig an die Nutzer gedacht, was sich mit der neusten Version 4 nun aber wieder ändert.

„What we’ve done right now is a good mixture of keeping Sense and Google’s Ice Cream Sandwich element in a good balance. We haven’t tried to change everything here. We have kept a lot of the ICS element but still added the Sense flavour on top of it“

Ziel ist es also jetzt nicht mehr eine eigene Oberfläche zu etablieren, sondern das schon gut ausgestattete Android Ice Cream Sandwich mit nützlichen Erweiterungen lediglich zu bereichern und nicht mehr zu überlagern. HTC will also nicht nur mit guter Hardware in diesem Jahr wieder auftrumpfen, sondern mit der in meinen Augen viel wichtigeren Software Kunden für sich gewinnen. Zumindest eine gute Richtung, die man da einschlägt und hoffentlich auch konsequent umsetzen wird. [Quelle, Bildquelle: Talkandroid]

Über den Autor

Autor und Gründer

Denny ist Gründer von SmartDroid.de, bloggt seit mehreren Jahren über die aktuellsten Technik-Trends und liebt Motorsport sowie Fußball.