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Abgründe der sozialen Netzwerke: Rassismus auf Facebook und neue Kettenbriefe bei WhatsApp

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Es ist mal wieder an der Zeit kurz über die Abgründe der sozialen Netzwerke zu berichten. Besonders stark ist derzeit Rassismus auf Facebook aufkommend, denn die Bundestagswahl steht an. Viele versuchen die Massen zu beeinflussen, sie schon fast zu radikalisieren. Bilder und Videos mit ziemlich eindeutig rassistischer Hetze verbreiten sich wie ein Lauffeuer, weil sie schnell auf diesen einen Nerv abzielen, der in Deutschland aufgrund der Lage der EU wieder besonders gereizt scheint. Eigentlich habe ich keine Lust auf eine politische Debatte, denn auch ich habe sicherlich schon den einen oder anderen derben Spruch abgelassen. Doch handeln vor allem auf Facebook verdammt viele Nutzer zu schnell, ohne auch nur einen einzigen Moment über ihren Klick oder ihren Kommentar nachzudenken.

Unter anderem gibt es unter diesem Video Kommentare wie „Teilen. Teilen, Teilen !!!!! So etwas muss gezeigt werden ! Und JETZT…ZU DEN WAFFEN !!!“ oder auch „kann man sich garnicht mit ansehen den dreck….deutschland geht immer mehr kaputt….dreckspack alles raus hier“. Das Video, dessen Macher auf die Meinungsfreiheit pocht, trifft ziemlich genau durch willkürliche zusammengeschnittene TV-Beiträge den schon oben angesprochenen Nerv.

Dazu muss man wohl nichts mehr sagen, aber man könnte etwas tun. Derartige Beiträge als „Hassreden“ melden, doch das bringt offenbar nichts, wie ich selbst erfahren durfte. Facebook stört sich an solchen Beiträgen nicht und kommentierte meine Meldung zu einem anderen Bild mit „Wir haben das von dir wegen Hassbotschaften oder -symbolen gemeldete Foto geprüft und festgestellt, dass es nicht gegen unsere Gemeinschaftsstandards zu Hassbotschaften verstößt.“

Facebook unterscheidet zwischen ernst gemeinten und humorvollen Hassreden. Ja, es gibt wohl tatsächlich humorvolle Hassreden. Das besagte Video wurde übrigens inzwischen fast 7.000 Mal geteilt.

Facebook erlaubt keine Hassbotschaften, unterscheidet allerdings zwischen ernsthaften und humorvollen Botschaften. Auch wenn wir dich dazu ermuntern, Ideen, Institutionen, Veranstaltungen und Praktiken in Frage zu stellen, erlauben wir es einzelnen Personen oder Gruppen nicht, andere aufgrund ihrer Rasse, Volkszugehörigkeit, nationalen Herkunft, Religion, sexuellen Orientierung, Behinderung, ihres Gesundheitszustands oder Geschlechts anzugreifen.

whatsapp_logo

Ein bei Weitem nicht so schlimmes aber dennoch sehr nerviges Thema ist der alt bekannte Kettenbrief, der jetzt auf WhatsApp wiedermal umgeht. Diesmal feiert WhatsApp angeblich seinen 10. Geburtstag und Nutzer erhalten ein weiteres Jahr kostenlos, wenn sie diese Nachricht an ihre Kontakte weitersenden. Spätestens bei den ersten drei Ausrufezeichen sollte eigentlich jeder stutzig werden, doch dem ist nicht so. WhatsApp ist übrigens nicht mal 5 Jahre alt.

Wer also folgende Nachricht erhält, sollte dem Absender dringend den Kopf waschen und die Nachricht selbstverständlich nicht weiterleiten.

WhatsApp wird 10 Jahre alt
Und als Dankeschön schenken wir Ihnen 1 weiteres, kostenloses Jahr, wenn Sie diese Nachricht an 10 weitere WhatsApp – Kontakte schicken
Mit freundlichen Grüßen
Ihr WhatsApp – Team

Herzlichen Glückwunsch,
an sie wurde die Offizielle Whats app Kettennachricht weitergeleitet.
Sie haben die Chance ihr Whatsapp für ganze 10 Jahre zu verlängern.
Dafür müssen sie nur diese Nachricht an 10 Kontakte schicken.
Sie glauben es nicht?
Na dann schauen sie auf www.Whatsapp.com nach.

Es klappt wirklich!!!

Wenn sie diese Nachricht an 10 Personen weiter versendet haben dann müsste das Kästchen mit dem Haken drin grün aufleuchten!!!

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(via mobiFlip)

12 Kommentare

12 Comments

  1. teracon

    9. September 2013 at 13:48

    „Dazu muss man wohl nichts mehr sagen, aber man könnte etwas tun.“

    Ja, die Leute die mit 5 man auf einem Wehrlosen Menschen einprügeln könnte man zb abschieben.

