Ich finde 2 MP Makrokameras immer noch ziemlich scheiße

Moto G30 Kamera Head

Oftmals ist die zweite, dritte oder vierte Kamera an günstigen Smartphones ziemlicher Müll, zeigte mir im Test auch das Moto G30 von Motorola.

Kaum ein Modul wurde in den letzten Jahren so oft in den Kameras günstigerer Smartphones verbaut und selten war ein Bauteil gleichzeitig derart überflüssig. Ich spreche von der Makrokamera, die oftmals nur mit zwei Megapixel auflöst und auch sonst wenig zu bieten hat. Für die meisten Hersteller ist diese Kamera günstig, sie lässt den gesamten Kameraaufbau dafür allerdings besser aussehen. Was einst die Megapixel waren, ist heute die Anzahl der Kameras.

Aber nicht jede Kamera ist sinnvoll. Das hat mir jetzt mal wieder das Moto G30 von Motorola gezeigt. Meine Erwartungen an das Kamerasystem eines 200-Euro-Smartphones sind ohnehin schon nicht hoch. Logisch. Aber umso mehr ärgert es mich, dass sich die Hersteller eher auf eine hohe Anzahl an Kameraobjektiven konzentrieren, statt diese Ressourcen in die Verbesserung einer einzigen Kamera zu stecken.

Makrokamera ist oftmals viel zu schwach aufgestellt

Für meine Kritik im letzten Jahr erntete ich wiederum sehr viel Kritik der Leser. Natürlich kann man auch aus schwachen Automatikfotos noch mehr rausholen, aber das ist wohl eher nicht im Sinne des Erfinders. Jedenfalls dürften die Preisbereiche bis 400 Euro wohl kaum „Fotografen“ ansprechen, sondern mehr den Ottonormalverbraucher. Und der will halt Fotos auf Knopfdruck erstellen.

Motorola schreibt von einer „speziellen Makro-Vision-Kamera“ (bis 4 cm), die in meinen Augen aber eigentlich nur ziemlich schrottige Aufnahmen liefert. Mit diesen lasse ich euch kurz wortlos alleine:

Img 20210716 091340492

Img 20210716 091352929

Img 20210716 091406819 Mp

Img 20210716 091416213

Img 20210716 091446355 Hdr

Img 20210716 091522078

Img 20210716 091634197

Img 20210716 091700957

Img 20210716 092730571

Img 20210716 092751787

Img 20210716 092920380

Img 20210716 092937818 Hdr

Unscharf, dunkel, verwackelt – hier kommt alles zusammen

Es ist ohnehin schwer, den kleinen Punkt zu treffen, an dem das Motiv halbwegs scharf wirkt. Das Endergebnis sieht aber selbst an sehr hellen Tagen fast immer unbrauchbar aus. Zumindest, wenn ihr nach meinem Urteil fragt. Sogar auf dem kleinen Smartphone-Bildschirm. Ganz ehrlich, da zoome ich lieber nach einer Aufnahme mit der Hauptkamera in das Bild rein (crop) und habe eine wesentlich höhere Bildqualität. Scheiß auf das Makroobjektiv!

„Makro“ aus dem Moto G30:

Img 20210716 101828796

Hauptkamera mit Crop aus dem Moto G30:

Bildschirmfoto 2021 07 16 Um 10.19.46

Schwere Schnarchnase: Motorola Moto G30 knüpft nicht an alte Zeiten an

Diese Unterschiede der Kameras treffen auch auf den Rest des Motorola Moto G30 zu. Da trifft ein wirklich großer 5.000 mAh Akku auf einen eher langsamen Prozessor. Das wirkt unausgewogen. Als hätte man die Akkulaufzeit aufgrund der langsamen Arbeitszeit extra strecken müssen. Mit den rund 200 g ist das Moto G30 außerdem sehr schwer, der Fingerabdrucksensor für mich kaum erreichbar und der Flipflop-Lack sorgte nicht nur bei mir für Kopfschütteln. Och nö, das muss man nicht kaufen. Motorola wurde wie andere Konkurrenten von Xiaomi und Co. deutlich überholt.

Tipp: Schaut euch nach Smartphones aus dem Vorjahr um, die längst stark im Preis gefallen sind. Mir fällt da immer wieder das Redmi Note 9S ein, das bei mir für wesentlich mehr Freude sorgte.

Motorola Moto G30 Testbericht Rueckseite

Folge jetzt unserem neuen WhatsApp-Kanal, dem News-Feed bei Google News und rede mit uns im Smartdroid Chat bei Telegram. Mit * markierte Links sind provisionierte Affiliate-Links.

Kommentar verfassen

Bleibt bitte nett zueinander!