Ein Entwickler-Team einer Android-App gibt auf, die Android-Welt ist zu fragmentiert und die Arbeit in der Entwicklung dadurch viel zu aufwendig.

Ein gemeinsamer Punkt hat für Android große Nachteile und Vorteile zugleich. Die große Auswahl an verschiedenster Hardware und Software ist für interessierte Kunden eigentlich ganz cool. Für Entwickler ist es aber die Hölle, denn das bedeutet einen immensen Aufwand bei der Pflege und Optimierung der Software. Nun gibt deshalb ein Entwickler-Team einer Kamera-App auf. Wie die Leute der Moment Pro Kamera mitteilen, können sie ihre Android-App nicht mehr pflegen und ziehen sich aus dem Android-Ökosystem zurück.

Jeder kocht sein eigenes Süppchen, dass macht die App-Pflege viel zu aufwendig

„Die Kurzgeschichte ist, dass Telefonhersteller gerne ihre eigene Android-Version erstellen, die jeweils unterschiedliche Zugriffsmöglichkeiten auf ausgewählte Kamerafunktionen bietet. Das Ergebnis war eine zufällige Kompatibilitätsliste, in der jedes Telefon je nach Telefonmodell unterschiedliche Funktionen in der App aufweist. Das Problem wird nur jedes Mal schlimmer, wenn eine neue Version von Android herauskommt, da dadurch die benutzerdefinierten Änderungen, die diese Telefonhersteller an ihren Handys vorgenommen haben, verletzt werden.“

Obwohl die Fragmentierung in der Android-Welt die letzten Jahre schon zurückging. Einige Hersteller haben ihre eigene Software stark zurückgenommen, ist der Aufwand für App-Entwickler wohl immer noch viel zu groß. Natürlich kommt es noch auf den Funktionsumfang der jeweiligen App an. Gerade im Bereich der Kamera scheinen die Herausforderungen aber besonders groß zu sein, jedenfalls ließt sich das Statement der Entwickler so.

Muss Google hier noch mehr tun, um App-Entwickler zu unterstützen?

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.