Eigentlich bin ich ein Fan von Android Automotive, aber während meiner Testfahrten mit dem Volvo C40 Recharge sind mir ein paar negative Dinge aufgefallen. Denn gerade bei der Ladeplanung, die für E-Fahrer so, so wichtig ist, braucht es unbedingt noch einige Nachbesserungen. Ich will euch mal zusammenfassen, wo Google für Android Automotive mit Google Maps noch unbedingt nachbessern muss.

Zu wenige Filter für Ladesäulen

Die „Probleme“ fangen schon beim Filtern von Ladestationen an. Man kann zwar umfangreich nach kompatiblen Apps bzw. Zahlmitteln filtern. Bei der Ladegeschwindigkeit ist die Auswahl der Filter wiederum extrem dünn. Hier gelten Schnelllader schon ab 50 kW. Wenn ich aber gerne wenigstens immer mit 100 kW laden möchte, lässt sich das nicht so detailliert filtern. Also muss ich in der Liste der Ladestationen händisch suchen, welche tatsächlich schnelle Ladesäule für mich infrage kommen.

Zum Zeitpunkt des Artikels ist die Option „Schnelllader ab 50 kW“ tatsächlich die einzige gewesen.

Ladesäulen entlang der Route ändern

Und wenn ich bei der Routenplanung gerne mal andere Ladesäulen wählen würde, ist das auch nicht einfach möglich. Was ich mir vorstelle: Routenplanung erstellen und dann automatisch ausgewählte Ladesäulen ersetzen können. Das ist bis dato nicht möglich. Was ich auch antippe, nichts passiert. Ich habe gesehen, dass VW mit seiner neuen Software genau das möglich macht.

Heißt: Google Maps in Android Automotive schlägt mir eine Route mit Ladepunkten vor und ich muss sie exakt so hinnehmen. Anpassbarkeit? Fehlanzeige!

Routenplanung mit Ladepausen am Telefon oder PC

Was mir ebenfalls fehlt, ist eine Verbindung zu Google Maps auf anderen Geräten. Ich bin zwar überall mit meinem Google-Konto angemeldet, aber eine E-Routenplanung ist in Google Maps außerhalb des Fahrzeugs nicht so einfach möglich.

Was ich gerne können würde: Eine Route auf dem Telefon oder PC planen und sie dem Auto per Klick bereitstellen. Geht leider nicht, auch nicht mit Google Maps auf einem Android-Telefon von Google Pixel.

Verbindung zum Smartphone fehlt fast komplett

Für mich ist ein merklicher Kritikpunkt, dass es immer noch keine ordentliche Verbindung zu Android-Telefonen gibt. Ich müsste in Google Maps auf meinem Android-Telefon direkten Zugriff auf Daten des Fahrzeugs mit Android Automotive haben. Um jene Dinge umzusetzen, die ich euch erklärt habe.

Zum Beispiel eine Routenplanung auf Basis des aktuellen Ladestands. Oder auf Basis der Fahrzeugdaten, um die Routenplanung mit der theoretischen Reichweite durchführen zu können. So kann ich zwar eine Route mit Zwischenstopps an Ladesäulen auf dem Telefon erstellen, aber hierfür muss ich alles selbst ausrechnen und planen.

Fazit: Man muss sich aufs System verlassen

Es gibt eindeutig zu wenige Optionen und es fehlen die nahtlosen Verbindungen zu anderen Geräten. So ist man immer darauf angewiesen, dass die Routenplanung gut und intelligent genug ist. Für Vielfahrer sicherlich ein Problem, wenn sie ihre Erfahrungen in die Routenplanung eben nicht einbringen können. Da ist noch sehr viel Luft nach oben. Was hoffentlich besser wird, wenn immer mehr Partner bei Android Automotive OS mitmachen.

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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