Chinesische Hersteller wollen gemeinsam eine Lösung finden, damit App-Entwickler ihre Apps in die zig verschiedenen Stores laden können.

Vor wenigen Tagen kam ein Bericht auf, dass Xiaomi mit anderen chinesischen Herstellern eine Alternative zum Google Play Store bieten möchte. Zwar etwas anders aufgestellt, doch mindestens genauso mächtig wie der App-Store uns bekannter Android-Smartphones. Basis bleiben zwar die App-Stores der unterschiedlichen Hersteller, doch App-Entwickler sollen ihre Apps über einen einzigen Kanal in alle App-Stores einpflegen können. Nun äußerst sich Xiaomi zu diesem Vorhaben mit ein paar Worten, lässt dabei eine Zusammenarbeit mit Huawei außen vor.

Basis ist nämlich nur die Zusammenarbeit von Xiaomi, Oppo und Vivo. Alle drei arbeiten bereits an einem Tool zusammen, mit welchem Nutzer herstellerunabhängig schneller Dateien zwischen Android-Smartphones tauschen können. Huawei ist wohl doch kein Partner dieser neuen Global Developer Service Alliance. Xiaomi sagt außerdem: „Es besteht kein konkurrierendes Interesse zwischen diesem Dienst und dem Google Play Store.“

Widerspricht sich Xiaomi?

Okay. Der Hintergrund ist klar. In China setzt jeder Hersteller auf einen eigenen App-Store aber alle auf dasselbe Betriebssystem. Das ist ein ziemliches Durcheinander. Im Westen ist es anders, hier kommt auf jedem Android-Gerät in erster Linie der Google Play Store als Distributionskanal für Apps zum Einsatz. Chinesische Hersteller wollen es den App-Entwicklern einfacher machen.

Nur ist dann der Name unlogisch. Warum sprechen die Hersteller von einer globalen Allianz? Ich kann mir allein deshalb vorstellen, dass dieses Vorhaben vielleicht in China beginnt, später aber auf andere Märkte ausgeweitet wird. Weiterhin besteht für alle chinesischen Hersteller die Gefahr, irgendwann wie Huawei ins Visier der US-Regierung zu geraten und dann nicht mehr die Google-Angebote nutzen zu können.

via XDA

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.