Folge uns

News

Amazon: Zu viele Rücksendungen führen zur Kontosperrung

Veröffentlicht

am

amazon de logo

Schon öfter wurde mir geraten, dass ich mir doch einfach ein Gerät bei Amazon bestellen und es dann später wieder zurücksenden soll, wenn ich es mal ausprobieren möchte. Ist aufgrund der gesetzlichen Lage in Deutschland kein Problem. Doch das ist nicht die feine englische Art, nicht mein Ding, wird aber wohl dennoch oft praktiziert. Entscheidend ist natürlich, ob sich Leute bestimmte Produkte bestellen, um sie dann so oder so wieder zurückzusenden, oder ihre Bestellung wegen tatsächlicher Unzufriedenheit zurücksenden. Was für ein Typ der Leser von Kollege Caschy ist, können wir nicht sagen, doch ihm wurde nun wegen zu vieler Rücksendungen das Konto bei Amazon endgültig gesperrt.

Er selbst meint sehr viel bei Amazon zu bestellen, deshalb wohl auch die Rate der Rücksendungen im Verhältnis zu normalen Kunden hoch ist, er die Produkte aber wirklich nur wegen Fehlern, etc. zurücksendet. Klingt plausibel, den Wahrheitsgehalt können wir aber nicht einstufen.

Ich bin bzw. war seit mehr als zehn Jahren Kunde bei Amazon und habe pro Jahr viele Tausend Euro dort umgesetzt. Insgesamt so viel, dass ich den Betrag lieber gar nicht so genau wissen möchte. Bis auf Lebensmittel habe ich so ziemlich alles bei Amazon gekauft und ich habe grundsätzlich nur die Sachen zurückgehen lassen, die nicht in Ordnung waren!

Das bestehende Konto ist still, neue Konten dürfen nicht eröffnet werden. Auch zahlreiche Telefonate und Mails mit Erklärungen haben nicht geholfen.

Wir haben bemerkt, dass Sie eine hohe Anzahl Ihrer kürzlich bestellten Artikel zurückgegeben haben. Natürlich kann es gelegentlich zu Situationen kommen, in denen man Produkte zurückgeben muss, allerdings ist die Häufigkeit Ihrer Rücksendungen außergewöhnlich hoch. Wir müssen Sie deshalb darauf hinweisen, dass wir aufgrund der Überschreitung der haushaltsüblichen Anzahl an Retouren in Ihrem Kundenkonto zukünftig leider keine weiteren Bestellungen entgegennehmen können und Ihr Amazon-Konto mit sofortiger Wirkung schließen.

Wir bitten um Verständnis, dass wir aufgrund der wiederholten Überschreitung der haushaltsüblichen Anzahl an Retouren in Ihrem Kundenkonto keine weiteren Bestellungen von Ihnen entgegennehmen können. Ich darf Ihnen versichern, dass wir eine Sperrung nicht ohne gründliche Prüfung des Gebrauchs der Rücksendemöglichkeit vornehmen. Unsere Entscheidung, Ihr Konto zu schließen, ist daher endgültig. Bitte öffnen Sie keine neuen Kundenkonten.

Ob die Vorgehensweise von Amazon gerecht ist oder nicht, will ich nicht beurteilen. Generell solltet ihr aber darauf achten, nicht willkürlich Produkte zu bestellen, sie auszuprobieren, um diese dann doch wieder zurückzusenden.

Ich persönlich bin froh über Amazon, als Kunde und Partner. Bei mir lief in der Vergangenheit immer alles geregelt und problemlos ab. Wie sind eure Erfahrungen?

[asa_collection items=1, type=random]Beliebte Smartphones[/asa_collection]

(via Caschy)

13 Kommentare
Wichtig: Nimmst du an dieser Diskussion teil und veröffentlichst einen Kommentar, stimmst du unserer Datenschutzerklärung zu. Das Speichern von IP-Adressen durch Wordpress ist deaktiviert.

13 Comments

  1. Eugen Thiessen

    31. Juli 2013 at 16:03

    weiß man, ab welcher Rücksendungsquote die Sperrung
    greift?

