Vodafone klärt darüber auf, wie das eigene 5G-Netz aufgebaut wird und welche Nachteile es bei aktuellen Smartphones derzeit noch geben kann.

5G ist für uns aktuell noch kein allzu großes Thema, dafür gibt es noch nicht genügend Netz in Deutschland und zu wenige attraktive Tarife. Dennoch bringen immer mehr Hersteller neue 5G-Smartphones an den Start, zuletzt ist auch die Anzahl sehr günstiger Geräte angestiegen. Das ist einerseits toll, bringt andererseits neue Probleme mit sich. 5G ist nicht gleich 5G, das offenbart ein recht informativer Artikel von Vodafone.

3 Frequenzen, die nicht jedes Gerät unterstützt

Grundsätzlich arbeitet der Netzbetreiber mit drei 5G-Frequenzbereichen. 3,5 GHz kommt in stark frequentierten Bereichen zum Einsatz, wie etwa an großen Industriestandorten und generell in Städten. Möglich sind damit über 1 Gbit/s. Mit 1,8 GHz deckt man gezielt Innenstädte mit bis zu 500 Mbit/s ab und mit 700 MHz soll ein 200 Mbit/s schneller Kabelersatz für ländliche Gebiete entstehen.

Wie ihr auch anhand der Grafik seht, geht es dabei nicht nur um Reichweite und Geschwindigkeit. Nicht jede Frequenz schafft es etwa gut durch Wände in Gebäude, auch deshalb muss mit verschiedenen Funkfrequenzen gearbeitet werden.

Somit sollte klar sein, dass vermutlich die meisten Leute wohl auf 700 MHz verzichten können, jedoch weniger auf 3,5 und 1,8 GHz. Manchmal muss man das aber, denn nicht jedes aktuelle 5G-Smartphone beherrscht alle Frequenzen.

5G verbessert auch 4G

Während etwa die aktuellen P40-Smartphones von Huawei alle drei Frequenzen unterstützen, können das Google Pixel 5, aktuelle Samsung-Modelle und die Xiaomi-Smartphones Mi 10/10T nicht über 700 MHz funken. Das ist aber nicht weiter dramatisch, weil Vodafone das Low-Band bislang eher für DSL-Ersatz verwendet.

Update: Tatsächlich ist die Liste von Vodafone insoweit fehlerhaft, dass die jeweiligen Geräte laut Hersteller doch 700 MHz unterstützen. Der Unterschied liegt wohl im Detail, nämlich wie Vodafone diese Frequenzen nutzt. /Update

Außerdem profitieren 4G und 5G aktuell voneinander, weil auch Vodafone beim Netzausbau auf DSS setzt. Dennoch lässt sich erkennen, dass 5G noch längst nicht für alle greifbar ist, trotz des wachsenden Angebots.

„An Orten, wo 5G mit Frequenzen funkt, die das Handy nicht unterstützt, profitieren die Kunden mit diesen Smartphones dank der intelligenten Antennen-Technologie Dynamic Spectrum Sharing dennoch vom Netzausbau – mit schnelleren Bandbreiten und höheren Kapazitäten im LTE-Netz“.

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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4 Kommentare

  1. Man sollte halt vielleicht doch auch Pressemittelungen die man kopiert dann doch mal faktchecken. Da ich Band n28 auf meinen Xiaomi Mi10 schon benutzt habe bin ich mir dann doch relativ sicher das es vorhanden ist.

  2. Tatsächlich kann das Mi10 n28 auch mit DSS. Ob die Kombination die Vodafone verwendet funktioniert müsste man nachsehen. Vielleicht lag der Fehler einfach darin ein Vodafone gebrandetes MI 10 benutzt zu haben, Vodafone ist ja selbst in 2020 noch zu dumm für Zeitnahe Updates auf gebrandete Phones.

  3. Welches ist denn die Frequenz, mit welcher unsere Gedanken kontrolliert und gesteuert werden sollen? 3,5GHz lässt sich ja leicht abschirmen, da reicht eine Lage Alufolie im Basecap schon aus.

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