Android ist inzwischen modular aufgebaut, neue Funktionen können über neue System-Apps auch nachträglich tief ins System integriert werden. Seit einiger Zeit gibt es den AI-Core, lohnt es sich diesen Abzuschalten?
In der Regel stoßen solche Apps bei eiem großen Teil der Nutzer auch erst einmal sauer auf, denn wenn sie die damit verbundenen Funktionen nicht verwenden, warum sollten sie Speicher und Leistung dafür hergeben? Rund um den „Android AICore“ geistern Nachrichten umher, dass das Löschen der App viel bringen würde.
„Android AICore“ kam mit der KI-Welle auf unsere Android-Smartphones
Der Dienst verwaltet und aktualisiert lokale KI-Modelle wie Gemini Nano, damit diese ohne Internetverbindung direkt auf dem Smartphone ausgeführt werden können. Das benötigt Speicher und Leistung, wenn man die KI-Funktionen nutzt, darunter Textzusammenfassung, Korrekturlesen und solche Dinge.
Die App belegt dauerhaft Speicherplatz auf dem Gerät, wobei die Größe je nach Modell zwischen 1,3 GB und bis zu 7 GB variieren kann. Nutzer berichten von enormen Leistungssteigerungen und Verbesserungen der Akkulaufzeit, wenn sie AICore abgeschaltet haben. Das müsste man ausprobieren.
Klar ist aber, dass zumindest die lokal ausgeführten KI-Funktionen dann nicht mehr verfügbar sind. Was hingegen in der Cloud berechnet wird, zum Beispiel die ChatGPT-App oder die Gemini-App bzw. umfangreiche Aufgaben wie das Bearbeiten von Fotos, wird weiterhin nutzbar sein.
Oft belasten Apps das System, die nicht gut entwickelt sind
Die wichtigste Empfehlung der Kollegen lautet nach einem Selbsttest aber anders: „Wenn Sie besorgt über die Akkulaufzeit sind, empfehle ich, zuerst die selbst installierten Apps auszusortieren, die Sie nicht mehr nutzen, anstatt zuerst System-Apps ins Visier zu nehmen.“
Oftmals sind die Smartphones der Nutzer mit vielen Drittanbieter-Apps überfüllt, die gar nicht verwenden und dennoch das gesamte System damit belasten. Hier würde ich ebenfalls erst einmal ansetzen, bevor man System-Apps aussortiert. Fragt euch, was ihr wirklich benötigt und was möglicherweise nicht.
Denn was Andy Walker schreibt, wird vielen nicht schmecken, die derzeit von einem Placebo berichten. Er konnte beim Galaxy S24 FE nicht einen einzigen echten Vorteil bemerken, nachdem Android AICore deaktiviert war. Klar, man räumt etwas Speicher frei, aber gerade beim Umgang mit dem Arbeitsspeicher ist das System ohnehin intelligent.
Vielleicht springt jedoch eine verlängere Akkulaufzeit raus, immerhin ist dann ein Dienst im Hintergrund weniger aktiv. Die meisten berichten, hier einen Vorteil zu spüren. Aber auch das, kann und sollte man selbst auf die Probe stellen. Durchaus ist es möglich, dass andere Apps in Fehler laufen, wenn AICore abgeschaltet ist und dann selbst den Akku unnötig belasten.

Naja Akku hatte sich bei mir nicht viel geändert. Auch so merkte ich nicht viel ob sich Geschwindigkeit ect verändert hatte. Habe schlichtweg keine Verwendung für diese App. Mir reichen Private Compute Services und Android System intelligence vollkommen aus. Aber schön das Google einen die Wahl lässt. Wird es benötigt einlassen, wird es nicht benötigt. Deaktivieren..😃
Das ist doch nun nichts neues. Die Leute denken auch klug und beschneiden das Betriebssystem indem sie Systemkomponenten deaktivieren und gleichzeitig belasten sie das System damit zB ständig die Hintergrundprozesse und archivierten Cache und angelegten RAM-Dateien zu killen was überhaupt keinen positiven Effekt auch die langfristige Performance des Systems hat.
Ich hatte mal einen Bekannten der ständig im Task Manager seines Laptops ist und Systemdienste die seiner Meinung nach überflüssig sind zu schließen und freute sich denn der Task Manager 50% des RAMs als „frei“ auswies.
Ich habe eine Zeitlang versucht ihm zu erklären das die Windows Aufgabensteuerung die Prozesse im Hintergrund ohnehin bald neu reinlädt und alles was er somit schafft ist das die mehrfach neu laden müssen. Und dass sein freier RAM deutlich besser genutzt wäre würden darin Systemdienste im Standby liegen. Es hat nicht viel gebracht… :)
„Oftmals sind die Smartphones der Nutzer mit vielen Drittanbieter-Apps überfüllt, die gar nicht verwenden und dennoch das gesamte System damit belasten. Hier würde ich ebenfalls erst einmal ansetzen, bevor man System-Apps aussortiert.“
Ich kann jetzt nur von Samsung Geräten sprechen aber dort gibt es eine Funktion namens „Grenzen der Hintergrundnutzung“ und die ist in verschiedene Stufen unterteilt.
Apps die eine Zeit lang nicht genutzt wurden werden in den Standby geschickt während Apps die sehr lange nicht in Verwendung waren in den tiefen Standby geschickt werden.
Das macht schon einiges an Akkulaufzeit aus und man sollte als Nutzer auch mal besonders darauf achten was für Apps im tiefen Standby landen da dies auch beim Aussortieren hilft. Apps die zB für Thermostate zuständig sind und jeden Winter benötigt werden sollte man natürlich nicht deinstallieren da man sie ja sonst jedes Jahr erneut einrichten muss.