    • zymo

      9. September 2013 at 14:48

      Interessanter Vorschlag und wohin soll man bitte diese Menschen, die zum Großteil schon Deutsche sind, abschieben? Etwa in die Heimatländer ihrer Groß- oder Urgroßeltern?! Diese „Störenfriede“ sind weder „Gäste“ noch sind sie „Ausländer“, sondern Deutsche und ein Teil der deutschen Gesellschaft. Sie mögen vielleicht nicht Michael, Sophie oder Daniel heißen, aber sie sind dennoch Deutsche und somit ist das ein deutsches Problem, wo andere Staaten nichts mit zu tun haben. Naja wie auch immer, will jetzt hier keine politische Debatte anzetteln.

      „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst!“

      • Teracon

        9. September 2013 at 15:00

        Ja, deutsche die kaum deutsch Sprechen und sich nicht intrigieren. Aber ja, es ist ein deutsches Problem, aber statt dieses Problem endlich in den Griff zu bekommen schiebt man lieber alles in die rechte ecke was auch nur entfernt gegen Ausländer geht.

      • Denny Fischer

        Denny Fischer

        9. September 2013 at 15:34

        Dann schau dir doch an, wie das Thema immer angegangen wird. Meist sehr rassistisch, was übrigens gar nichts mit rechts oder links zu tun hat.

      • Teracon

        9. September 2013 at 17:32

        Passenderweise stand heute wieder in der Zeitung das 7 Türken einen 15 Jährigen zusammengeschlagen haben.

        Und da kann man es den Leuten nun mal nicht verübeln, wenn sie die Schnauze voll von solchen asis haben.

      • Denny Fischer

        Denny Fischer

        9. September 2013 at 18:31

        Die „untere Schicht“ besteht weder nur aus Ausländern noch ausschließlich aus Deutschen. Wer hier unterscheidet, hat es nicht verstanden. Bei uns in der Stadt gibt es ein berüchtigtes Tanz-Cafe, das inzwischen zur Nazi-Bude verkommen ist. Wer nicht deutsch aussieht, sollte Nachts dort nicht vorbeilaufen, fast wöchentlich gibt es Schlägereien fast bis in den Tod. Die Kriminalität wiegt sich auf, egal ob deutsch oder immigriert.

        Es gibt Probleme in alle Richtungen, die definitiv nicht extrem angegangen werden sollten, nicht links, rechts oder rassistisch.

      • Ingo K.

        6. Juli 2015 at 17:56

        Stimmt. Kann man nicht. Wenn 7 Rechtsradikale einen Türken zusammenschlagen steht allerdings meist in der Zeitung, dass es sich um „Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen“ handelte. Falls überhaupt etwas darüber in der Zeitung steht. Interessiert ja niemanden, was in irgendwelchen dunkeldeutschen Käffern passiert. BILD dir deine Meinung.

      • Micha

        9. September 2013 at 17:41

        Ich finde, die Integration klappt ganz gut, vielleicht sogar zu gut. Es gibt nun mal viele Deutsche, die mit Abschiebung, Vorurteilen, Gewaltandrohungen kommen. Da passen sich manche ausländischen Kids halt an und kommen mit dem gleichen Scheiß. Sie erleben Ausgrenzung, lernen davon und grenzen dann ihrerseits aus. Kein Wunder, dass dann so viel Mist passiert.

      • Teracon

        11. September 2013 at 19:48

        „Ich finde, die Integration klappt ganz gut,“ Deswegen gibt es auch Stadtteile in denen du als deutsche eins auf der Nase kriegst wenn du falsch kuckst.

        „Sie erleben Ausgrenzung, lernen davon und grenzen dann ihrerseits aus.“

        Vollkommener Quatsch. Wenn man natürlich nur unter seines gleichen bleibt, kann man natürlich den Eindruck bekommen, das man ausgegrenzt wird. Es ist aber auch wieder typisch das es nie die schuld derjenigen ist, die den mist bauen sondern immer nur die schuld der anderen.

        Sollte man mal den opfern sagen. hätten ja auch woanders langlaufen können.

      • Ingo K.

        6. Juli 2015 at 17:50

        Falls du selbst Deutscher bist, solltest du dringend an deiner Rechtschreibung arbeiten. Falls nicht: INTEGRIER
        dich mal!

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      9. September 2013 at 14:53

      Geistreicher Kommentar.

      • Converse

        9. September 2013 at 17:56

        Wenn Deutsche in einen anderen Land ein Verbrechen begehen, heißt es wieder „Die Deutschen…“ aber wenn 5 Leute auf einem Wehrlosen Menschen einprügeln heißt es „Integrationspolitik fehlgeschlagen…“

        Deswegen einen Daumen nach unten für den Beitrag von Herrn Fischer!

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