Xiaomi hat insgesamt drei neue Xiaomi 17-Smartphones angekündigt, aber wird schon wie im Vorjahr das Pro-Modell in Europa nicht anbieten. Es gibt also das mittlere Modell mit Zweitbildschirm mal wieder nicht für uns.
Stattdessen hat sich Xiaomi für den internationalen Markt dafür entschieden, eine enorme Lücke im Angebot zu schaffen und auch 2026 beizubehalten. Das gilt für die technische Ausstattung und auch für die Preise. Dabei hätte Xiaomi den Vorteil, dass die drei Topmodelle allesamt ihre spezifischen Eigenheiten haben, anders als etwa bei Galaxy S26 und S26+, die sich doch extrem ähnlich sind.
Xiaomi macht nun laut Dealabs gegen Ende Februar Ernst und bringt seine neue Flaggschiff-Reihe endlich nach Europa. Wer auf das Xiaomi 17 oder das dicke Ultra-Modell gewartet hat, kann sich den 28. Februar schon mal rot im Kalender markieren. Pünktlich zum MWC in Barcelona stehen die neuen Geräte in den Regalen.

Die gute und zugleich irgendwie auch schlechte Nachricht: Beim Preis bleibt alles beim Alten. Xiaomi übernimmt einfach die Preise vom Vorgänger – es geht also erst ab 999 Euro los. Dennoch ist ein konstanter Preis heute ja nicht mehr selbstverständlich. Die angesprochene Lücke ist übel, denn zwischen Xiaomi 17 und Xiaomi 17 Ultra liegen ganze 500 Euro.
Dieses Modell wird man uns nicht in Europa bieten:

Pro mit zweitem Bildschirm nicht für uns, auch die großen Akkus kommen nicht
Bei der Technik gibt es eine kleine Überraschung, die nicht jedem schmecken wird. Die Akkus in den europäischen Geräten sind ein ganzes Stück kleiner als bei den Modellen, die in China verkauft werden. Warum Xiaomi hier den Rotstift ansetzt, bleibt wohl weiterhin deren Geheimnis. Trotzdem gibt es deutlich mehr Akku als etwa bei einem Samsung-Flaggschiff, im Ultra reden wir von 6.330 mAh gegenüber den altmodischen 5.000 mAh bei Samsung.

Das Ultra-Modell von Xiaomi protzt außerdem mit massig Arbeitsspeicher (16 GB RAM) und einer riesigen Speichervariante mit einem Terabyte (die noch teurer ist). Wer es bunt mag, kommt beim normalen Xiaomi 17 auf seine Kosten. Da gibt es sogar eine pinke Version, die aber nicht jeder Laden im Sortiment haben wird.
Xiaomi fährt hochpreisige Preisstrategie
Xiaomi spielt mit seinen Preisen in der obersten Liga mit, aber da sind die Verkaufszahlen noch lange nicht angekommen. Apple ist erfolgreich mit Premium, Samsung mit seinem Ultra zumindest halbwegs in Reichweite, Xiaomi aber noch weit abgeschlagen. Diese Preisstrategie benötigt jedenfalls viel Zeit, wenn es um Volumen bei den Absatzzahlen geht.

Es hat einen relativ einfachen Grund, weshalb Xiaomis. Mobiltelefone in Europa wesentlich kleinere Akkus haben. Benutzt werden die modernen Silizium-Kohlenstoff-Akkus. Diese bestehen in der Regel aus einer einzelnen Akkuzelle mit mehr als 20 Wattstunden. Diese müssen beim Transport deutlich aufwendiger deklariert, verpackt und versichert werden, ansonsten sind sie in der EU nicht erlaubt. Wenn Xiaomi sie in zwei Zellen aufteilen würde wäre dies zulässig, jedoch hat das momentan, bis auf OnePlus mit ihrem Dual-Cell-Design, noch niemand für den europäischen Markt getan.