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Android 4.4 KitKat offiziell vorgestellt – Viele Verbesserungen unter der Haube

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Sehr überraschend hatte Google die neue Android-Version bereits vor einigen Wochen schon angekündigt. Doch dafür gab es gute Gründe, denn Android 4.4 hat den Beinamen KitKat. Erstmals trägt eine Android-Version den Namen einer bestehenden Marke, womit man dann auch direkt eine riesige Werbekampagne weltweit startete. Auch das ist und war einmalig. Nicht Key Lime Pie und auch nicht Android 5.0, wie zuvor noch vermutet wurde, hat Google dann heute endlich vorgestellt. Aber Name und Nummer sind letztlich für uns Geeks unwichtig, denn interessant und wichtig ist das, was unter der Haube steckt. Nachdem die dritte Version von Jelly Bean das gefühlt kleinste Android-Update aller Zeiten war, gibt es mit KitKat wieder ein paar mehr Veränderungen.

Besonders zu erwähnen sind die Verbesserungen um Android auf noch mehr Geräte zu bekommen, wofür man stärker Hand angelegt hat. Dafür hat Google vor allem am Speicherverbrauch gearbeitet, den man so enorm senken konnte, sodass Android 4.4 selbst auf Smartphones mit 512 MB RAM die neuste Android-Version problemlos ausführen können. Dadurch hat man sich das Ziel gesetzt auch die nächste Milliarde Nutzer zu erreichen. Multitasking soll durch Verbesserungen schneller sein, wie auch der Touchscreen besser reagieren soll, da Google auch hier Hand anlegte.

dial-pad

Des Weiteren wurde die Suche für die Telefon-App verbessert, welche jetzt Google Apps-Accounts, nahe gelegene Locations und eure Telefonkontakte durchsucht, wodurch man direkt innerhalb der App immer sofort die passende Rufnummer findet, wie eine Art „Gelbe Seiten“. Die Auflistung eurer Kontakte erfolgt nun auf Wunsch nach Häufigkeit des Kontakts mit den Personen. Auch neu ist Hangouts, wie wir bereits wussten, kann der Google-Messenger in der neusten Version jetzt auch SMS und MMS.

Neu ist der Launcher von Android 4.4 ebenso, welcher jetzt dauerhaft die Spracheingabe aktiviert hat, sodass für die Aktivierung nur noch „Ok Google“ ausreicht und nicht mehr extra ein Button gedrückt werden muss. Mit ausgeschaltetem Bildschirm wird das wohl auch funktionieren, wenn es die Geräte unterstützten (beispielsweise mit Snapdragon 800-Prozessor). Des Weiteren hat Google Now eine eigene Seite auf dem Homescreen bekommen, sodass die wichtigsten Infos nur noch einen Wisch entfernt sind. Weitere neue Karten wird es in den kommenden Wochen geben.

Einige Nutzer dürften sich auch über die Unterstützung von Emojis freuen, die auf dem Google Keyboard nun verfügbar sind.

kk-home

Die meisten Änderungen gibt es aber wie zu erwarten war unter der Haube von Android, wie wir heute bereits aufdecken konnten. Mehr Bluetooth-Profile, Neuerungen für NFC, die Unterstützung von Infrarotsendern, die integrierte Unterstützung von Druckern über die Google Cloud und anderen Diensten, diverse Verbesserungen für die Grafikbeschleunigung, eine automatische Erhöhung für Gesprochenes in Sound-Dateien, eine effizientere Wiedergabe von Sound, HTTP Live Streaming, Screen Recording, erweiterter Zugriff auf Infos von Benachrichtigungen durch den Notification Listener, ein neues Framework für Animationen, ein teilweise transparentes Design (Status Bar, Navigation Bar) der grafischen Oberfläche (auch für Apps), ein neuer Edge-to-edge-Vollbildmodus für Apps (blendet auch die Buttons aus), neue Optimierungen für den effizienteren Einsatz der verbauten Sensoren und ein neues Framework für die einfachere Auswahl verschiedener Speicherquellen. Auch diverse Sicherheits-Erweiterungen fehlen nicht. Eine komplette Übersicht mit detaillierteren Ausführungen, die sicher aber interessanter für Entwickler ist, gibt es direkt bei Google zu sehen.

