Da kann man auch das teuerste Google-Telefon der aktuellsten Generation besitzen, das Android-Betriebssystem funktioniert nie durchgehend flüssig. Dieser fast 20 Jahre alte Nachteil soll nun endlich mit Android 17 aus der Welt geschafft werden.
Jetzt werden sie wieder kommen, die Kommentare wie gut Android doch funktionieren würde. Aber wenn man mal wirklich ehrlich ist und genau hinguckt, ist das nicht durchgehend der Fall. Kleine Ruckler, Hänger oder Sprünge, die gehören bei Android-Smartphones dazu, die brandaktuell sind und über 1.000 Euro kosten.
Android 17 löst ein sehr altes Problem der Aufgaben-Abarbeitung
Es ist deutlich besser in den letzten Jahren geworden, aber noch nicht perfekt. Dabei zeigen andere Betriebssysteme, dass man auch die letzten Prozente noch rausholen kann. Google hat genau das mit Android 17 vor und entwickelte dafür eine Lösung namens „DeliQueue“. Hiermit sollen Verzögerungen bei der Kommunikation von Software-Threads verringert werden.
Das bisherige System der MessageQueue wurde durch eine sperrfreie Datenstruktur ersetzt, wodurch Prozesse nicht mehr aufeinander warten müssen, um auf den Speicher zuzugreifen. Bei der alten Methode sperrte ein Thread die gesamte Warteschlange für andere Teilnehmer, was oft zu unnötigen Engpässen führte.
Das neue System löst dieses Problem. Nun können mehrere Aufgaben gleichzeitig und ohne gegenseitige Unterbrechung abgearbeitet werden können. Weil jetzt auch noch KI hinzugekommen ist, also der Anteil der Hintergrundprozesse wächst und die Qualität von Apps schwankt, dürfte das endlich die erhoffte Lösung sein.
Google wird auch für die PC-Version von Android an der Kernstruktur gefeilt haben:

Es wird alles etwas schneller und einen Hauch flüssiger
Der Nutzer wird das laut Googel spüren können. Die Optimierung reduziert das Auslassen von Einzelbildern in Apps um etwa 4 Prozent. In der Benutzeroberfläche des Systems und im Launcher sinkt die Rate der verlorenen Frames sogar um 7,7 Prozent. Das wird für ein flüssigeres Scroll-Erlebnis sorgen und sichtbare Ruckler minimieren können.
Apps sollen außerdem schneller starten, das sei ein weiterer wichtiger Vorteil. Auch wenn es nur noch ein kleiner Tick ist, den man tatsächlich verbessern kann, klingen diese Verbesserungen sehr erfreulich. Google wird das auch mit Blick auf sein Vorhaben entwickelt haben, das Android-OS als Basis für ChromeOS zu verwenden und daher auf dem Desktop einzusetzen.
