Audi ist wohl das größte Problem von VW

Audi A6 e-tron Konzept

Ist es wirklich nur die VW-Marke selbst, die der gesamten Gruppe große Probleme bereitet, oder sind es nicht auch andere Baustellen? Gerade Audi steht in den vergangenen Jahren besonders im Fokus, denn der einstige Premium-Hersteller hat auch in der Außenwahrnehmung stark abgebaut und tut sich beim Wandel zur Elektromobilität besonders schwer.

„Audi sieht sich einem perfekten Sturm aus technologischen Verzögerungen, kultureller Trägheit, finanziellem Druck und Wettbewerbsbedrohungen gegenüber“, heißt es in neusten Berichten über die VW-Marke aus Ingolstadt. Für die immensen Probleme hat besonders die enorme Verzögerung bei den Elektro-Flaggschiffen Q6 und A6 gesorgt, mit der man eigentlich das elektrische Premium-Segment an sich reißen wollte.

2021 sollte der Q6 eingeführt werden, nun wird es nichts vor Sommer 2024. Es ist noch immer die Software. Das höre ich aus Kreisen des Konzerns auch schon seit Jahren. Bevor der Q6 nicht erscheint, wird es auch kein anderes neues elektrisches Modell von Audi geben, worunter zum Beispiel auch der elektrische Porsche Macan leidet.

Gute Verkaufszahlen täuschen über Probleme hinweg

Im Kern gibt es jedoch sehr viel größere Probleme, stellt das Manager Magazin fest. Über drei Jahre steht Audi ohne neues Antriebsmodell da, was für diese Branche „eine Ewigkeit“ darstellt. Audi muss zunehmend veraltete Autos verkaufen, was inzwischen den Gewinn schmälert. Tatsächlich sieht der reine Absatz der Fahrzeuge derzeit gar nicht mal schlecht aus.

Aber Elektroautos machen bei Audi gerade nur 4 Prozent der Verkäufe aus, es gibt ja auch nur Q4 und Q8 für das „normale“ Volk. Erst 2024 folgen attraktive neue Modelle, wenn es denn jetzt bei den neuen Fristen bleiben. Ausgerechnet Audi, die mit einer besonders starken E-Offensive für die nächsten Jahre öffentlich werben, stagnieren bei diesem Thema massiv.

Der neue Audi-Chef will im Rekordtempo den Konzern umkrempeln, die Komplexität aus internen Strukturen und Antriebsstrang- sowie Modellvarianten entfernen. Das stößt, so ist es bei solchen Konzernen fast immer, auf sehr viel internen Widerstand. Teilweise heißt es, der neue Audi-Chef habe eine unlösbare Rettungsaktion übernommen.

Audi ist wichtig, aber verliert zunehmend seinen Vorsprung

Audi könnte aufgrund der vielen Probleme, die eigentlich schnell gelöst werden müssen, zum „chronischen Sorgenkind innerhalb von Volkswagen“ mutieren und stark an Relevanz auf dem Automarkt verlieren. Besonders der Slogan „Vorsprung durch Technik“, der die Marke in den letzten Jahrzehnten geprägt hatte, fällt Audi jetzt mit sehr viel Tempo auf die eigenen Füße.

Die Größe des Problems für Volkswagen wird ersichtlich, wenn man die Wichtigkeit von Audi sieht, die die Marke im Volkswagen-Konzern aus finanzieller Sicht hat. Sie ist neben Porsche von extrem hoher Bedeutung für Umsatz und Gewinn. Deshalb muss der Wandel für die Marke dringend gelingen.

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3 Kommentare zu „Audi ist wohl das größte Problem von VW“

  1. Ah jetzt wird mir auch klar, warum die nie blinken beim Abbiegen… das ist in der Software einfach noch immer nicht implementiert… (Facepalm-patsch)

  2. Ihr Emobilitätsverliebten werdet wohl bis zum Ende eurer Tage nicht kapieren, dass die Welt das E-Mobil weder zur Rettung des Klimas braucht, noch dass normale Menschen mit diesen Karren in unseren Breiten wirklich fahren wollen. Wenn das CO2 zu entsorgen denn so wichtig ist, dann muss es ganz einfach durch CO2-Kats hinten am Verbrenner Auspuff genauso aus dem Abgas entsorgt werden, wie bislang durch konventionelle Katalysatoren andere Bestandteile schon lange. Wenn man am Ende Fullerene oder ähnlich hochwertige Kohlenstoffprodukte damit rausholt, kann der Autofahrer damit vielleicht sogar noch einen Teil seiner Fahrtkosten bezahlen

    1. Mit Kat CO2 entfernen. Da spricht der Chemiker. Die Selbstverliebten werden bis zum Ende ihrer Tage nicht kapieren, dass man wissen sollte, wovon man redet, wenn man ernst genommen werden möchte….

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