BYD hat den Atto 3 schon seit Jahren am Markt, doch das SUV war zuletzt „eingerostet“ und wenig attraktiv. Eine neue Version namens Atto 3 Evo soll das Elektro-SUV wiederbeleben, mit dabei sind extrem starke Verbesserungen.
Evo steht hier wohl für Evolution, obwohl der neue Atto 3 genauso langweilig wie sein Vorgänger aussieht. Technisch ist das es aber eine andere Nummer. Ein enorm großer Sprung ist allein durch ein Wechsel auf die 800-Volt-Technik geboten, dabei wird die Laderate von 88 auf 220 kW gebracht und wir laden in 25 Minuten auf 80 Prozent. Nicht ganz Bestwert, aber mehr konkurrenzfähig.
Man kann den Atto 3 Evo äußerlich kaum erkennen, nur die Frontkamera über dem Kennzeichen fällt sofort auf und die neue Frontschürze:

Das Fahrzeug wechselt außerdem von Frontantrieb auf Hinterradantrieb, was durch den Umstieg auf die weiterentwickelte e-Plattform 3.0 ermöglicht wird. Ein verbessertes Fahrwerk bringt jetzt Fünflenker-Achsen mit, das neue Basismodell hat bereits 313 PS und 380 Nm Drehmoment, ist in nur 5,5 Sekunden auf 100 km/h gesprintet.
Das war es natürlich noch nicht, denn man will die deutsche Konkurrenz in den Boden stampfen. Dafür wird man eine Allrad-Variante namens Excellence anbieten, hier gibt es dann satte 449 PS und 560 Nm Drehmoment, womit der Sprint auf 100 km/h in nur 3,9 Sekunden erledigt ist. Erst ab 180 km/h würde zum Beispiel ein Golf R wieder die Nase vorn haben.

Bei der Reichweite ist das Upgrade ebenso stark, dank neuem 74,8 kWh Akku kommt das reichweitenstärkste Modell jetzt 510 Kilometer weit, die schnellere Allrad-Version wird mit 470 Kilometer angegeben. Gewachsen ist der auch der Kofferraum auf 490 Liter, während der Frunk ganze 101 Liter Stauraum anbietet – findet das mal bei einem deutschen Hersteller.
BYD überrascht mit 800 statt 400 Volt
BYD haut richtig einen raus. Während VW und Audi ihre Elektro-SUVs in diesem Jahr ebenfalls verbessern, müssen sie bei diesen massiven technischen Upgrades voller Neid zuschauen. Gerade der Sprung auf 800 Volt ist ein enormer Vorteil für die Chinesen und kommt durchaus unerwartet. Da sieht man aber wieder den technischen Vorsprung.
