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Android Wear und Co sind alles, nur nicht cool

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Android Wear hatte ich bislang nie länger im Test, immer nur sehr kurz in der Hand. Jetzt habe ich mit der G Watch R von LG aber endlich mal ein Gerät für einen längeren Zeitraum verfügbar. Ich hatte mich richtig darauf gefreut. Ich mag Uhren, ich liebe Android, die G Watch R fühlt sich zudem sehr gut an. Aber tatsächlich habe ich schon nach vielleicht fünf Stunden mit Android Wear keine Lust mehr auf das System gehabt. Klar, ein schnelles Fazit, weshalb ich doch noch ein paar Tage gewartet habe. Nun sind die ersten 72 Stunden vergangen, Android Wear macht mir deshalb aber nicht mehr Spaß als vorher.

Steuerung und Spracheingabe

Allein der Aufbau des Systems schreckt bei jeder Bedienung immer wieder ab, mir gefällt dieses ständige rumgewische nicht wirklich. Mein Problem ist, dass ich ständig das Gefühl habe etwas suchen zu müssen und etwas verpasst zu haben. Des Weiteren ist die Spracheingabe schön und gut, nur muss ich beispielsweise beim Facebook Messenger vorher die Nachricht öffnen und danach noch den Menüpunkt „Antworten“ suchen bzw. auswählen. Irgendwie uncool. Spracheingabe überhaupt. Ist zwar eine gute Idee, doch die nutzt man wohl auch nur im privaten Umfeld, bestenfalls wenn man alleine ist. Selbst mit der Familie auf dem Sofa fange ich nicht an mit mir selbst zu reden, nur weil meine Uhr das ermöglicht. Ist irgendwie noch schlimmer, als ständig das Smartphone in der Hand zu halten.

[youtube http://youtu.be/AoStkTexc0M?t=1m39s]

Nie so richtig praktisch

Ich gucke auf meine Smartwatch, um neue Benachrichtigungen lesen zu können. Schön und gut, nur irgendwie denkbar unpraktisch, vor allem wenn ich auf bestimmte Nachrichten antworten will. Das Smartphone kommt eben doch immer wieder zum Einsatz. Das gilt aber für alle Plattformen dieser Art. Nur ganz selten war die Anzeige praktisch und ersparte mir Zeit oder besser gesagt das Smartphone, wie beispielsweise im Auto, um die Nachrichten am Handgelenk kurz zu lesen und per Sprache darauf zu antworten. Das war es dann aber auch schon wieder.

Wofür dann?

Wie viele andere bin ich auf der Suche nach einem Mehrwert der Wearables, doch in den Android Wear-Smartwatches finde ich diesen auf Anhieb nicht. Activity-Tracking wäre jetzt noch interessant für mich, da ich regelmäßig Fußball spiele. Dann muss aber zwingend ein Gerät mit GPS oder so her, ein reiner Schrittzähler ist da eher unspannend. Mit Android Wear kann ich tatsächlich nicht viel anfangen, was aber keines Wegs an der G Watch R liegt, sondern einfach am Betriebssystem und an der Produktkategorie selbst.

Etwas praktischer finde ich dann noch die nahe Zukunft, dass Autos über die Uhr geöffnet werden können. Auch die Steuerung von Licht im Haus oder in der Wohnung empfinde ich zumindest als nice-to-have, mehr aber auch irgendwie nicht. Des Weiteren ist der vibrierende Wecker der Smartwatch ziemlich cool, besser als ein piependes Handy jeden Morgen.

Abschließend

Vielleicht widerspreche ich mir sogar selbst, habe ich „früher“ noch anders über Smartwatches geredet. Vier verschiedene Systeme hatte ich bis jetzt ausprobieren können (Android komplett, Android Wear, Android „verschlankt“ und Pebble), mit mehr Freude erinnere ich mich da an meine Pebble zurück. Ich kann nur nicht sagen, warum das so ist. Vollwertige Smartphones als Uhr möchte ich nicht, beschnittene Systeme sind aber auch irgendwie nicht so richtig geil. Der Typ für Smartwatches bin ich offensichtlich nicht. Damit hätte ich neben klassischen Tablets eine zweite für mich völlig uninteressante Kategorie gefunden. Wie sind eure Erfahrungen?

