Über viele Wege und Apps speichern wir unseren Standort bei Google, darauf kann zumindest in den USA im Ernstfall auch die Polizeibehörde Zugriff erhalten.

Es gibt für Android-Apps verschiedene Funktionen im Zusammenhang mit dem Google Konto. Wie zum Beispiel die Bereitstellung der aufgezeichneten Standortdaten für Google Fit. Was eigentlich praktisch und komfortabel ist, kann euch im schlimmsten Fall auf einen Verhörstuhl der Polizei bringen. Soll in den USA jetzt passiert sein. Ein älterer Mann war mit seinem Fahrrad unterwegs, fuhr an einem Tag mehrmals an einem Haus vorbei, in welches eingebrochen wurde. Zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort, das brachte einigen Ärger ein. Seine Tour zeichnete er mit einer RunKeeper-App auf.

Zwar gab es nach dem späteren Verhör den Freispruch. Doch der irrtümlich verdächtige Fahrradfahrer musste zunächst einen Anwalt herbeiziehen und hatte auch sicherlich psychisch genügend Druck auszuhalten. Durch einen Geofence-Haftbefehl konnte die Polizei diese Standortinformationen bei Google einholen. Darüber sammelt die Polizei die Standortdaten aller Leute, die sich zur Tatzeit in der Nähe des Tatorts befanden. Aufgrund der Standortdaten ist Google bekannt, wann und wo wir uns befinden.

Standortverlauf von Google abschalten

Um weniger Standortdaten bei Google zu speichern, kann man unter anderem auch den Standortverlauf abschalten. Zum Beispiel auf einer Google-Sonderseite oder aber auch direkt auf dem Android-Smartphone: Systemeinstellungen > Google > Google-Konto verwalten > Daten & Personalisierung > Standortverlauf. Google erlaubt ab Android 10 einzustellen, dass nur geöffnete Android-Apps auf den Standort zugreifen dürfen. Aber jedem sollte bewusst sein, dass heute Standortdaten in vielen Arten aufgezeichnet werden.

TheVerge, NBC

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.