    • dennyfischer

      31. Juli 2013 at 16:29

      Natürlich nicht, darüber schweigt sich das Unternehmen derzeit noch aus.

      • Eugen Thiessen

        31. Juli 2013 at 16:49

        Gibt es Erfahrungswerte von denen, die schon geblockt wurden?

      • dennyfischer

        31. Juli 2013 at 18:08

        Nichts in Zahlen, meines Wissen.

  2. SK5

    31. Juli 2013 at 16:08

    Da muss die Quote schon ziemlich hoch gewesen sein….ansonsten kann und will ich mir das ohne weiteres nicht vorstellen.
    Ich bestelle auch sehr, sehr viel, aber meine Rückquote ist zum Glück ziemlich gering

  3. KeyserSoze

    31. Juli 2013 at 17:06

    Ich bin mit der Angelegenheit zu wenig vertraut
    um ein sicheres Urteil abgeben zu können,
    aber meine und die Erfahrungen vieler anderer Kunden
    bezüglich des Amazon Service sind alle durchweg begeisternd!
    Die Garantieabwickelung und der Umtausch verlaufen vorbildlich,
    besser geht’s nicht. Ich glaube wenn Amazon einem Kunden kündigt
    werden sie schon ihre berechtigten Gründe haben, Ausnahmen
    bestätigen natürlich die Regel. Ein Unternehmen hat das Recht darauf
    gegen Missbrauch vorzugehen, manche Branchen haben gar keinen Bock
    mehr auf Online-Handel (14tägies Umtauschrecht),
    Braut/Hochzeitsmoden zum Beispiel,
    Kleidung einmal getragen und dann zurückgeschickt ;-)
    Oder Großbild Fernseher kurz vor einer Fußball WM/EM ,Olympiade,
    bestellen, 14tage nutzen dann zurückschicken ist auch keine Seltenheit.

  4. Paul

    31. Juli 2013 at 17:17

    Komisch, bestelle seit gut 10 Jahren bei Amazon und habe bis heute noch nix zurückgeschickt. Schön das man es aber könnte und auch schön wenn Amazon gegen Leute vorgeht die dies schlicht Missbrauchen und jedes 600 Euro Smartphone bestellen um es auszuprobieren. Die Artikel müssen per WHD günstiger wieder verkauft werden, also mit verlust. Klar das die das nicht mitmachen wenn jedes fünfte Paket zurück geht wegen „Nichtgefallen“.

    • KeyserSoze

      31. Juli 2013 at 17:27

      Richtig, ich bin sehr viel in Android-Foren aktiv,
      es wird bei unentschlossenen Käufern der „Tipp“ gegeben
      sich doch mehrere Geräte zu bestellen, um dann „in Ruhe“ testen zu können!
      So was geht eindeutig zu weit,
      ehrlich gesagt finde ich solche Vorgehensweisen übel,
      irgendwann wird dies zum Bumerang für die ehrlichen Kunden…

      • paul

        31. Juli 2013 at 20:19

        Frage: wieviele Smartphones und tablets hast du in den letzten 12 Monaten bestellt und wieviele davon behalten?
        OK gebe zu ich Missbräuche den Einzelhandel oft um mir ein gerät anzusehen und auszuprobieren. Gehe in den media Markt oder Saturn probiere aus, vergleiche und am Ende bestelle ich bei amazon das richtige und behalte es. Der unterschied ist im Markt öffnet man keine versiegelte Packung die danach unverkäuflich ist als neu.

