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Bundesliga im Hochformat: DFL testet 9:16 Übertragung

Denny Fischer

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in News

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Smartphone Frau Header
Unsplash / @mr_fresh

Bundesliga bald in 9:16 statt 16:9? Erste Tests laufen, die DFL filmt erste Spiele für Mobilgeräte im Hochformat.

Über Jahrzehnte hat sich das horizontale Breitbild für uns etabliert. Egal ob Fernseher, Notebook oder Infotainment im Auto, 16:9 und ähnliche Formate sind der moderne Standard. Mit neuen Geräten verändert sich aber auch das langfristig und drastisch. Ein Smartphone wird in der Regel hochkant verwendet und daher im umgekehrten Format. Das Bild ist höher als breit. Spannend aus vielen Gesichtspunkten.

Instagram, Snapchat und Co. haben sich diesen Umstand zunutze gemacht, sind damit in wenigen Jahren sehr erfolgreich geworden. Doch wann und wie reagieren klassische Medien? Vor wenigen Tagen hat die DFL erstmals ein Spiel der Bundesliga auch im Hochformat von 9:16 produziert. „Das 9:16-Format ist vor allem für eine Nutzung auf Smartphones und in Social Media vorgesehen. Erstmals hat die DFL nun also getestet, die Produktion eines Bundesliga-Spiels für Nutzer der sozialen Medien zu optimieren.“

Bundesliga im Hochformat statt Querformat

Neue Technik braucht es dafür nicht, die DFL dreht einfach bestehende Kameras und Bildschirme. Nur die Leute hinter den Kameras müssen sich während ihrer Arbeit auf das neue Bild einstellen. Man sei mit dem ersten Test zufrieden, doch zunächst werden die produzierten Bilder nur intern ausgewertet.

„Während die Zuschauer vor den Bildschirmen keine Veränderung bemerkten, wurden für die 9:16-Produktion fünf zusätzliche Kameras im Stadion eingesetzt. Diese professionellen Broadcast-Kameras wurden mittels spezieller Stative geneigt, sodass qualitativ beste Ergebnisse erzielt werden konnten. Ebenso wurden die Monitore in einer separat eingerichteten Regie um 90 Grad gedreht. Mit diesem technischen Set-up konnte der hohe Qualitätsstandard der DFL auch in 9:16 sichergestellt werden – und das sogar in Ultra HD.“

Ich bin ja durchaus ein Verfechter dessen, dass Inhalte individuell an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden dürfen. Ein Fernseher wird heute und auch in Zukunft im Querformat genutzt. Für mich spricht allerdings nichts dagegen, wenn mit dem Smartphone auch hochkant fotografiert oder gefilmt wird.

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