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Alcatel One Touch Idol Ultra im Test

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Derzeit sind wir fröhlich am Testen neuer Geräte, jetzt war das Alcatel One Touch Idol Ultra an der Reihe. Und das Smartphone ist nicht so kompliziert wie sein Name das vermuten lässt, denn es handelt sich um ein sehr schlichtes Smartphone mit hübscher Optik und wenigen Software-Anpassungen. Schwierig war es wie immer die Erwartungen zu verpacken, denn ein Gerät von Alcatel hatte ich wohl vor gefühlten 100 Jahren das letzte Mal in der Hand und in der Preiskategorie von unter 300 Euro bin ich auch noch eher selten unterwegs. Dennoch erwartete ich ein gutes Smartphone mit kleinen Schwächen, so wie ich das eigentlich immer tue, wenn ich ein Gerät für unter 500 Euro in die Hand nehme.

So sieht es aus und fasst sich an

Nicht schlecht gestaunt habe ich schon damals bei der Präsentation des One Touch Idol Ultra. Macht sofort einen guten Eindruck, auch wenn ich nicht direkt vom Hocker gefallen bin. Das Design hat man sich sicherlich etwas vom HTC One X abgekupfert, ist aber nicht weiter schlimm, denn es sieht nicht wie eine Kopie aus. Es hat seinen eigenen Charme, der bei unserem Modell besonders durch die gelbe Rückseite hervorkommt. Die Rückseite komplett gelb und die Vorderseite komplett schwarz. Gefällt mir als Dortmunder natürlich besonders gut, kam aber auch bei vielen Freunden gut an.

Und so sie wie es aussieht, fasst es sich letztlich auch an. Wie aus einem Guss, die matte Kunststoffoberfläche irgendwie sexy. Alcatel war gut darin beraten das Idol Ultra sehr schlank zu gestalten, was sie auch taten. Ebenfalls ein Pluspunkt für die insgesamt gute Haptik des Gerätes. Eine so gute Haptik hätte ich einfach nicht erwartet, da bin ich ehrlich und spreche durchaus ein Lob aus.

Doch es gibt negative Seiten. Der Power-Button ist an der Oberseite bei einem so großen Display eher ungünstig, zumal auch noch links angebracht. Stört mich als Rechtshänder mit kleinen Händen doch sehr. Des Weiteren bin ich kein Fan von diesen Stöpseln, womit einige Hersteller wie auch Alcatel den USB-Anschluss geschlossen halten. Der ist sowieso von Haus schon nicht besonders fest, wird also kaum ein Jahr halten.

Android und Anpassungen

Auch Alcatel liefert seine Smartphones nicht mit einem Stock-Android aus, sondern mit diversen Anpassungen. Optisch ist das wie immer eine Geschmackssache, in diesem Fall sind es ein anderer Lockscreen, optisch angepasste Icons der System-Apps, ein ziemlich helles Blau anstatt des originalen Cyans und ein weißer Hintergrund der Systemeinstellungen. Nicht viel und letztlich dennoch ausreichend für eine eigene Note, woran man Alcatel-Smartphones sofort erkennen kann.

Erfreulich sind so kleine Anpassungen wie der „Verrückte Alarm“ für den Wecker. Der hört erst auf zu klingeln, wenn eine kleine Aufgabe von euch gelöst wurde. Des Weiteren gibt es Schnellzugriffe in der Benachrichtigungsleiste auf WLAN, GPS, Bluetooth, Flugmodus und so weiter. Für Klingeltöne lassen sich verschiedene Profile anlegen.

Weitere Anpassungen sind für den Akku zu finden. Dort kann an die Prozentanzeige für die Benachrichtigungsleiste aktivieren und einen CPU-Energiesparmodus gibt es auch. Mit der integrierten Zeitsteuerung kann man zudem das Smartphone sich automatisch an- und ausschalten lassen. Weitere Apps für Aufgaben, Cloud-Backup sowie ein leicht abgewandelter Lockscreen gehören noch zur erweiterten Ausstattung, die Android sonst eigentlich nicht bietet.

Display, Leistung und Akku

So, die Software anpassen kann ja jeder. Doch was holt Alcatel aus einem Noname-Prozessor, Display und Akku raus? Relativ viel, würde ich sagen. Das Display besitzt eine Auflösung von 1280 x 720 Pixel bei 4,7 Zoll Diagonale und ist damit ziemlich scharf. Bei den Farben allerdings macht sich schnell das AMOLED-Panel bemerkbar, nämlich leicht übersättigt und im Sonnenlicht nicht nutzbar. Und das ist wirklich ein Problem, denn bei besonders starker Sonneneinstrahlung wie im Sommer erkennt man fast gar nichts mehr, das Display spiegelt zu sehr und scheint nicht genügend Leuchtkraft zu bieten. Allerdings muss man das Display ja nicht zwangsläufig voll in die Sonne halten, sodass man dann doch immer irgendwie was erkennen kann.

