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Samsung Galaxy A50 im Alltag getestet

Denny Fischer

Veröffentlicht

in Android

am

Samsung Galaxy A50 Testbericht 3

Samsung bot mit dem Galaxy A50 im vergangenen Jahr einen Bestseller, der heute schon für knapp 250€ zu bekommen ist. Im Test schlägt es sich durchaus gut.

Samsung bot mit dem Galaxy A50 im vergangenen Jahr einen Bestseller der mittleren Preisklasse, den wir uns jetzt für einen Testbericht etwas näher angeschaut haben. Interessant ist das Galaxy A50 heute insbesondere deshalb, weil der Preis immer weiter fällt. Das Mittelklasse-Smartphone dürfte daher für immer mehr Leute interessant sein, die gerne weniger als 300€ für ein neues Android-Smartphone ausgeben möchten. Samsung bietet mit dem Galaxy A50 im Grunde genommen die goldene Mitte seiner A-Serie und seit dem letzten Jahr auch mit reichlich interessanter Ausstattung an Bord.

Cyberport hatte uns das Gerät für einen Testbericht bereitgestellt, der Online-Shop für sämtliche Consumer-Elektronik erweist sich erneut als zuverlässiger Partner. Schaut dort mal rein, auch alle bekannten Android-Smartphones sind dort stets zu guten Preisen erhältlich. Danke an dieser Stelle für die Zusammenarbeit!

Viel Display für kleines Geld

Es ist zum Beispiel in dieser Preisklasse nicht üblich, ein AMOLED-Display mit integriertem Fingerabdrucksensor zu verbauen. Samsung schwimmt gegen den Strom. Ein großzügiges Panel mit 6,4″ Bildschirmdiagonale kann im Alltag mit guter Bildqualität überzeugen. Üblicherweise fehlt es in dieser Preisklasse an maximaler Helligkeit, auch das Galaxy A50 kann selbstredend nicht mit teuren Geräten mithalten. Dafür hat das Display eine scharfe Darstellung, wirkt nicht zu warm oder kühl, hat keinen blauen oder roten Schimmer. Es gibt nicht die sonst üblichen Schwächen trotz der Preisklasse. Positiv fällt außerdem der insgesamt schlanke Displayrand auf.

Samsung Galaxy A50 Testbericht

Der verbaute Fingerabdrucksensor ist hingegen keine Offenbarung, die optische Technik hängt dem fortschrittlicheren Ultraschall hinterher. Weder ist die Erkennung so akkurat, noch ist das Smartphone blitzschnell entsperrt. Nichtsdestotrotz funktionierte der verbaute Sensor im Alltag meistens zuverlässig. In Kombination mit der Gesichtsentsperrung ist das Galaxy A50 in allen Lebenslagen durchaus flott zur Nutzung bereit. Diese Kombination funktioniert bei vielen Geräten besonders schnell.

Typisch: Kamera schwächelt bei schlechtem Licht

Samsung will mit der integrierten Triple-Kamera verschiedene Bedürfnisse bedienen können. Durch die Blende von F1.7 bekommt der 25 MP Hauptsensor schon recht viel Licht, außerdem gibt es für Ultra-Weitwinkel eine Kamera und für den Bokeh-Effekt ist eine dritte Kamera an Bord. Mit diverser Zusatzsoftware sind Effekte und anderer Kram geboten. Interessiert uns aber weniger. Wir wollen Fotos aus der Hüfte schießen, die möglichst gut aussehen. Das klappt, wenn viel Tageslicht vorhanden ist. Schwaches Umgebungslicht macht der Kamera schnell zu schaffen.

Im Tageslicht und draußen sind die Aufnahmen auf jeden Fall okay. Im Ultra-Weitwinkel lässt sich schnell mehr Bild einfangen, zu den Ecken hin verziehen die Fotos aber sichtlich. Auch in der Farbwiedergabe und Schärfe gibt es starke Abweichungen, das liegt unter anderem an der unterschiedlichen Blende. Den dritten Sensor für Bokeh hätte sich Samsung sparen können, der liefert leider keine guten Ergebnisse. Jedenfalls sehe ich für meinen Teil einfach zu viele Fehler, der Hintergrund ist viel zu krass vom Vordergrund abgeschnitten und das ist meist nicht sonderlich akkurat.

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Schnell genug auf den Beinen und langatmig

Vom verbauten 4000 mAh Akku habe ich mir keine Wunder erhofft. Im Alltag hatte ich aber nie das Gefühl, dass der Akku zu schnell leer geht. Samsung bietet grundsätzlich mit dem Galaxy A50 ein ausgewogenes Paket aus Akkulaufzeit und Systemleistung. Wobei hin und wieder das Gerät schon eine Ecke schneller reagieren könnte. Nicht jeder Arbeitsschritt wird unmittelbar ausgeführt. Ich bin aber grundsätzlich schnellere Geräte aus meinem Alltag gewöhnt, meine Wahrnehmung ist diesbezüglich verzerrt.

Ob das Galaxy A50 für Spiele ausreicht? Definitiv. Ich war sogar überrascht davon, wie gut Asphalt 9 in einem kurzen Versuch mit den ab Download eingestellten Standardeinstellungen lief. Es lässt sich mit dem Galaxy A50 zocken und sogar aufwendigere Spiele scheinen kein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Samsung stellt sogar die AR Emojis bereit, die nicht 100 % flüssig laufen aber sich dennoch verwenden lassen. 4 GB RAM sollten für gewöhnliche Ansprüche noch eine Weile ausreichend sein.

An der Unterseite ist neben USB-C und Klinkenanschluss ein einzelner und recht einfacher Lautsprecher verbaut, der sicher nur die Schulnote 4- verdient hätte. Besser ist hingegen die Offenheit für Gewohntes, da kabelgebundene Kopfhörer ohne Adapter nutzbar sind, der 128 GB Datenspeicher per microSD erweitert werden kann, WLAN mit 5 GHz dabei ist und Bluetooth 5 LE. Es passen sogar zwei SIM-Karten in das Samsung-Smartphone.

Fazit: Samsungs A-Serie ist eine Empfehlung wert

Ihr habt es gerade gelesen, das Galaxy A50 hat alle modernen Funktionen mit an Bord. Egal ob aktuelles Bluetooth, schnelles WLAN oder genügend Speicher ab Werk. Ein gutes AMOLED-Display ist in dieser Preisklasse auch nicht selbstverständlich. Ich wollte das Galaxy A50 unbedingt ausprobieren, weil es im letzten Jahr viel verkauft wurde und ich lange kein Galaxy A mehr in der Hand hatte. Bereut habe ich diesen Versuch nicht. Ganz im Gegenteil, für die Moto G-Serie von Motorola gibt es ernsthafte Konkurrenz.

Wer sich für ein Gerät in dieser Preisklasse entscheidet, die zum Zeitpunkt des Testberichts bei ca. 250€ liegt, muss auch unbedingt mal das Portfolio von Samsung checken. Die Südkoreaner haben eine lange Zeit vernachlässigte Preiskategorie auf der Prioritätenliste wieder nach oben wandern lassen und das war eine gute Entscheidung für uns Kunden. Man möchte Huawei und Co. dieses Feld wohl nicht gänzlich überlassen. Optisch auffällig sind noch die Farben, da sie verschieden schimmern.

Samsung Galaxy A50 Testbericht 2

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