Google scheint für Stadia viel zu wenig zu tun, darüber beklagen sich interessierte Entwickler. Außerdem eilt Google der Ruf des Dienste-Killers voraus.

Stadia ist ein wahrlich genialer Streamingdienst, mit dem wir die aktuellsten Spiele auf jedem Gerät spielen können. Egal ob ein schwaches Notebook, das Smartphone oder Fernseher, Stadia ist bald auf nahezu allen Geräten mit Display nutzbar. Aber in den letzten Wochen hatte sich erneut recht wenig getan. Stadia bekommt kaum neue Spiele und auch der Funktionsumfang bleibt überschaubar. Nicht einmal neue Kunden können sich „einfach so“ für Stadia anmelden, es braucht eine 160€ Kit dafür. Schuld für die wenigen Spiele sei Google selbst, schreiben Entwickler.

Zum einen soll sich Google sehr zurückhalten, was Zuwendungen gegenüber Entwicklern angeht. Gerade Indie-Entwickler sehen kaum Anreize, derzeit ihre Spiele für Stadia anzupassen oder komplett neue Spiele zu entwickeln. Ein bisschen Geld soll es geben, mehr bietet Google nicht. Außerdem ist für Entwickler wichtig, dass ihr Spiele auch bei den Leuten ankommen. Schwierig auf einer Plattform, die derzeit noch kaum Benutzer hat. Hierbei dürfte der schon angesprochene Punkt eine Rolle spiele, nämlich die derzeit fehlende Offenheit von Stadia.

Google: Vorgeschichte belastet Stadia

Zu guter Letzt und das ist ein weiterer sehr guter Punkt, fürchten Entwickler ein schnelles oder zumindest überraschendes Aus für Stadia. Google hat schon einige Internetdienste mit viel Tamtam gestartet, dann vernachlässigt und recht flott wieder eingestellt. Zuletzt sorgte das Ende von Inbox für viel Unmut. Kein Entwickler will sich Arbeit machen, die dann schnell umsonst gewesen sein kann.

via BI, 9to5Google

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.