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Android N(euerungen): Datenkomprimierung, neuer Doze-Mode und mehr

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Android N Logo

Auf auf, meine Freunde, in die dritte Runde, wir schauen uns weiterhin die Neuerungen der Android N Dev Preview an und stellen sie euch vor. Runde 1 gibt es hier und Runde 2 findet ihr unter diesem Link. Nun gehen wir erneut auf neue bzw. neue erweiterte Funktionen ein, wie beispielsweise auf den nochmals verbesserten Doze-Mode aus Android Marshmallow. Brandneu ist zudem der sogenannte Data Saver, in der deutschen Android-Version hört die Funktion auf „Datenkomprimierung“.

UPDATE: Wir haben inzwischen einen zusammenfassenden Artikel mit allen Neuerungen der finalen Version von Android 7 Nougat verfasst, einfach diesem Link folgen.

Datenkomprimierung für mobiles Internet

In vielen Ländern ist das mobile Internet nicht nur grundsätzlich schlecht ausgebaut, sondern auch noch in den Geschwindigkeiten deutlich eingegrenzt. Und dann gibt es ja auch noch die vermeintlich fortschrittlichen Regionen wie Deutschland, in denen man kaum noch einen Mobilfunkvertrag ohne LTE bekommt, der allerdings absolut immer durch ein in der Regel niedriges Volumen eben doch limitiert ist. Um möglichst viel aus den individuellen Gegebenheiten rauszuholen, integrierte Google in Android N eine optionale Datenkomprimierung.

Aktivieren kann man die Datenkomprimierung direkt über die Schnelleinstellungen. Sie regelt den Datenverkehr der Hintergrunddaten und komprimiert den Datendurchsatz. Ist nur mobiles Internet verfügbar, dürfen Apps keine Hintergrunddaten versenden oder empfangen. Das spart Akku und verhindert unnötigen Datenverkehr. Natürlich lassen sich Apps auch von der Komprimierung ausschließen. Ist die Datenkomprimierung aktiviert, wird man unter anderem durch eine Art „Pause“-Icon in der Status Bar darauf hingewiesen.

Android N Datenkomprimierung

Neuer Doze-Mode

Ab Android Marshmallow können Smartphones und Tablets dösen. Apps, Netzwerkverkehr und Wakelocks werden im Hintergrund eingefroren, wenn das jeweilige Gerät über einen längeren Zeitraum ungenutzt rumliegt. Das ist ein guter Ansatz aber nicht immer hilfreich, denn oftmals greift Doze einfach nicht, weil das jeweilige Gerät zwar aus aber viel in Bewegung ist (Hosentasche oder so). In Android N bessert Google nach, der Doze-Mode greift jetzt nach einer gewissen Zeit, auch wenn sich das Gerät beispielsweise in der Hosentasche des Nutzers befindet und dadurch ständig durchgeschüttelt wird.

Ist das Gerät über einen längeren Zeitraum ausgeschaltet, hat der bisherige normale Doze-Mode nach einer Weile zusätzlich GPS, Wakelocks usw. eingegrenzt, was weiterhin auch in Android N so bleiben wird. Im neuen zusätzlichen „nicht stationären“-Modus wird Doze allerdings etwas weniger einschränken, es werden nur die Netzwerkaktivitäten und die CPU-Aufgaben verzögert bzw. eingegrenzt.

Der Unterschied von Doze in Android M zu Doze in Android N ist auch in einem Satz erklärt: Das Smartphone döst jetzt nach einer gewissen Zeit definitiv immer, egal ob es auf einem Tisch liegt oder sich in einer Hosentasche bewegt. (via Androidpolice)

Doze in Android N

Notfallinformationen

In Android N kann man für die eingerichteten Benutzer Notfallinformationen hinterlegen. Diese sind für jeden über den Lockscreen abrufbar, wenn man auf dem Lockscreen die Notruftaste drückt. Diese Notfallinformationen beinhalten neben dem Geburtstag die Blutgruppe, Infos zur Organspende, Allergien, Notfallkontakte und noch einiges mehr. (via Androidcentral)

Android N Notfallinformationen

Besserer Dateimanager

Seit Marshmallow gibt es in Android einen rudimentären Dateimanager fest ins System integriert, den man über den Datenspeicher in den Systemeinstellungen finden kann. Unter Android N gibt es neue Funktionen, man kann nun Dateien umbenennen, verschieben, kopieren, neue Ordner erstellen und den Dateimanager nun sogar in mehreren Instanzen geöffnet haben. Jetzt könnte Google dem Dateimanager mal noch „eine eigene App“ spendieren, die sich über den Homescreen erreichen lässt.

Android N Dateimanager Screenshot

Blockierte Rufnummern für andere Apps

Schon länger kann man im Dialer von Android nervige Rufnummern blockieren, in Android N hat man diese Funktion auf die Systemebene gebracht. Damit können diverse andere Dienste blockierte Nummern einschreiben und auch aus dieser Liste lesen, wie etwa der eigene Provider bzw. Proider-Apps. Habe ich einmal eine Nummer blockiert, ist diese dann beispielsweise auch automatisch für die Standard-SMS-App eures Gerätes blockiert. (via Androidpolice)

2016-03-10 15_08_22

Farbkalibrierung

Im System UI Tuner kann man nun auch die Farbe des Displays kalibrieren, funktioniert bei mir auf dem Nexus 5X allerdings nicht so richtig. Buuugs :(

>>> mehr Artikel zu Android N

1 Kommentar
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1 Kommentar

  1. MarekMcFly

    11. März 2016 at 03:13

    Die meisten Neuerungen sind definitiv lobenswert. Der neue Doze-Mode könnte diverse 3rd-Party-Apps zur Optimierung der Deepsleep-Time, wie z.B. Greenify, Amplify, etc., ablösen. Solche ins System tief integrierte Optionen haben das Potential besser zu funktionieren und dessen Ressourcen zu schonen. Mal sehen inwieweit Google dies ausschöpfen wird.

    Die „Notfallinformationen“ sind mMn. hingegen eine „nette“ Art und Weise äußert interessante sowie persönliche und schwer zugängliche Informationen vom Benutzer zu bekommen…

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