Auch bei der Performance kann das Idol Ultra insgesamt nicht enttäuschen, im Gegenteil, da hatte ich schon wesentlich schlechtere Geräte in der Hand. Zwar läuft keine Animation so richtig 100-prozentig flüssig, doch das ist schon der einzige Kritikpunkt in diesem Bereich. Man bekommt für unter 300 Euro ein wirklich performantes Gerät, das sehr zufriedenstellend läuft. Mehr geht immer, doch es funktioniert, was letztlich in meinen Augen die Hauptsache ist. Hier kann ich übrigens noch das Zusammenspiel aus Display und der restlichen Hardware anbringen. Jede Eingabe wird sofort registriert und umgesetzt.

Auch mit dem Akku ist das Zusammenspiel gut, man kommt je nach Nutzung schon durch den Tag. Aber wie immer kann man hier nur schwer sagen, ob der Akku gut oder schlecht ist. Die Leistung würde ich als mittelmäßig einstufen, es gab keine stärkeren Tendenzen nach oben oder unten. Ein Problem aber, das nerven kann, ist das überhitzende Gerät. Mehrmals hatte ich den Fall, dass ich Warnmeldungen wegen eines zu warmen Akkus bekam, als ich das Gerät geladen und gleichzeitig etwas intensiver genutzt habe. Hoffentlich ist das nur ein Software-Bug und kein Konstruktionsfehler, denn das ist ein absolutes No-Go.

Kamera und Sound

Natürlich dürfen auch die größeren Schwachstellen nicht fehlen, die wir hier eindeutig bei der Kamera finden. Die ist allenfalls durchschnittlich, bei schlechtem Umgebungslicht sogar richtig bescheiden. Warum auch immer hatte mein Gerät zudem oft einen lila Schimmer an einer Seite des Fotos, meist von wo etwas mehr Licht ins Bild kam. Aber wie ihr anhand der paar Beispielfotos sehen könnt, bekleckert sich das Idol Ultra hier definitiv nicht mit Ruhm. Wem eine gute Smartphone-Kamera wichtig ist, der muss einfach mehr Geld ausgeben.

Beim Lautsprecher selbstverständlich ein ähnliches Ergebnis. Kaum geht die Lautstärke etwas hoch, schon fängt das Teil ordentlich an zu scheppern. Hier macht sich dann ebenfalls wieder der niedrige Preis des Gerätes mehr als nur bemerkbar.

Fazit

Das One Toch Idol Ultra ist wahrlich ein Smartphone ohne jegliche Besonderheiten, was aber nicht gleich schlecht sein muss. Insgesamt bietet das Teil nämlich ein ziemlich gutes Paket für einen recht guten Preis. Klar, Schwächen hat es natürlich auch, doch die findet man selbst bei viel teureren Geräten. Wer keine hohen Ansprüche hat und auch nicht viel Geld ausgeben will, der ist mit dem Idol Ultra mehr als nur gut bedient. Für ein Smartphone dieser Preisklasse gibt es durchaus eine Kaufempfehlung von mir.

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4 Kommentare
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4 Comments

  1. Christian Stoff

    16. Juli 2013 at 13:38

    An sich schon ein nettes Gerät aber UVP 300€ (ok, Straßen Preis ist nun bei 250€) da leg ich doch lieber ein paar € mehr drauf und bin dann wieder beim Nexus 4 mit IPS, 4 Kern, 2 GB Ram für UVP 50€ (auf der Starße 70-80€) mehr und hab dann aber wesentlich mehr an Ausstattung, Leistung, Support.

    • dennyfischer

      17. Juli 2013 at 11:17

      Schwierig, das Nexus 4 will ich da nicht in den Vergleich aufnehmen, da das einfach unfair ist.

    • Pino

      17. Juli 2013 at 13:15

      naja, dass es unfair ist ist dem potenziellen kunden ziemlich egal. trotzdem, das idol ultra kostet mit 16gb unter 250€. das ist schon eine andere preisklasse finde ich. ich würde es eher mit dem ativ s oder dem lg 4x hd vergleichen, das sind im moment DIE schnäppchen der etablierten konkurrenz.

    • dennyfischer

      17. Juli 2013 at 13:48

      Richtig, ich meinte nur den Vergleich an sich. Es gibt ja nun einen bestimmten Grund für den Preis des Nexus 4.

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