Google hat für das Pixel 4 eine interessante Neuerung eher beiläufig vorgestellt, sie ist aber wegen ihrer ungewöhnlichen Realisierung besonders spannend.

Google hat für die Pixel 4-Smartphones eine Funktion von Apple-Geräten nachgebaut, die allein auf intelligenter Software basiert und keine neue Hardware benötigt. Apple bietet 3D Touch seit geraumer Zeit an. Damit kann das Display in iPhone und iPad erkennen, ob der Nutzer stärker auf das Display drückt und entsprechende Funktionen auslösen. Google hat diese Funktion jetzt für das Pixel 4 nachgebaut, setzt dafür aber allein auf „maschinelles Lernen“. Inzwischen ist auch klar geworden, wie das überhaupt funktionieren kann.

Der Software ist es möglich, den stärkeren Druck zu erkennen, weil dadurch automatisch mehr Fläche des Fingers auf das Display drückt. Ein einfaches Antippen geschieht in der Regel nur durch einen kleinen Bereich der Fingerspitze. Drücke ich aber stärker auf, berührt automatisch mehr Finger die Oberfläche des Displays. Diesen Unterschied kann die Software wahrnehmen, dafür hat Google in Android sogar eine Schnittstelle geschaffen. Im Vergleichstest wird für mich ersichtlich, dass es tatsächlich funktioniert.

Android: Menüs öffnen schneller, wenn man stärker drückt

Während das Kontextmenü einer App auf dem Pixel Launcher immer gleich schnell öffnet, egal wie stark ich meinen Finger auf das Pixel 3-Display drücke, lässt sich beim Pixel 4 ein Unterschied feststellen. Drücke ich direkt sehr fest auf ein App-Icon auf dem Homescreen, öffnet sich das Kontextmenü ein ganzes Stück schneller. Ich habe die Funktion seit einem Tag, sie muss vermutlich noch besser meine Finger kennenlernen. Jedenfalls muss ich aktuell sehr stark aufdrücken, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Es ist damit zu rechnen, dass diese Funktion langfristig in weiteren Android-Apps zu finden ist.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.