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Warum das Palm Pre interessant ist…

In diesem Post geht um das Pre und dessen webOS selber, morgen kommt noch ein Post indem es dann um Apps und den Appcatalog geht mit ein paar Screenshots und Videos.

Der Slide-Mechanismus, die gummierte Tastatur, der Touchscreen, die „Sensoriktasten“, der LED Blitz… alles ist nichts neues und auch keine Palm Erfindung. Palm schafft es aber im Pre alles wunderbar zu vereinen in einem tollen Gerät.

Wie immer fangen wir natürlich mit der Hardware bzw. mit dem äußeren an. Das Gehäuse wirkt Edel wenn man es sieht, fast man es an dann merkt man das Palm eben wegen den roten Zahlen und der drohenden Pleite scheinbar doch irgendwo sparen musste. Das Pre ist nicht das erste Handy welches quasi vollkommen aus Plastik besteht aber vorallem der lockere Slider ist ein Dorn im Auge. Der Akkudeckel knarzt bei leicht stärkerem drücken auch schon im Neu-Zustand. Am ersten Tag machte sich diesbezüglich bei mir starke Enttäuschung breit, nach ein paar Tagen änderte sich dies allerdings. Das Display lässt sich schon nach ein paar mal hoch- und runterschieben wesentlich besser bewegen. Nicht zu Schwer und nicht zu Leicht, es hat sich quasi „eingeslidet“. Ist das Display unten (über der Tastatur) wirkt das Pre doch recht labil, es wackelt zu sehr, ist das Display aufgeschoben dann sitzt alles fest. Ein ganz klarer Minuspunkt welcher mir im Endeffekt trotzdem egal ist, die Bedienung des Gerätes ist deshalb nicht schlechter! HSDPA, WiFi, Bluetooth gehören wie immer zur Ausstattung und runden das Paket ab. Ein starker Lautsprecher an der Rückseite und eine vermeintlich schlechte Kamera mit nur 3,2 Megapixel macht dennoch gute Bilder und fällt vorallem durch eine gute Belichtung und dem hellen LED-Blitz auf.

Der Touchscreen ist mit 3.1″ eher klein im Gegensatz zur Konkurrenz aus dem Hause Apple und HTC, das wird allerdings durch eine wahnsinnig geile Display Qualität wieder wettgemacht. 24Bit sprechen für sich, starke Helligkeit und spitzen Kontrast gepaart mit unglaublicher Schärfe machen es zu einem der besten Displays die ich in der Hand hatte. Die Weltklasse Darstellungsqualität wird noch durch die Genauigkeit bei Berührungen auf dem Display unterstrichen. Ich habe keine schlanken Frauenfinger aber eine Lupenfunktion wie auf dem iPhone benötige ich hier definitiv nicht!

Zum Touchscreen gehört natürlich auch die Steuerung durch Berührungen, Multitouch-Steuerung ist vorhanden, insbesondere ist hier aber die Gestensteuerung über die Sensorik unterhalb des Displays herauszuheben. Der mutmaßliche Trackball in der Mitte unter dem Display ist kein Trackball sondern lediglich eine runde Taste. Oberhalb, Rechts und Links der Taste sind Sensoren angebracht die die Gestensteuerung möglich machen. Nach kurzer Eingewöhnung halte ich es für eine geniale Möglichkeit einzelne Bedienungen wie Vor und Zurück beispielsweise im Webbrowser auszuführen. Ich will garnicht groß ausschweifen in die Welten der Bedienung des Palm Pre sondern hänge euch hier ein Video zu der Gestensteuerung ran. Noch zwei Sätze zur Pre Tastatur, für meine männlichen nicht zu dicken/dünnen Finger ist sie absolut gut gelungen. Jede Taste kann ich gut erreichen und die Abstände zwischen den Tasten reichen ebenfalls aus, die leicht gummierte Oberfläche sorgt für guten Grip.

