Google ist weiterhin mit dem Rauswurf veralteter Bestandteile aus Android beschäftigt, die Beschränkung von 4 GB großen Dateien soll entfernt werden.

Google begrenzt im Android-Betriebssystem die maximale Dateigröße für Videoaufzeichnungen der Kamera-App bis heute. Selbst die Aufzeichnung mit dem neusten Google Pixel 4 ist nach wie vor künstlich begrenzt. Zwar stoppt eine Aufzeichnung nicht, dafür teilt die Software ein Video in einzelne Fragmente auf. Maximal 4 GB ist eine Datei groß. In einem Versuch wurde bei einem Kollegen das aufgezeichnete 4K-Video in maximal 3,7 GB große Dateien aufgeteilt. Das 73 Minuten lange Video bestand am Ende aus sieben einzelnen Videos.

Android verliert veraltete Bestandteile der Software

Diese Begrenzung stammt noch aus früheren Tagen. Früher gab es weniger Datenspeicher und alte Dateiformate sorgten ebenfalls für Obergrenzen. Ist heute zwar alles anders, nur in der Android-Basis wurde nichts verändert. Google will wohl ab Android 11 geforderte Veränderungen umsetzen, in dem die Entwickler veraltete Bestandteile von 32 auf 64-Bit umstellen. Schon heute verrät das der offene Quellcode von Android, in welchem auch diverse Tests beschrieben sind. 32 GB und mehr in einer Datei, wäre dann möglich.

Bisherige Grenzen lassen sich mit Drittanbieter-Apps umgehen. Open Camera zum Beispiel, erlaubt schon heute die veraltete Einschränkung von 4 GB zu umgehen. Ob eine neue Basis in Android 11 tatsächlich integriert ist, sehen wir spätestens mit der ersten Entwicklervorschau im März des nächsten Jahres.

XDA

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.