Tesla hat den Anfang gemacht, jetzt folgen auf das Model Y demnächst neue elektrische SUVs in der mittleren Preisklasse aus den USA. Mit Rivian und Lucid machen sich zwei sehr spannende Marken bereit, mehr Autos zu verkaufen und das auch in Europa.
In den letzten Tagen hat Rivian seinen neuen R2 auf die ersten Tester losgelassen. Noch 2026 soll das neue Elektro-SUV an den Start gehen, es ist das zweite Elektroauto der Marke. Geld verdient Rivian derzeit vor allem mit Software, die bekanntesten Kunden sind VW und Amazon.
Rivian baut eine E/E-Architektur für künftige VW-Modelle und auch für Audi und Porsche, will aber auch mit eigenen Elektroautos erfolgreich sein. Die Architektur im R2 wird zugleich die Basis des kommenden VW ID.Every1 sein und für weitere VW-Modelle. VW verschmilzt das System mit der SSP, einer neuen 800-Volt-Plattform für Elektroautos.
Rivian möchte mit dem R2 auch in Europa und anderen Märkten starten, scheint hier aber mit Verzögerungen zu kämpfen. 2027 sei der Plan gefasst, das war jedenfalls die bisherige Message. Rivian hat aus seinen Ankündigungen nun aber das konkrete Jahr entfernt, spricht nur noch von „Coming to Europe“.
Lucid will Tesla Model Y und andere SUVs angreifen
Lucid, bislang für sehr teure und dennoch atemberaubende Elektroautos bekannt, will mit seinem neuen SUV in die Mittelklasse einsteigen. Es sei das erste mit Tesla konkurrierende Modell, da sollen Kunden vom Model Y gewonnen werden. Lucid hat das Auto noch nicht enthüllt, will aber schon 2026 mit de Serienproduktion beginnen.
Lucid würde im Zeitplan liegen, will dieses Auto jedoch in Saudi-Arabien fertigen und etabliert hierfür gerade lokale Lieferketten. Durch die Verlagerung der Produktion nach Saudi-Arabien beabsichtigt das Unternehmen, US-Zölle auf Fahrzeugteile aus China zu umgehen. 90 Prozent der dort gebauten Autos sind jedoch für den weltweiten Export geplant.
Auch bei Lucid ist der Erwägung öffentlich geworden, die eigene Technologie langfristig als Lizenzmodell anzubieten. Statt teure Eigenentwicklungen zu realisieren, können andere Hersteller die Elektroauto-Plattform kaufen und in eigenen Fahrzeugen verwenden. Ford macht das zum Beispiel für europäische Modelle mit VW und Renault.
