Googles Deep Think soll logisches Denken von KI auf ein neues Level heben

Google Gemini Hero

Bild: Google

Google hat seinen erst im Dezember eingeführten Denkmodus Gemini 3 Deep Think grundlegend überarbeitet. Das Modell soll besonders knifflige Aufgaben aus Wissenschaft, Forschung und Ingenieurwesen lösen können. Anders als herkömmliche KI-Modelle will Google damit auch dann brauchbare Ergebnisse liefern, wenn Daten lückenhaft sind oder es keine eindeutig richtige Lösung gibt.

Laut Google denkt Deep Think länger und gründlicher nach als ein „normales“ Sprachmodell. Es zerlege komplexe Probleme in Teilschritte und prüfe seine eigenen Schlussfolgerungen. Google hat das Modell nach eigenen Angaben gemeinsam mit Forschern entwickelt und nennt ein konkretes Beispiel: Eine Mathematikerin der Rutgers University habe Deep Think eine Facharbeit prüfen lassen. Das Modell habe dabei einen logischen Fehler entdeckt, den menschliche Gutachter zuvor übersehen hätten.

Bei internationalen Wettbewerben in Mathematik, Physik und Chemie hat Deep Think jeweils Goldmedaillen-Niveau erreicht. Auch bei anspruchsvollen Programmieraufgaben schneidet es stark ab. Neben der Forschung zeigt Google zudem praxisnahe Anwendungen: So könne Deep Think etwa eine Handskizze analysieren und daraus eine druckfertige 3D-Datei erzeugen.

Video: Google

Der aktualisierte Modus steht ab sofort für Abonnenten von Google AI Ultra in der Gemini-App bereit, also dem teuersten Tarif, der regulär rund 275 Euro monatlich kostet. Erstmals ist Deep Think auch über die Gemini-API verfügbar, zunächst für ausgewählte Forscher und Unternehmen in einem Early-Access-Programm.

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