Eine vor vielen Jahren eingeführte Prepaid-Aktion, kostet Telefonica jetzt viel Geld. Gesammeltes Prepaid-Guthaben muss einem Kunden ausgezahlt werden.

Ein Telefonica-Kunde hat über viele Jahre ein veraltetes Angebot von O2 exzessiv genutzt und sammelte mehr als 200.000€ mit über 500 Prepaid-Karten. Wegen einer Aktion bei bestimmten SIM-Karten konnten Inhaber der SIM-Karten für jeden eingehenden Anruf zwar nur 2 Cent Guthaben gewinnen, doch am Ende hat es eben die Masse der eingehenden Anrufe ausgemacht. Allnet-Flats und automatisierte Apps nahm ein pfiffiger Kunde lange nach Start der längst vergessenen Aktion zur Hilfe.

Kunde sammelt Prepaid-Guthaben im Wert einer Eigentumswohnung

In den letzten Jahren stellt sich allerdings die Frage, ob Telefonica dem Kunden das aufwendig und nicht ganz fair gesammelte Prepaid-Guthaben auszahlen muss. Obwohl die angewandten Praktiken unfair schienen, waren sie offensichtlich nicht verboten. Das vor vielen Jahren angebotene Prepaid-Produkt wurde eben nicht für die Zukunft ausgelegt, in der es Anwender problemlos ausnutzen konnten.

Nach langem Rechtsstreit, weil O2 bzw. Telefonica die veralteten Karten sperren und kündigen ließ, doch nicht das Guthaben auszahlen wollte, schmetterte ein Gericht die Revision von Telefonica ab. Jetzt müssen ca. 225.000€ an den Kunden ausgezahlt werden. Ausreichend genug, um sich davon ein bisschen Wohneigentum für das hohe Alter zu kaufen. Clever.

FAZ

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.