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Android

Android Wear und Co sind alles, nur nicht cool

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Android Wear hatte ich bislang nie länger im Test, immer nur sehr kurz in der Hand. Jetzt habe ich mit der G Watch R von LG aber endlich mal ein Gerät für einen längeren Zeitraum verfügbar. Ich hatte mich richtig darauf gefreut. Ich mag Uhren, ich liebe Android, die G Watch R fühlt sich zudem sehr gut an. Aber tatsächlich habe ich schon nach vielleicht fünf Stunden mit Android Wear keine Lust mehr auf das System gehabt. Klar, ein schnelles Fazit, weshalb ich doch noch ein paar Tage gewartet habe. Nun sind die ersten 72 Stunden vergangen, Android Wear macht mir deshalb aber nicht mehr Spaß als vorher.

Steuerung und Spracheingabe

Allein der Aufbau des Systems schreckt bei jeder Bedienung immer wieder ab, mir gefällt dieses ständige rumgewische nicht wirklich. Mein Problem ist, dass ich ständig das Gefühl habe etwas suchen zu müssen und etwas verpasst zu haben. Des Weiteren ist die Spracheingabe schön und gut, nur muss ich beispielsweise beim Facebook Messenger vorher die Nachricht öffnen und danach noch den Menüpunkt „Antworten“ suchen bzw. auswählen. Irgendwie uncool. Spracheingabe überhaupt. Ist zwar eine gute Idee, doch die nutzt man wohl auch nur im privaten Umfeld, bestenfalls wenn man alleine ist. Selbst mit der Familie auf dem Sofa fange ich nicht an mit mir selbst zu reden, nur weil meine Uhr das ermöglicht. Ist irgendwie noch schlimmer, als ständig das Smartphone in der Hand zu halten.

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Nie so richtig praktisch

Ich gucke auf meine Smartwatch, um neue Benachrichtigungen lesen zu können. Schön und gut, nur irgendwie denkbar unpraktisch, vor allem wenn ich auf bestimmte Nachrichten antworten will. Das Smartphone kommt eben doch immer wieder zum Einsatz. Das gilt aber für alle Plattformen dieser Art. Nur ganz selten war die Anzeige praktisch und ersparte mir Zeit oder besser gesagt das Smartphone, wie beispielsweise im Auto, um die Nachrichten am Handgelenk kurz zu lesen und per Sprache darauf zu antworten. Das war es dann aber auch schon wieder.

Wofür dann?

Wie viele andere bin ich auf der Suche nach einem Mehrwert der Wearables, doch in den Android Wear-Smartwatches finde ich diesen auf Anhieb nicht. Activity-Tracking wäre jetzt noch interessant für mich, da ich regelmäßig Fußball spiele. Dann muss aber zwingend ein Gerät mit GPS oder so her, ein reiner Schrittzähler ist da eher unspannend. Mit Android Wear kann ich tatsächlich nicht viel anfangen, was aber keines Wegs an der G Watch R liegt, sondern einfach am Betriebssystem und an der Produktkategorie selbst.

Etwas praktischer finde ich dann noch die nahe Zukunft, dass Autos über die Uhr geöffnet werden können. Auch die Steuerung von Licht im Haus oder in der Wohnung empfinde ich zumindest als nice-to-have, mehr aber auch irgendwie nicht. Des Weiteren ist der vibrierende Wecker der Smartwatch ziemlich cool, besser als ein piependes Handy jeden Morgen.

Abschließend

Vielleicht widerspreche ich mir sogar selbst, habe ich „früher“ noch anders über Smartwatches geredet. Vier verschiedene Systeme hatte ich bis jetzt ausprobieren können (Android komplett, Android Wear, Android „verschlankt“ und Pebble), mit mehr Freude erinnere ich mich da an meine Pebble zurück. Ich kann nur nicht sagen, warum das so ist. Vollwertige Smartphones als Uhr möchte ich nicht, beschnittene Systeme sind aber auch irgendwie nicht so richtig geil. Der Typ für Smartwatches bin ich offensichtlich nicht. Damit hätte ich neben klassischen Tablets eine zweite für mich völlig uninteressante Kategorie gefunden. Wie sind eure Erfahrungen?

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