      • UE

        18. August 2013 at 18:06

        Warum geht das zu weit? Jeder Versandhändler kennt diese Gesetzeslage und gründet trotzdem ein solches Unternehmen. Warum wohl? Weil es offenbar unter dem Strich immer noch lukrativ ist. Wenn es das nicht mehr ist, gibt es weniger oder keinen Versandhandel mehr, und wieder mehr und glücklichere Einzelhändler. So what?!
        Im Laden kann ich sehr wohl beliebig viele Geräte ansehen, auspacken und am Ende nur eines davon kaufen. Ich würde eher mitgehen, daß die Praxis, generell nur ungeöffnete Ware als neu und ansonsten mit Preisabschlag zu verkaufen, überdenkenswert. Und da sollten sich die Kunden eher mal an die eigene Nase fassen und an der Stelle toleranter sein. Ich habe mich niemals darüber beschwert, daß meine Verpackung schon mal geöffnet war. Solange der Zustand ordentlich und das Produkt quasi neu ist, kann ich damit leben, daß das schonmal jemand in der Hand hatte.
        Klar hört es da auf, wo Leute Produkte kaufen, diese geplant eine Zeitlang nutzen und danach wieder zurück schicken. Klar auch, daß es diese Leute gibt. Aber wenn eine solche Vorgehensweise ersichtlich ist, sind auch anhand der Nutzungsspuren Maßnahmen möglich und angebracht. Das gibt die Gesetzeslage her, die Wertdifferenz kann dem Kunden berechnet werden. Aber wenn es nur um eine geöffnete Verpackung geht, sehe ich das entspannt, daß erwarte ich im guten Fachhandel ja auch. Ich habe schon des Öfteren mehrere Produkte bestellt (z.B. Ohrhörer), die man sicherlich vorab grob selektieren kann, aber letztlich einfach ausprobieren muß. Dann habe ich meine drei Favoriten bestellt und nach Hörprobe zwei dann wieder zurück geschickt.
        Was da natürlich auch eine große Rolle spielt, ist die Gestaltung von Verpackungen. Klassisches Beispiel: Blister
        Aber das sollte man als Kunde ebenso wie der Handel die Produzenten auffordern, besser mehrfach verwendbare Verpackungen zu nutzen.
        Schade, daß Amazon keine Informationen zu dem Fall bzw. generell rausrückt und damit Klarheit schafft, was in Ordnung ist und wo die Grenzen sind. Damit würden sich die Spekulationen erübrigen.

  5. Stephan S.

    31. Juli 2013 at 23:47

    Das Thema kennt man auch aus dem klassischen Versandhandel. Dort werden diese Kunden im Branchenjargon als „Retourensünder“ bezeichnet. Im klassischen Versandhandel erhalten jene Kunden als Vorwarnung oftmals einen Brief, in den man Ihnen höflich erklärt, wie hoch der wirtschaftliche Aufwand der Retourenabwicklung ist, dass Sie bitte Ihr Verhalten überprüfen sollen, da dieses im äußersten Falle auch zur Schließung des Kundenkontos führen kann.

    Ändern die betreffenden anschließend Ihr Verhalten nicht, wird entschlossen reagiert – das verhält sich sehr ähnlich wie bei Amazon. Meiner Beurteilung nach auch vollkommen zu Recht. Das sind Fälle wie z. B: 30 Bestellpositionen – 25 Rücksendungen.

  6. David

    1. August 2013 at 09:33

    Also ich bestelle auch enorm viel bei Amazon, habe persönlich auch schon viel zurück geschickt, aber in 100% der Fälle wegen nachvollziehbaren Problemen oder Mängeln was dann auch entsprechend angegeben wurde, sprich nichts was dann mit den Warehousedeals günstiger weiterverkauft werden muss.

    Ich finde diese Praxis das Fernabsatzgesetzt auszunutzen auch unter aller Sau! kleine Betriebe zerstört sowas da die meist keine große Lagerhaltung mehr haben sondern die Ware explizit für den Kunden erst beim Großhändler bestellen, und dort haben die Unternehmen kein Rückgaberecht wenn es dann vom Kunden zurück kommt.

    €: Wenn ich mir Online Klamotten bestelle kann das ja mal sein das was nich passt, aber das ist was anderen und im Kleidungsgeschäft auch eine vorhersehbare Alltäglichkeit.

  7. Bessa-Wissa

    1. August 2013 at 12:43

    Wenn Amazon die Kundenkonten regelmäßig sperren würde, wäre das sicher schon bekannter.
    Ich wette, dass der Kunde weit über 50% der Artikel wieder zurück geschickt hat und auch vorher schon darauf hingewiesen wurde sein Kaufverhalten zu ändern.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Beliebt