Google testet in der Vorabversion Chrome Canary einen überarbeiteten Erststart-Bildschirm für Windows. Dieser fordert euch nicht nur auf, Chrome als Standardbrowser festzulegen, sondern bietet gleichzeitig an, den Browser an die Windows-Taskleiste anzuheften, wie Windowsreport berichtet.
Bisher zeigte Chrome beim ersten Start zwar bereits eine Aufforderung zum Festlegen als Standardbrowser, doch der entsprechende Button war eher unauffällig in der Ecke platziert. Die neue Variante rückt den Button deutlich prominenter ins Bild und bündelt beide Aktionen in einem Schritt. Eine große Illustration zeigt das angeheftete Chrome-Symbol neben dem Startmenü.

Klickt ihr auf „Set default“, öffnet sich die Standardapp-Einstellung von Windows 11, wo ihr Chrome als primären Browser bestätigen könnt. Alternativ lässt sich die Aufforderung mit „No thanks“ überspringen.
Die Neuerung wird derzeit hinter einem Feature-Flag getestet. Wer das Unglück mit eigenen Augen sehen will, kann in Chrome Canary unter chrome://flags/ das Flag #first-run-desktop-refresh aktivieren. Google plant darüber hinaus wohl weitere UI-Änderungen für den Erststart-Bildschirm.
Der Schritt passt in ein bekanntes Muster: Sowohl Google als auch Microsoft setzen seit Jahren auf teils aggressive Methoden, um Nutzer an ihren jeweiligen Browser zu binden. Edge drängt unter Windows 11 ebenfalls regelmäßig zur Nutzung.
Chrome dominiert den Browsermarkt aber sowieso bereits mit großem Abstand. Die Kombination aus Standardbrowser-Abfrage und Taskleisten-Pin könnte die Nutzerbindung auf den täglich tausenden neu eingerichteten PCs weiter stärken. Ob der neue Startbildschirm in die stabile Chrome-Version übernommen wird, ist noch offen.
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