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Test: Wir haben den neuen Kindle mit Displaybeleuchtung ausprobiert

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Amazon hatte vor wenigen Wochen einen neuen Kindle vorgestellt, der eReader war bei uns bereits zu Gast und wir haben das Gerät im Alltag ein wenig getestet. Passenderweise haben wir den Vorgänger seit mehreren Jahren im Haushalt und können daher ganz gut vergleichen. Gibt es spürbare Verbesserungen, wenn man einfach nur hin und wieder gern ein Buch liest? Tatsächlich ist das der Fall, wie ich euch berichten kann.

Ein entscheidender Vorteil ist die jetzt integrierte Hintergrundbeleuchtung für das Display, wodurch selbst tagsüber das Lesen deutlich angenehmer ist. Besonders an grauen Tagen ist die leichte Beleuchtung eine sehr tolle Sache, wodurch der neue dem alten Kindle weit voraus ist. Das Licht kann zudem in Einzelstufen manuell verstellt und daher perfekt an individuelle Bedürfnisse angepasst werden.

Amazon Kindle 2019 Test

Hör gut zu aber „don’t touch this“

Auch beim neuen Kindle ist der Touchscreen kein Knaller, für die simple Bedienung von digitalen Büchern reicht er aber allemal aus. Obwohl weiterhin verfügbar sollte man den Browser des Kindle auch zukünftig links liegen lassen. Unterwegs im Hotel wäre der Kindle nur die Notlösung für den kurzen Blick ins Web (per WiFi), ansonsten empfehle ich nach wie vor das Smartphone dafür zu benutzen.

Neben Licht gibt es auch Bluetooth, wodurch der neue Kindle wieder Zugriff auf Audible-Hörbücher ermöglicht. Über das integrierte Modul verbindet ihr einfach einen gewünschten Lautsprecher oder ein Headset, schon könnt ihr darüber heruntergeladene Hörbücher von Audible anhören. Leider ist nach wie vor kein Klinkenanschluss vorhanden. 4 GB Speicher gibt es, wir haben mit einem Buch und Hörbuch noch über 2 GB frei.

Amazon Kindle 2019 Test

Im einfachen Lesemodus könnt ihr in Büchern eigene Notizen hinterlegen, die Bedeutung von Wörtern abfragen und euer Fortschritt wird stets über die Cloud mit anderen Geräten synchron gehalten. Positiv ist zudem der niedrigere Abstand zwischen Display und Gehäuserahmen aufgefallen, sodass bei „schiefem Licht“ am Rand seltener Schatten entstehen. Die Akkulaufzeit dürfte sich wirklich auf mehrere Wochen belaufen, so lange hatten wir das Gerät aber nicht bei uns im Test.

Trotz niedrigster Displayauflösung empfinde ich die Darstellung (167 PPI) als scharf genug. Auch von meiner besseren Hälfte gab es diesbezüglich keine Beschwerden, obwohl sie mal einen Paperwhite (300 PPI) nutzte. Zudem lässt sich das Schriftbild anpassen.

Fazit: Alles in einem

Wasserdicht ist der neue Kindle nicht, das Gehäuse nur aus Kunststoff und auch ein Hingucker ist der neue Amazon-Reader nicht wirklich. Trotzdem bin ich irgendwie angetan. Im Vergleich zum alten Modell gibt es die nötigen Verbesserungen, inbesondere die Beleuchtung des Displays ist ein großer Schritt nach vorne. Ein gutes Gesamtpaket, wenn man sowieso bei Amazon zuhause ist – wobei auch andere Dateiformate unterstützt werden.

Es gibt aber ein kleines „Problem“, denn der noch etwas bessere Kindle Paperwhite ist in Angeboten regelmäßig zu ebenfalls 80 Euro erhältlich. Logischerweise greift man da zum besseren Gerät mit höherer Displayauflösung. Oder etwa nicht? Abseits dessen kann ich den neuen Amazon Kindle uneingeschränkt empfehlen.

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