Ford hat zig Milliarden Dollar in einer nicht so erfolgreichen Elektrauto-Sparte versenkt und bereitet jetzt den großen Neustart vor. Dabei gibt es jedoch in den USA eine andere Strategie als in Europa. Der Fokus ist klar auf den Heimatmarkt gesetzt. In Europa will man jedoch mit bekannten Modellen wie dem Fiesta wieder in die Erfolgsspur.
Fiesta-Comeback unter Strom: Elektroauto-Kleinwagen für Europa
Ford hat sich in Europa auf einen Deal mit Renault eingelassen. Bei günstigeren Elektroautos liefern die Franzosen die Plattform und die Produktion. Ein erstes Modell, das für Ford von Erfolg geprägt sein soll, wird wohl ein neuartiger Fiesta mit Elektroantrieb. Im besten Fall schafft man mit einem großen Akku über 400 Kilometer Reichweite.
Weil man hier wahrscheinlich als Basis den Renault 5 einsetzt, dürfte es auch ähnliche Proportionen geben. Sicherlich nicht so ähnlich wie beim Nissan Micra, aber wir werden einige Elemente und technische Daten wiedererkennen können. Für Ford ist es Comeback in der Sparte der Kleinwagen und Kompaktwagen, beides hat man in Europa aufgegeben und keiner hat das so richtig verstanden.
Ford erfindet sich mit neuer E-Plattform neu
In den USA sieht es ein wenig anders aus, hier kommt von Ford eine eigene Plattform. Sie soll universell sein und sich für vielerlei Fahrzeuge eignen. Hauptfokus war aber auch hier der Preis. Ford will seine künftigen Elektroautos sehr günstig produzieren können. Für den neuen Pickup wird Ford erstmals große Aluminium-Gussteile (Unicastings) einsetzen, welche die Anzahl der Bauteile von 146 auf nur noch 2 reduzieren.
Ford hat mächtig Zeit verloren und sicherlich auch viele Kunden. Die beiden Projekte sollen das umkehren können. In der Zwischenzeit wurde Ford von BYD überholt, ein Paradigmenwechsel im Automarkt und ein klares Alarmzeichen. Umso größer sind die Ziele, denn die Elektro-Sparte soll nach ihren krassen Verlusten nun bis 2029 sogar profitabel werden. Ich sehe eine Chance, das auch wieder umzukehren, die Marke hat eine große Historie. Andererseits hat das Nokia auch nicht gerettet.
Bei Ford ist man sich jedoch sicher: „Amerikanische Innovation ist die Art und Weise, wie wir gegen China und den Rest der Welt bestehen und gewinnen.“

Ford versteht es einfach nicht. Fiesta war immer der Kleine im Programm. Einfach auf eine dicke Kiste „Fiesta“ kleben ist einfach nur dumm.