Huawei darf keine Google-Apps beziehen und auf neuen Android-Smartphones vorinstallieren, auch ein neues Teilabkommen ändert daran nichts.

Schon seit einiger Zeit streiten sich USA und China wegen wirtschaftlicher Gründe. Darunter leidet insbesondere der Smartphone-Hersteller und Netzwerkausrüster Huawei. Ein neues Teilabkommen zwischen den mächtigen Staaten machte erst Hoffnung, sorgte jetzt aber wieder für Enttäuschung. Ein jetzt unterzeichnetes Teilabkommen bietet keine positiven Konsequenzen für Huawei. Das chinesische Technologieunternehmen könnte es demnächst sogar unter verschärften Bedingungen noch etwas schwieriger haben. Es gibt Pläne, die Gürtel enger zu schnallen.

„Wenn Chips und andere Komponenten im Ausland hergestellt werden und weniger als 25 Prozent US-amerikanisches Material enthalten, können sie bisher lizenzfrei an Huawei verkauft werden. Eine vom Handelsministerium vorgeschlagene neue Regelung würde diesen Prozentsatz bei Huawei auf 10 Prozent reduzieren, sagten mit den Planungen vertraute Personen dem Wall Street Journal.“ – Golem

Huawei kaum abgestraft: US-Regierung über bisherige Auswirkungen enttäuscht

Grund sei die Enttäuschung seitens der US-Regierung, dass Huawei im letzten Jahr unter den erschwerten Bedingungen nicht sonderlich leiden musste. Zumindest zeigt der Rückblick auf das gesamte Jahr. Die Umsätze sind erneut gestiegen und Huawei auch wieder mehr seiner Android-Smartphones verkaufen können. Aber wie wir schon oft sagten, zeigen sich Auswirkungen erst zwangsläufiger später.

Außerhalb von China darf Google seine Dienste nach wie vor nicht für Huawei lizenzieren. Die Mate 30-Serie hatte deshalb bereits keine Google-Apps mehr an Bord. Und der kommenden P40-Serie blüht das gleiche Schicksal. Das hat langfristig in Europa mit Sicherheit starke Auswirkungen auf die Verkäufe. Tatsächlich bemerkbar war das zuletzt nur, dass das Wachstum von Huawei sichtbar zurückging.

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.