9 Kommentare
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9 Comments

  1. Jörn Schmidt

    12. Januar 2015 at 12:50

    ja so richtig warm werde ich mit den Smartwatches irgendwie auch nicht

  2. Alanbay

    12. Januar 2015 at 14:24

    Stimme dir voll zu. Das vieles auf Spracheingaben ausgelegt ist, empfinde ich auch nicht für sehr praktisch. Was mich auch stört, ist das ganze Google Zeug auf der Uhr wie z.B. Google Fit, Google Music, Google Now. Leider kann den sch..ß auch nicht deinstallieren… Wundert mich nicht, das Samsung mit Tizen und LG mit Web OS ihr eigenes Ding aufziehen. War schon oft am überlegen das Teil wieder zurück zu schicken. Werde das Teil trotzdem mal behalten, nur um die Entwicklung genauer mitzuerleben.

    • Denny Fischer

      12. Januar 2015 at 15:22

      Mal sehen, welche Bedienkonzepte noch so kommen und was die Apple bewirken wird :)

  3. ted

    12. Januar 2015 at 14:34

    da ich nicht denke, dass ich eine Smartwatch brauche (zumindest bei den jetzt verfügbaren), kaufe ich mir auch keine nur zum mal testen. Ist mir einfach zu teuer. Ab der 3. Generation oder so wird es dann vielleicht interessanter für mich. Habe keine Lust zu bezahlen um „beta“ Tester zu sein.

    • Denny Fischer

      12. Januar 2015 at 15:23

      Joa, aktuell sind Smartwatches noch ein Versuch. Keiner weiß so richtig, wie das richtige Bedienkonzept aussehen wird.

  4. Andy

    12. Januar 2015 at 16:11

    Den Mehrwert einer Smartwatch merkt man dann, wenn man sie nicht trägt und sich dabei ertappt auf sein Handgelenk zu schauen. Ich bin absolut der Meinung, dass es noch viel Potential gibt und das erst der Anfang ist. Aber warum immer das Killerfeature suchen? Es gibt Funktionen, wo ein Smartphone und eine Uhr mehr bieten als nur ein Smartphone – es zu ersetzen ist gar nicht gewollt.

    • Denny Fischer

      12. Januar 2015 at 16:36

      Ich suche gar nicht mal nach einem Killer-Feature, eher mehr nach einem Grund das Geld für so ein Gerät auszugeben. Da ich gern ein gutes Design hätte, muss ich 200 Euro oder mehr ausgeben. Für mein Nutzungsszenario gibts bislang halt nichts, was einen Kauf rechtfertigen würde. Navigation am Handgelenk, dass finde ich auch richtig geil, allerdings kommt das viel zu selten zum Einsatz :(

    • Andy

      12. Januar 2015 at 17:14

      Ich denke man kann mindestens die selben Gründe bringen, weshalb sich Leute normale Uhren jenseits der 200 Euro kaufen. Zusätzlich kann man halt fragen, wie alt Angela Merkel ist, muss dafür aber auf Akku verzichten ;-)

  5. Marco

    13. Januar 2015 at 04:15

    Ich finde die einzig gute Smartwatch derzeitig ist die Gear S. Hatte selbst viele andere Geräte am Handgelenk und nur die Gear S wird meinen Ansprüchen gerecht. Das beste ist das ich mein Note auch mal im Auto oder daheim lassen kann und trotzdem 100% erreichbar bin.

    Für mich ist hier der Mehrwert das ich ein vollwertiges Smartphone am Handgelenk habe und nicht wegen jeder Nachricht oder Telefonat das Smartphone brauche.

    Teste doch mal die Gear S ;-)

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