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Android mit Google-Apps: An diese Regeln müssen sich die Hersteller halten

Erst gestern hatten wir über das Open Source-Betriebssystem Android berichtet, das ohne die Google-Apps eigentlich kaum noch attraktiv ist. Ein am gestrigen Tag aufgetauchtes Dokument deckt nun etwas genauer auf, welche Regeln Google den Herstellern vorschreibt, wenn die auf die Google Mobile Services setzen.

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Dafür bedarf es eine Zertifizierung von Google und das Mitspielen nach den Regeln des Suchmaschinenriesen. Nachdem das MADA bereits 2009 auftauchte, gibt es nun einen Leak der 2011er Version des Mobile Application Distribution Agreement. Das geht ein Hersteller mit Google ein, wenn die eigenen Geräte mit den GMS ausgeliefert werden, die in den vergangen Tagen schon öfter im Fokus der Presse standen.

Alle oder keine

Ein besonders wichtiger Bestandteil des MADA ist die Forderung von Google, dass ein Hersteller bei Zertifizierung auch dazu gezwungen ist, alle vorgeschriebenen Apps von Google zu installieren. Geräte nur mit Google Play Store auszuliefern wäre verboten. Google Suche, Google Maps, Google Kalender etc. müssen mit vorinstalliert sein. Einige Apps wie Google Earth sind allerdings optional. Diese Vorschriften werden immer mal wieder angepasst.

Während die meisten Apps beim ersten Start eines Gerätes auch im App Drawer liegen dürfen, müssen die Suchleiste und auch der Play Store zwingend auf dem Homescreen und maximal einen Wisch (beispielsweise zweite Homescreen-Seite) entfernt sein. Natürlich muss Google die Standardsuche sein, zudem hat auch der Google Network Location Provider als Standard eingerichtet zu sein.

Das Anbieten der Google-Apps in anderen Stores, wie etwa bei Samsung Apps, ist selbstverständlich untersagt.

Monatlicher Rapport

Doch nicht nur die Apps sind entscheidend, denn Google will auch ein paar Infos von den Herstellern. So fordert man monatliche Verkaufsstatistiken, um zu erfahren, wie viel Geräte in welchen Regionen verkauft wurden. Die besten Statistiken über die Verkäufe von Android-Geräten haben also theoretisch Google.

Mit den Anpassungen nicht übertreiben

Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass Google mit Samsung ein wenig im Streit lag, weil Samsung die Anpassungen von Android auf ihren Geräten deutlich übertrieben hatte. Laut MADA fordert Google tatsächlich von den Herstellern Android nicht zu extrem zu verändern, wie es etwa Amazon mit dem Fire OS auf den eigenen Tablets macht, aber die haben eh keine Lust auf die GMS. Gültig ist die Zertifizierung über zwei Jahre, in welchen auch Software-Updates für Geräte natürlich dieser entsprechen müssen.

Ist Android noch offen?

Darüber wird ja immer wieder gerne diskutiert. Natürlich ist Android weiterhin offen, komplett frei verfügbar. Google hat es aber geschafft Dienste wie Maps, YouTube und den eigenen App Store derart populär zu machen, dass große Hersteller auf diese kaum verzichten können, wenn sie ihre Geräte ernsthaft verkaufen wollen. Das nutzt Google verständlicherweise aus, um die Hersteller eben doch ein wenig zu lenken, obwohl sie ein Open Source-Betriebssystem nutzen.

Wir können immer wieder nur aus Sicht des Nutzers sagen, dass der aktuelle Weg für uns weiterhin sehr positiv ist. Umso mehr Bestandteile Google in den Play Store auslagert, umso weniger sind neue und erweiterte Funktionen von Firmware-Updates abhängig.

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(via Androidauthority)