Verbraucherzentrale kritisiert: EU-Roaming muss oftmals manuell umgestellt werden

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Vor über einem halben Monat startete das neue EU-Roaming, doch viele Kunden sind nicht umgestellt und müssen dafür selbst sorgen. Vermutlich ist o2 das beste Beispiel der letzten Tage, denn die meisten Kunden müssen manuell in die neue, regulierte Roaming-Option wechseln, automatisch wird das oft nicht passieren. Tut man das nicht, könnte der nächste Urlaub doch ungewollt teuer werden.

Die Verbraucherzentrale prangert das zurecht an und rät den Kunden den gründlichen Check des eigenen Tarifs. Auch wir kritisierten schon eine Weile vor dem Start des „neuen“ EU-Roamings, dass sich Provider und Netzbetreiber mit kleinen Tricks vor zu hohen Kosten schützen wollen.

Dass es unterschiedliche Auffassungen zur automatischen Umstellung des EU-Roaming-Tarifs gibt, liegt nicht zuletzt an den teils schwammigen Formulierungen der Verordnung. Die Verbraucherzentrale Sachsen hält jedoch an ihrer Auffassung fest, dass alle Tarife automatisch auf den regulierten Tarif umzustellen sind.

Im Prinzip ist die Neuregelung für Roaming innerhalb der EU ganz einfach zu verstehen. Die entstehenden Kosten für die Nutzung fremder Netze im Ausland stellen sich die Provider gegenseitig in Rechnung, seit dem 15. Juni 2017 dürfen diese Kosten allerdings nicht mehr direkt an den Kunden „weitergeleitet“ zu werden.

Natürlich arbeitet man deshalb mit kleinen „Tricks“, anstatt Kunden einfach automatisch in die neuen Roaming-Optionen umzustellen. Ziel der neuen Verordnung ist es, dass Kunden ihren Tarif im Ausland wie im Inland nutzen können.

[VbZ Sachsen]