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Review: Palm Pre Plus im Kurzüberblick

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

imageDas Palm Pre Plus hat genau drei Unterschiede zu seinem Vorgänger Palm Pre. Das wären der doppelte Arbeitsspeicher, der doppelte Datenspeicher und der geänderte Bereich der Gestensteuerung. Statt 8GB hat das das Pre Plus nun ausreichende 16GB Speicher die wie bei dem iPhone nicht erweitert werden können. Des Weiteren steckt im Gerät ein 600MHz Prozessor und 512MB RAM, dazu gesellen sich das 3.1” kleine Touchdisplay und eine 3,2 Megapixel Kamera. HSDPA, WLAN und Bluetooth sind ebenfalls vorhanden.

Das Palm Pre bzw. Pre Plus sind mit der Slider Tastatur und dem Touchscreen in dieser Bauart derzeit fast konkurrenzlos auf dem Markt. Ich selber empfinde das aufschieben der Tastatur von unten nach oben weit mehr produktiver als das aufschieben im Querformat wie beispielsweise beim Motorola Milestone. Am besten kann das von Palm selbstentwickelte webOS mit der Gestensteuerung und Multitasking glänzen. Ohne all das groß beschreiben zu müssen gibt es ein kleines Video dazu. Wie man auch im Video sehen kann läuft trotz des schnellen Prozessors und des großzügigen Arbeitsspeicher das Pre Plus immer noch zu träge. Apps benötigen zum starten meist zu lang und sind mehrere Apps geöffnet läuft das komplette System noch etwas langsamer als überhaupt schon.

Im Gegensatz zum trägen System kann das Pre Plus mit dem guten Display überzeugen welches nicht nur Multitouchfähig ist sondern auch sehr Gut auf Eingaben reagiert. Knallige Farben und eine scharfe Darstellung lassen die Konkurrenz alt aussehen. Schiebt man das Display auf, so kommt die etwas kleine Volltastatur zum Vorschein, knackige Druckpunkte sind genauso vorhanden wie eine lackierte Oberfläche die leider für wenig halt auf den Tasten sorgt. Schnelles tippen auf der Tastatur ist nach kurzer Eingewöhnungszeit schon möglich, nur Tastenkombinationen sind kaum machbar. Wer ein Palm Pre mal in den Händen hält, sollte die Tastenkombination für einen Screenshot versuchen –> Funktionstaste + Symbol + P – Es ist nahezu unmöglich. Der Slide-Mechanismus funktioniert im Gegensatz zum Vorgänger auch im Neuzustand schon recht angenehm leicht, manchmal allerdings auch zu leicht. Auch die allgemeine Verarbeitung hat sich zum Vorgänger stark gebessert und überzeugt.

Palm wollte mit webOS auf den Multitasking-iPhone-Konkurrenz-Zug wie ihn Android anführt mit aufspringen. Das ging zwar nicht komplett in die Hose, allerdings ist die Konkurrenz zu stark. Das zeigen nicht nur die schlechten Verkäufe und die Pleite von Palm sondern auch der Zustand des App-Catalog welcher gerademal knapp über 1000 Apps verfügt. In einem Zeitraum von ich glaube über 9 Monaten Marktbestehen ist das einfach zu wenig. Es gibt bisher nicht mal eine App welche Instant Messaging via ICQ, Live Messenger etc. unterstützt. Und viele Apps wie Computer-Bild oder Xing entpuppen sich als einfache Links zu den Mobil-Portalen der Anbieter. Dazu muss man aber auch sagen, der Browser steht der Konkurrenz in nichts nach und läd Webseiten beispielweise nur unwesentlich langsamer als das HTC Desire. Auch die Bedienung macht fast genauso viel spaß, nur die Performance auf Grafik-lastigen Webseiten ist manchmal zu wenig.

Multimedial ist das Palm Pre in Ordnung. Nach einigen Updates kann man nun auch Videos aufnehmen und sogar schneiden, das kommt einen doch sehr bekannt vor. Die Auflösung ist recht niedrig und auch Fotos sehen mit dem Pre Plus nicht wirklich schick aus, der LED-Blitz ist ausreichend aber nicht überzeugend. Den Musik-Player kann man in die Sparte Standard packen.

Das Palm Pre Plus gibt es bei O2 ohne Vertrag für 509€, bei Vodafone für 579€.

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