Manchmal vergisst man ja, dass Amazon nicht alleine auf der Welt der Groß-Online-Händler ist. Auf der anderen Seit der Erdkugel kontrolliert schließlich Alibaba die Märkte – und zwar über ihre eigentlichen Befugnisse hinaus, wie jetzt ans Licht gekommen ist. Der chinesische E-Commerce-Riese soll in seinem Heimatland gegen das Kartellrecht verstoßen haben und muss nun eine Strafe von umgerechnet 2,3 Milliarden Euro zahlen (18 Milliarden Yuan).

Alibaba akzeptiert die hohe Strafe

Konkret soll Alibaba Händler auf seiner eigenen Handelsplattform abgestraft haben, wenn diese die Frechheit besaßen, ihre Produkte auch woanders zu verkaufen. Das ist in den Augen der chinesischen Marktaufsicht ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht. Die Summe kommt nicht von ungefähr, sondern beträgt vier Prozent des Jahresumsatzes von 2019 (etwa 58 Milliarden Euro). Alibaba hat in einem Statement bereits verlautbart, dass man die Strafe zahlen werde.

Alibaba akzeptiert die Strafe aufrichtig und wird ihre Beachtung entschlossen sicherstellen.

Das klingt erstmal nach einer verkraftbaren Summe, ist aber eine ganze Menge Holz und tatsächlich eine ungewöhnlich hohe Strafe. Das könnte mit Gründer Jack Ma zusammenhängen, der nach kritischen Aussagen gegenüber der Regulierungen der Regierung im letzten Herbst für eine Weile aus der Öffentlichkeit verschwand. Im Januar meldete er sich zurück und war nur voller Lob für die chinesische Staatsmacht.

AliExpress will sich EU-Regeln beugen

Übrigens: AliExpress verschickt Waren auf der ganzen Welt, auch nach Europa und Deutschland. Vor gut zwei Monaten hat AliExpress angekündigt, sich dem europäischen Verbraucherrecht anzuschließen.

(via)

Jonathan Kemper

Studiert Technikjournalismus, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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