Filter zur Gesichtsoptimierung sind auf vielen Android-Smartphones ab Werk aktiviert und lassen sich nicht komplett abgeschalten. Google bessert hier nach.

Einige Android-Hersteller setzen auf zusätzliche Modi ein, damit Gesichter über die Kamera-App schon vor und während der Aufnahme bearbeitet werden. Der gemeinhin als Beauty-Mode bekannte Modus ist bei diversen Herstellern voreingestellt, in der Regel durch einen auffällig schlechten Weichzeichner zu erkennen. Es gibt keinen einzigen Grund, diese Funktion gut zu finden, deshalb geht Google deutlicher dagegen vor.

Gesichtsoptimierung ist selten eine Verbesserung

Es gibt eine neue Vorschrift in der Vereinbarung zur Kompatibilität, in welcher Google vorgibt, dass Algorithmen zur Gesichtsoptimierung während der Bildverarbeitung nicht zulässig sind. Das gilt zumindest für Android-Geräte, welche die Camera API von Google ansprechen.

„Es scheint, dass Google OEMs verbietet, während der Bildverarbeitung Algorithmen zur Gesichtsoptimierung zu implementieren. Dies bedeutet, dass bei allen Bildern standardmäßig keine Gesichter optimiert wurden, dies jedoch im Nachhinein möglich ist. Wenn Sie also die Schönheitsmodi ausschalten, sind sie tatsächlich ausgeschaltet.“

Es gibt einige Android-Smartphones, bei denen der Beauty-Mode ausgeschaltet werden kann, dennoch ein entsprechender Filter auf einem recht niedrigen Level aktiv bleibt. Das kann in Zukunft wohl nicht mehr möglich sein.

Weichzeichner wirkt meist unnatürlich

Ihr merkt schon, ich bin von diesen Effekten wirklich kein Fan. Vor allen Dingen nicht, wenn sie von Haus aus aktiviert sind. Ich habe bislang jedenfalls keinen Filter zur Optimierung von Gesichtern gesehen, der wirklich gut ist und nicht total überdreht aussieht. Meist werden Gesichter nur weich gezeichnet, wodurch die Haut extrem unnatürlich aussieht. Eigentlich kann man das gar nicht als Effekt oder Filter bezeichnen. Zu finden sind diese Funktionen in der Regel auf chinesischen Smartphones, Hersteller wie Google verzichten darauf komplett.

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

Nehmen Sie an der Konversation teil

2 Kommentare

  1. Das „freie“ Betriebssystem.

    Weiter so Google, die Mutation hin zu Apple mit allen seinen schlechten Seiten ist fast vollzogen.

    Die guten Seiten, nämlich Stabilität, Kompabilität und Langlebigkeit habt ihr selbst bei Geräten aus dem eigenen Haus völlig vergessen.

    Stichwort Pixel 3 und Android 10 (deutlich langsamer, Instabil darunter auch einr sehr langsamer Kamera – man schaue mal in den Playstore diesbezüglich der Erfahrungsberichte und das alles auch Monate nach dem ersten Release).

    Dazu hat Google Root nun serverseitig einen Riegel vorgeschoben. Sprich Magisk Hide und Konsorten gehören der Vergangenheit an.

    Wenn man jetzt auf einem gerooteten Geräte diverse Apps laufen lassen woll, ist man hiervon ausgeschlossen.

    Natürlich nur aus Gründen der Sicherheit! Das ist sogar deutlich schlimner als es beim Jailbreaken jemals war, da es nicht mehr geknackt werden kann.

    Dabei schauen sie auch still zu wie Hersteller wie Xiaomi das System mit Werbung zubomben, sprich Werbeeinblendungen über Apps wie WhatsApp.

    Ich empfehle niemanden in meinem Freundeskreis und Verwandtschaft seit Android 10 mehr Android-Geräte.

    Die Grenze ist deutlich überschritten worden, ich werde jetzt Sailfish OS nutzen, das einen Android 8.1 Kompabilitätsmodus hat.

    Der zumindest solange noch funktioniert bis Google das auch noch per API Serverseitig sperrt.

    Natürlich alles aus Gründen der Sicherheit.

    Dabei fallen natürlich rein zufällig auch solche Dinge wie fstrim aus Android 10 raus – so kann nämlich schleichend dabei zuschauen wie das Gerät immer langsamer wird und ist genötigt irgendwann alles völlig neu zu installieren, oder aber sich einfach ein neues Gerät zu kaufen.

    Google denkt echt ihre Nutzer sind Blöde.

    1. Sorry für die ganzen Schreibfehler, man kann hier leider nicht editieren/korrigieren.

Hinterlassen Sie bitte einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.