Android-Chef ist frustriert über Update-Situation, Verbesserungen in Sicht

Nicht nur Nutzer sind über die anhaltende Situation rundum Android-Updates verärgert, auch die Verantwortlichen bei Google schieben Frust und arbeiten zugleich an Lösungen. Über kurz oder lang wird es nicht die endgültige Lösung geben, die eine superschnelle Update-Verteilung über viele Geräte hinweg ermöglicht, doch Google arbeitet fieberhaft daran den Update-Prozess bei neuen Android-Versionen für die Hersteller weiter zu vereinfachen.

Entscheidende Schritte waren da ja schon die sogenannten Dev Previews, die man mit Android 5 Lollipop vor zwei Jahren einführte. Dadurch bekam im Prinzip jeder einen Zugriff auf die neue Android-Version schon im frühen Stadium der Entwicklung. Heute sehen wir leichte Ergebnisse, Hersteller wie Lenovo/Motorola beliefern „schon“ drei Monate nach Release von Android 7 Nougat ihre ersten Geräte damit.

Trotzdem ist Hiroshi Lockheimer (SVP Android) noch immer frustriert darüber, wie der aktuelle Update-Prozess bei Android vonstatten geht, denn die Auslieferung auf eine Großzahl der Geräte dauert einfach zu lange. Andererseits ist das eine logische Schlussfolgerung aufgrund der heutigen Größe von Android. Um die 1,4 Milliarden Smartphones* und Tablets mit Google Play sind im Umlauf, davon sind 374 Millionen Geräte mindestens mit Marshmallow unterwegs.

Man kann diese Zahlen also immer unterschiedlich wahrnehmen, weshalb wir schon seit einiger Zeit die monatlich aktualisierten Zahlen der Android-Plattform nicht mehr verbloggen. Sie bewegen sich sowieso kaum. Denn bleibt es ein Fakt, dass offiziell derzeit lediglich eine Handvoll Smartphones bekannter Hersteller mit Android 7 Nougat beliefert wird und das nach nun bald vier Monaten seit Release dieser Android-Version.

Ohne Feinheiten genannt zu haben, könnte Lockheimer bei den Verbesserungen des Update-Prozesses indirekt auf die Android Extensions hingewiesen haben. Diese könnten dazu dienen, dass Google in Zukunft diverse Bestandteile des Betriebssystems über den Google Play Store aktualisieren kann. Noch gibt es dazu aber nur Spekulationen aufgrund erster entdeckter Hinweise.

[via All About Android, derStandard]

  • Ach, das wird doch schon seit Froyo versprochen, ändern wird sich daran aber nicht viel. Gut, an der Geschwindigkeit sieht man leichte Verbesserungen, da die Hersteller näher an Stock Android bleiben, aber eine Versorgung über mehr als ein oder zwei Jahre wird es nicht geben. Daran haben die Hersteller auch gar kein Interesse, schließlich wollen sie auf dem gesättigten Smartphonemarkt weiterhin Geräte verkaufen. Immerhin wird einem seit Jahren auch erfolgreich an jeder Ecke suggeriert, dass Geräte, die 2 Jahre oder älter sind „total veraltet“ sind. Dass das nicht wahr ist, zeigen die Custom Roms der Community. Solang die Hersteller – und da zählt auch Google selbst dazu – nicht bereit sind ein Gerät über 3, 4 oder sogar 5 Jahre aktuell zu halten, wird die Fragmentierung bleiben.

    • Hier geht es ja auch nicht um die Dauer des Supports, sondern um die Geschwindigkeit