Android: Wie die besten Neuerungen von KitKat nichts mehr mit Open Source zu tun haben

Google wird seit einiger Zeit dafür kritisiert, dass das eigentliche Open Source-Betriebssystem Android ohne die Google Mobile Services nicht mehr wirklich viel wert ist. Was theoretisch zum Vorteil für Nutzer wird, ist ein wohl eher wenig bequemer Zwang für die Hersteller. Ron Amadeo hat sich jetzt mal genauer die Webseite zu den Neuerungen von Android 4.4 KitKat angeschaut und ihm ist da schnell etwas aufgefallen.

Android KitKat

Wer nicht die Google Mobile Services einsetzt, will seine Geräte entweder in China verkaufen oder hat kein Interesse daran überhaupt Geräte zu verkaufen. Denn längst ist von dieser Lizenzierung weit mehr als nur der Play Store abhängig, denn ohne diesen, gibt es fast gar nichts mehr. YouTube, die Tastatur, der Kalender, die Musik-App, der Launcher und mehr lagert Google schon jetzt aus, sodass man ohne die GMS keine Chance mehr hat ein wirklich attraktives Android-Gerät anzubieten, oder man hat die Ressourcen von Riesen wie Amazon. Essentielle Bestandteile wie die Tastatur bleiben zwar auch im AOSP, werden dort aber nicht mehr aktualisiert.

Die Webseite von Android 4.4 KitKat zeigt das ganz deutlich, denn fast alle dort angekündigten Funktionen und Neuerungen betreffen die Apps und Angebote der GMS. Egal ob es nun die smarte Caller ID, Hangouts oder die Musiksteuerung über den Lockscreen mit Coverart ist, ohne Google-Zertifizierung gibt es diese Möglichkeiten in Android gar nicht. Genau da ist aber auch das „Problem“. Wer tatsächlich alle Möglichkeiten neuer Android-Versionen will, muss trotz Open Source nach der Pfeife von Google tanzen. Die schön aufgemachte Webseite für Android 4.4 zeigt ganz gut, wie wenig eigentlich wirklich noch zu Android gehört. Wir haben die entsprechenden Punkte auf folgendem Screenshot rot markiert.

Android - 4.4 KitKat

  • Chris

    Hmm, schon wahr, aber it das wirklich relevant? 4.4 ist doch eher ein Kosmetikupdate. Cyanogenmod und Konsorten werden die GMS-Features nicht wirklich interessieren, oder? Wer will kann sich die Google-Apps auch auf sein Phon mit Custom-ROM installieren. Hauptsache, Google rueckt weiterhin den Quellcode fuer den Android-„Kern“ raus.

    • Nicht interessieren? Sie dürfen sie nicht einfach so mit integrieren, weshalb sie nicht mit an Bord sind. Entscheidend ist das auch eher für den Nutzer, der sich bei CM und Co. die GMS selbst installiert, da man ohne quasi aufgeschmissen ist.

      Für den Nutzer ist nicht der Quellcode entscheidend, sondern der Zugriff auf den Play Store und die anderen Google-Dienste.

      • Chris

        Stimmt alles, aber der Artikel bezog sich in erster Linie auf Open Source, nicht auf die User. Die G-Apps sind ersetzbar oder nachladbar. Wichtig ist, dass Custom-ROMS und Forks weiterhin moeglich sind. Ich meine, Google entwickelt das populaerste Mobilbetriebssystem der Welt und gibt es kostenlos ab inklusive Quellcode, wie geil ist das denn?! Und wenn sie dann ein bischen restriktiv sind, dass man den Markennamen „Android“ nicht ueberall draufkleben darf, so what? Wie gesagt, die G-Apps sind ersetzbar. Sollte das zum Problem werden, werden sich Alternativen finden. Oder wie gesagt, einfach nachinstallieren.

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