Es ist mal wieder an der Zeit kurz über die Abgründe der sozialen Netzwerke zu berichten. Besonders stark ist derzeit Rassismus auf Facebook aufkommend, denn die Bundestagswahl steht an. Viele versuchen die Massen zu beeinflussen, sie schon fast zu radikalisieren. Bilder und Videos mit ziemlich eindeutig rassistischer Hetze verbreiten sich wie ein Lauffeuer, weil sie schnell auf diesen einen Nerv abzielen, der in Deutschland aufgrund der Lage der EU wieder besonders gereizt scheint. Eigentlich habe ich keine Lust auf eine politische Debatte, denn auch ich habe sicherlich schon den einen oder anderen derben Spruch abgelassen. Doch handeln vor allem auf Facebook verdammt viele Nutzer zu schnell, ohne auch nur einen einzigen Moment über ihren Klick oder ihren Kommentar nachzudenken.

Unter anderem gibt es unter diesem Video Kommentare wie „Teilen. Teilen, Teilen !!!!! So etwas muss gezeigt werden ! Und JETZT…ZU DEN WAFFEN !!!“ oder auch „kann man sich garnicht mit ansehen den dreck….deutschland geht immer mehr kaputt….dreckspack alles raus hier“. Das Video, dessen Macher auf die Meinungsfreiheit pocht, trifft ziemlich genau durch willkürliche zusammengeschnittene TV-Beiträge den schon oben angesprochenen Nerv.

Dazu muss man wohl nichts mehr sagen, aber man könnte etwas tun. Derartige Beiträge als „Hassreden“ melden, doch das bringt offenbar nichts, wie ich selbst erfahren durfte. Facebook stört sich an solchen Beiträgen nicht und kommentierte meine Meldung zu einem anderen Bild mit „Wir haben das von dir wegen Hassbotschaften oder -symbolen gemeldete Foto geprüft und festgestellt, dass es nicht gegen unsere Gemeinschaftsstandards zu Hassbotschaften verstößt.“

Facebook unterscheidet zwischen ernst gemeinten und humorvollen Hassreden. Ja, es gibt wohl tatsächlich humorvolle Hassreden. Das besagte Video wurde übrigens inzwischen fast 7.000 Mal geteilt.

Facebook erlaubt keine Hassbotschaften, unterscheidet allerdings zwischen ernsthaften und humorvollen Botschaften. Auch wenn wir dich dazu ermuntern, Ideen, Institutionen, Veranstaltungen und Praktiken in Frage zu stellen, erlauben wir es einzelnen Personen oder Gruppen nicht, andere aufgrund ihrer Rasse, Volkszugehörigkeit, nationalen Herkunft, Religion, sexuellen Orientierung, Behinderung, ihres Gesundheitszustands oder Geschlechts anzugreifen.

Ein bei Weitem nicht so schlimmes aber dennoch sehr nerviges Thema ist der alt bekannte Kettenbrief, der jetzt auf WhatsApp wiedermal umgeht. Diesmal feiert WhatsApp angeblich seinen 10. Geburtstag und Nutzer erhalten ein weiteres Jahr kostenlos, wenn sie diese Nachricht an ihre Kontakte weitersenden. Spätestens bei den ersten drei Ausrufezeichen sollte eigentlich jeder stutzig werden, doch dem ist nicht so. WhatsApp ist übrigens nicht mal 5 Jahre alt.

Wer also folgende Nachricht erhält, sollte dem Absender dringend den Kopf waschen und die Nachricht selbstverständlich nicht weiterleiten.

WhatsApp wird 10 Jahre alt
Und als Dankeschön schenken wir Ihnen 1 weiteres, kostenloses Jahr, wenn Sie diese Nachricht an 10 weitere WhatsApp – Kontakte schicken
Mit freundlichen Grüßen
Ihr WhatsApp – Team

Herzlichen Glückwunsch,
an sie wurde die Offizielle Whats app Kettennachricht weitergeleitet.
Sie haben die Chance ihr Whatsapp für ganze 10 Jahre zu verlängern.
Dafür müssen sie nur diese Nachricht an 10 Kontakte schicken.
Sie glauben es nicht?
Na dann schauen sie auf www.Whatsapp.com nach.

Es klappt wirklich!!!

Wenn sie diese Nachricht an 10 Personen weiter versendet haben dann müsste das Kästchen mit dem Haken drin grün aufleuchten!!!

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(via mobiFlip)

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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