Folge uns

Marktgeschehen

Amazon Dash Button: Verbraucherschützer können sich nicht zurückhalten

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Amazon Dash Button

Amazon bietet nun seit einigen Wochen den Dash Button auch in Deutschland an, natürlich darf zum Marktstart eine Klage deutscher Verbraucherschützer nicht fehlen. Der Dash Button ermöglicht die drahtlose und unkomplizierte Bestellung diverser Haushaltsmittel mittels Knopfdruck. Über den Sinn des Gerätes lässt sich streiten, nicht aber über seine zum größten Teil nachvollziehbare und kinderleichte Funktionsweise. Verbraucherschützer sehen das aber natürlich anders und ziehen gegen Amazon vor Gericht.

Wer einen Dash Button von Amazon in den eigenen vier Wänden installiert, der richtet das Gerät nicht nur selbst ein, sondern ist sich auch über dessen Funktionsweise vollkommen bewusst. Die Verbraucherzentrale traut das der deutschen Bevölkerung aber nicht unbedingt zu, findet zudem Mängel in den Details. Allen Ernstes fordert man auf dem Dash Button einen Hinweis, dass eine Bestellung über den Dash Button ein kostenpflichtiges Produkt anfordert. Auch fehlt den Verbraucherschützern die Information, welches Produkt konkret bestellt wird.

Puuuh. Klar, es gibt diverse Gesetze und Vorschriften, wie etwa das „kostenpflichtig bestellen“ bei digitalen Käufen. Andererseits ist jedem Dash Button-Nutzer klar, dass er über diese Taste direkt eine kostenpflichtige Bestellung ausführt, denn exakt aus diesem Grund hat er ja den Dash Button gekauft und installiert. Gleiches gilt für die angeblich fehlenden Informationen zum bestellten Produkt, denn dieses Produkt wählt der Nutzer bei der Einrichtung des Dash Buttons selbst aus.

Schlägt hier wieder die typisch deutsche Bürokratie zu? Vielleicht nicht unbedingt, wenn man es denn wirklich ganz genau nimmt, was die Verbraucherschützer natürlich tun. Folgend die Erläuterung dazu, was den Verbraucherschützern in den Details nicht so richtig passt. Ich empfinde die Kritik als teilweise zu übertrieben, andererseits auch gerechtfertigt.

[…] wirft auch unter Berücksichtigung der sogenannten „Amazon Dash Replenishment Nutzungsbedingungen“ Probleme auf. Darin erlaubt sich Amazon, den Preis und die Versandkosten für das jeweils ausgesuchte Produkt zu ändern. Preisänderungen werden Kunden laut App aber nur bei Steigerungen „um mehr als zehn Prozent“ gesondert mitgeteilt.

Damit nicht genug. Amazon behält sich vor, Ersatzartikel zu versenden, wenn das Kaufprodukt nicht verfügbar sein sollte. Das kann etwa ein vergleichbares Produkt derselben Marke, jedoch mit abweichender Füllmenge sein. Die Verbraucherzentrale NRW hält auch diese Klauseln für unzulässig.

[button color=“red“ size=“normal“ alignment=“center“ rel=“nofollow“ openin=“newwindow“ url=“http://amzn.to/2cBdte5″]Amazon Dash Button bestellen*[/button]

[via SpOn]

11 Kommentare
Wichtig: Nimmst du an dieser Diskussion teil und veröffentlichst einen Kommentar, stimmst du unserer Datenschutzerklärung zu. Das Speichern von IP-Adressen durch Wordpress ist deaktiviert.

11 Comments

  1. MacDroid

    16. September 2016 at 14:29

    Wie man auf dem Bild ganz klar erkennen kann, ist es kein Dash-Button, sondern ein Ariel-Button. :-) (SCNR)

    P.S.: Was machen Kunde und Amazon eigentlich, wenn ein Kind (< 13, nicht rechtsmündig) aus Spaß ein paar dutzend mal auf den lustigen Knopf drückt? Gilt dann auch (wie z.B. bei Android In App-Käufen) das Motto "Selber schuld?

