In diesen Wochen hakt die Drosselung nach Verbrauch des Datenvolumens für O2-Kunden weniger stark ein, doch wie macht sich das im Alltag bemerkbar?

Telefonica hat für die eigenen O2-Kunden eine temporäre Lockerung der Daten-Drosselung versprochen. Seit wenigen Wochen können Kunden mit O2-Tarif auch nach Verbrauch ihres Datenvolumens noch etwas schneller surfen, nämlich mit 384 Kbit/s anstatt von 32 oder 64 Kbit/s. Das ist weiterhin langsam aber eben doch vielmals schneller. In der Praxis bedeutet das einen Download von 0,35 Mbit/s und Upload von 0,23 Mbit/s. Keine Veränderungen gibt es bei Ping (20 ms, LTE) und Jitter, heißt es in einem Erfahrungsbericht von Teltarif.

Die originale Drosselung der meisten Mobilfunktarife macht einige Funktionen unbenutzbar. Verbindungen brechen aufgrund der zu geringen Geschwindigkeit ab. Nicht so ist es bei der gelockerten Drosselung von O2, bei der auch Fotos, anderweitige Grafiken und Werbeanzeigen ordentlich geladen werden. Nur eben trotzdem stark zeitverzögert. Spaß macht das im Alltag nicht, sagen die Kollegen. Gleiches gilt für das Empfangen von Fotos und Videos in den üblichen Messenger-Apps. Funktioniert, ist aber langsam.

Streaming geht nur eingeschränkt

Musik per Stream zu empfangen war laut den Kollegen kein Problem. Egal ob digitale Radiostation oder Spotify. Immerhin, an 192 Kbit/s Musik-Streaming ist mit der klassischen Daten-Drosselung nämlich nicht zu denken. An Streaming von Videoinhalten aber auch mit der gelockerten Variante nicht. Aber das war erwartbar, überrascht nicht. Und so kann man zu einem Fazit kommen, das ebenso zu erwarten war: „Kunden, die einen ernst­haft nutz­baren mobilen Internet-Zugang brau­chen, werden aber nicht umhin­kommen, nach dem Verbrauch ihres Inklu­sivvo­lumens weitere Daten­pakete zu buchen, um mit voller Geschwin­digkeit surfen zu können.“

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.