IKEA hat rund um den Jahreswechsel ein regelrechtes Feuerwerk an neuer Hardware losgelassen. Vor allem überzeugt hat dabei, dass man jetzt den Matter-Standard unterstützt und teilweise extrem niedrige Preise bietet. Aber das ist auch ein Problem.
Die neuen Produkte nutzen Matter-over-Thread anstelle des bisherigen Zigbee-Protokolls, was eine direkte Verbindung zu Plattformen wie Apple Home, Google Home, Amazon Alexa und Samsung SmartThings ohne den Ikea Dirigera Hub ermöglichen soll. Schalter, Tasten etc. gibt es schon ab 5 Euro.
Doch inzwischen stellt sich heraus, dass die Geräte, die stellenweise keine 10 Euro je Modell kosten, nicht reibungslos im Smarthome der Nutzer funktionieren. Wir berichteten zum Beispiel von Problemen in Google Home, aber Google hat jetzt bezüglich Tasten und Schalter endlich mit einem Update nachgeliefert.
Bedeutet aber noch nicht, dass jetzt alle zufrieden sin können. In den Netzwerken tummeln sich immer mehr Nutzer, die von der günstigen IKEA-Hardware enttäuscht sind, weil sie immer wieder Verbindungsprobleme verursacht. Entweder klappt die Verbindung nicht mit dem Dirigera Hub von IKEA selbst – oder sie scheitert mit Drittanbieter-Lösungen.
IKEA-Geräte ins Smarthome einbinden: Aussicht auf Erfolg liegt bei 50 Prozent
In Praxistests und Nutzerforen wie Reddit wird von einer geringen Erfolgsquote berichtet, so konnten in einem Fall von 60 Bilresa Buttons nur 31 erfolgreich verbunden werden, was einer Erfolgsquote von rund 52 Prozent entspricht. Selbst eine erfolgreiche Kopplung ist kein Erfolgsgarant, denn oft genug verlieren die Geräte danach trotzdem die Verbindung wieder.
Laut The Verge würde bereits ein spezielles Team bei IKEA derzeit die gemeldeten Probleme untersuchen und arbeitet eng mit Partnern sowie der Connectivity Standards Alliance zusammen, um die Nutzererfahrung zu verbessern. IKEA hat die vielen Nutzerberichte also auf dem Schirm und kümmert sich darum, warum die Geräte gerade so zuverlässig wie in der Lotterie funktionieren.
Am Ende ist es egal, ob die Hardware 5 oder 50 Euro kostet, die grundlegende Funktionsweise sollte natürlich zuverlässig nutzbar sein. Da spielt der Preis schlussendlich keine Rolle, wenn der Kunden enttäuscht zurückbleibt. Hoffentlich bekommt man die Probleme schnell in den Griff.

Ich selbst konnte hier Erfahrungen mit MYGBETT (Fensterkontakt) und MYGGSPRAY (Bewegungsmelder) machen. Beides in Home Assistant angebunden via ZBT-2. Während die Fensterkontakte gut und zuverlässig funktionieren, ist der Bewegungsmelder einfach eine große Enttäuschung. Das Teil erfasst nur recht unzuverlässig und verliert schon nach nur 3m, aufgehängt in einer Höhe von 2m, jegliche Sicht zur Person. Das kann Philips besser.