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      16. September 2016 at 14:40

      Du kannst nur eine Bestellung ausführen, erst nach Lieferung wieder eine, zudem natürlich auch jederzeit stornieren.

    • MacDroid

      16. September 2016 at 15:10

      Na das ist ja toll. Gilt das auch für alle anderen Buttons? Großeinkäufe kennt Amazon offenbar nicht. Oder will man noch an Versand extra verdienen?

      Irgendwie glaube ich nicht daran, dass das ein Erfolgsmodell sein wird. (Zu) teure Markenprodukte, nur einzeln bestellbar und zusätzliche Kosten für Dash Button und Versand…

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      16. September 2016 at 15:28

      bei einigen Produkten kann man ja die Füllmenge ändern, du musst ja daher beim Waschmittel nicht die kleinste Packung nehmen, wenn du mehr benötigst

    • MacDroid

      16. September 2016 at 17:45

      Und das kann ich genau wie an einem Gerät mit nur einem Druckknopf machen? (OK, ich ahne die Antwort…: Internet oder App, nicht wahr? Aber dann ist der dämliche Knopf doch endgültig total nutzlos.)

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      16. September 2016 at 18:00

      Wie meinste „an einem Gerät“?

      Der Unterschied liegt doch darin, dass ich beispielsweise an der Waschmaschine einfach den Dash Button drücke und fertig, während ich sonst in der App oder im Web erst das Produkt suchen, auswählen und bestellen muss.

      Klar, sehe im Dash Button auch eine nette aber nicht notwendige Idee.

    • MacDroid

      16. September 2016 at 18:22

      Wenn Du Menge oder Gebindegröße anpassen willst (wie Du selbst oben schreibst, dass es möglich sein soll), geht das einfach mit einem einzelnen Knopf nicht mehr – es sei denn, damit kann man morsen.

      Sorry, aber bei mir verdichtet sich die Einstellung, die Dash Buttons sind Nerd-Kram für dumme und faule Zeitgenossen mit zu viel Taschengeld.

    • Esteban Rolltgern

      17. September 2016 at 10:02

      Und selbst wenn. Dann sind es eben Spielzeuge. Jeder Mensch sollte in der Lage sein, AGBs zu lesen und wenn du das nicht willst, dann lebe mit den Kosten. Niemand zwingt dich zum Dash-Button. Aber muss man dumme Menschen vor ihrer Dummheit schützen? Kinder kann man erziehen, damit sie den Mist nicht drücken und und und. Man bekommt wahrscheinlich auch eine Mail aufs Smartphone, die garantiert eine Stornierung der Bestellung erlaubt. Deutsche Verbraucherschützer setzen mMn ihre Prioritäten falsch. Es gibt Betrug bei Lebensmitteln usw., aber man muss nicht bei allem so ein Tamtam machen.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      17. September 2016 at 11:38

      „geht das mit einem einzelnen Knopf nicht mehr“ – ich verstehe bei dem Punkt nicht, was du eigentlich willst ^^

      Ja, klar sind die Dash Buttons eher Nerd Kram

  2. AyoTec

    17. September 2016 at 16:59

    Willkommen in Deutschland. Jeder klagt gegen jeden und alles. Natürlich würde ich den dash button nicht benutzen weil mir der preisvergleich fehlt aber Naja wer es nutzen will soll es nutzen. Anwohner am Flughafen klagen gegen Lärm… Ergebnis :Es fliegen keine Flugzeuge mehr nachts. Das Krankenhaus will wegen Parkmangel ein Parkhaus bauen, Nachbarn klagen weil der Garten zu wenig Sonne bekommt. Rechtsstaat ist ja schön und gut aber diese MeckerKultur und klagefreudigkeit wird zu einem Krebsgeschwür unserer Gesellschaft.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      18. September 2016 at 10:52

      das ist echt typisch Deutsch, in meiner Stadt auch ganz schlimm, zu viele alte Leute und denen wird immer recht gegeben.

      Bestes Beispiel? Bei uns baut ein reicher Typ ne Villa unmittelbar neben die Freilichtbühne und klagt dann wegen des Lärms. Das kann sich kein Märchenerzähler ausdenken, so ne Story.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Beliebt