 

Kommen wir zum eigentlichen Herzstück welches Palm wohl die größte Entwicklung und Zeit gekostet hat. webOS.

Für mich gibt es genau drei Handybetriebssysteme die sich von der restlichen Konkurrenz deutlich abheben: iPhone OS, Android und eben webOS.  Schonmal vorweg, Android und webOS bieten für mich als Heavy-User eine unverzichtbare Sache von Haus aus – Multitasking. Bei Android ähnelt das Wechseln der Tasks dem ALT+TAB bei Windows. Palm setzt hier einen neuen Trend und eine verdammt coole Sache in die Welt – Activity Cards – so schimpfen sich die einzelnen offenen Tasks im webOS. Das switchen innerhalb meiner am meist genutzten Apps wie Twitter, Mails, Browser und Kalender funktioniert damit unheimlich schell und intuitiv, so macht das Arbeiten auf einem Smartphone Spaß! Nach über 500 Wörtern könnt ihr euch erstmal zurücklehnen und euch die Bedienung per Activity Cars anschauen.

Wie gesagt, ich bin begeistert und die Bedienung geht nach kurzer Eingewöhnungszeit super schnell und effektiviert definitiv eure Arbeit mit dem Smartphone.

Auch über webOS Synergy wurde viel geredet, das erste Smartphone welches ohne 3rd-Party App eure Kontakte mit Exchange, Facebook, IM Accounts, Google Mail und in Zukunft auch Twitter Synchronisiert und miteinander verknüpft. Viel erklären möchte ich auch hier nicht und lege euch das offizielle o2 Video an eure Herzen.

Ähnlich wie Android bietet webOS auch eine Benachrichtigungsleiste welche die nächsten Aufgaben, Kalendereinträge, Nachrichten, den Wecker und weiteres anzeigt, diese ist allerdings nicht mit am oberen Rand sondern unten am Display zu finden. In der oberen Leiste werden wie gewohnt die Uhrzeit, Akku und Empfangsanzeige abgebildet. Klickt man hier auf den Bereich der Akkuanzeige öffnet sich ein kleines PopUp welches das Datum, die Akkuanzeige in Prozent  und einen Schnellzugriff auf WiFi, Bluetooth und den Flugzeugmodus bietet. Auch hier wurde definitiv mitgedacht und kam Apple sowie Google zuvor. Einstellungsmenüs der Apps findet man immer in der linken Ecke des Displays wenn man auf den Namen der derzeit geöffnet App klickt. Genauso ist der Refresh-Button und Hinzufügen-Button (Bsp.: Neuer Post in einer Twitter App)  immer gleich angeordnet welches wie auf dem iPhone ein einheitliches Bild der Apps ergibt und somit das Gerät intuitiv bedienen lässt.

Über Geschwindigkeit, Bugs und andere solche Dinge möchte ich garkeine Wörter verlieren. Weder das iPhone noch Android kamen perfekt auf den Markt und werden nunmal auch nur durch eigene Erfahrung und User-Feedback weiterentwickelt. Ebenso webOS, von Update zu Update wird es schneller und bietet bisher für mich kaum Anlass zum Meckern. Ich habe im Gegensatz zum iPhone, HTC Magic, G1 und Samsung Galaxy nach über einer Woche noch keinen System-Absturz gehabt.

Mein Fazit: Das nicht perfekte Gehäuse ist für mich der einzige Punkt den ich als wirklich Negativ bewerten könnte. Wie geschrieben ist webOS in der Entwicklung und genau das haben andere System schon hinter sich und sind daher ausgereifter. Der schnelle Browser, Multitasking per Activity Cards und die Gestensteuerung gehören zu den Stärken des Palm-Retters.

Ein tolles Gerät und die Bedienung macht mir mehr Spaß als das iPhone, Android bleibt aber weiterhin mein Lieblingssystem und ist im Gesamtpaket einfach das beste.