Die Google Play Services bekommen ebenso ein Update, welches ein neues SDK für Mobile Ads von Google mitbringt, die Nutzung von Maps und ortsbasierten Diensten effizienter gestaltet sowie weitere Möglichkeiten für Entwickler mitbringt, ein neuer Dialog für Apps mit Google+ Login, Neuerungen für Google Wallet Instant Buy und dem Nutzer mehr Kontrolle über die Identifizierung für Werbeanzeigen bietet. Auch zu diesen Veränderungen gibt es noch ausführlichere Beschreibungen auf der entsprechenden Seite.

Wann kommen die Updates?

Nexus-Geräte werden in den kommenden Tagen und Wochen ihr Update auf Android 4.4 erhalten, das Nexus 5 wird damit natürlich bereits ausgeliefert. Kein Update gibt es mehr für das Galaxy Nexus, nur Geräte ab 2012 werden offiziell beliefert.

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9 Kommentare
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9 Comments

  1. Lassitter

    31. Oktober 2013 at 19:54

    „Kein Update gibt es mehr für das Galaxy Nexus“…

    …Schade!

    Auch wenn ich kein Galaxy Nexus mehr habe, hatte ich doch gehofft, dass Google die Geräte länger am leben hält. Zumal KitKat jetzt kein Major-Update ist und wohl auch auf leistungsschwächeren Geräten laufen soll.

    Naja…

    • Basti

      31. Oktober 2013 at 20:00

      Das finde ich auch beschämend!

    • Michel

      31. Oktober 2013 at 20:23

      Vor allem da man ja damit prahlt, dass Geräte mit 512 MB flüssig mit Kit Kat laufen sollen. Von daher hätte ich sogar mit einem Update für das Nexus One und das Galaxy S gerechnet.

    • Denny Fischer

      31. Oktober 2013 at 20:25

      Wie schon weiter oben kommentiert – Das dürfte ein Problem mit den Treibern des Prozessors sein, denn Texas Instruments entwcikelt nicht mehr.

    • Lassitter

      31. Oktober 2013 at 22:15

      Ok, das ist natürlich ein Argument.
      An den TI Chip habe nicht mehr gedacht.
      Schaun wir mal wie das nächstes Jahr mit dem Nexus 4 wird…

    • Jumper

      31. Oktober 2013 at 22:22

      Genauso. Es waren immer 18 Monate. Dh. beim bleibenden Update-Rhytmus noch 1 Update und das nächste große major update gibts dann nicht mehr fürs N4

    • jomein

      31. Oktober 2013 at 20:22

      Das Problem ist, dass User gerne über so etwas hinweg sehen, im „Kaufrausch“ und dann sauer sind wenn genau das eintritt.

      Google gibt einen Support von 18 Monaten an, für Updates. Aus den 18 Monaten fällt das Nexus raus. Da nimmt es Google wohl ganz genau, sie haben es aber auch vorher schon gesagt. Nächstes Jahr ist dann wohl das Nexus 4 dranne.

    • Denny Fischer

      31. Oktober 2013 at 20:25

      Das dürfte ein Problem mit den Treibern des Prozessors sein, denn Texas Instruments entwcikelt nicht mehr.

    • Jumper

      31. Oktober 2013 at 21:18

      Liegt wohl eher an TexasInstruments. Die wollen wahrscheinlich keine offizielle Treiber mehr für ein 2 Jahre altes Gerät herstellen.
      Der Port eines Betriebssystem ist nicht schwierig, die Treiber dafür jedoch zu optimieren und zu erstellen schon.

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