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Tracking auf Android-Smartphones: Beschwerde gegen Google eingereicht

Denny Fischer

Veröffentlicht

in Android

am

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Es gibt eine formelle Beschwerde gegen Google, wie der Konzern die Werbe-ID für Nutzer handhabt. Im Fokus steht die Konfiguration auf Android-Smartphones.

Werbung ist für Google ein immens wichtiges Thema, denn darüber generiert der Konzern sehr viel Geld. Egal ob in der eigenen Suchmaschine oder auch direkt auf Smartphones mit Android-Betriebssystem. Wenn einem Nutzer irgendwo im Internet eine Werbeanzeige begegnet, hängt sie höchstwahrscheinlich mit Google zusammen. Google hat verschiedene Dienste in diesem Bereich, die sie selbst nutzen, aber zum Beispiel auch Webseitenbetreibern, App-Entwicklern und Werbetreibenden bereitstellen.

Für das eigene Smartphone-Betriebssystem hat Google eine Werbe-ID, auch als Android Advertising ID (AAID) bekannt. Eine solche Identifikationsnummer bietet ein besseres Targeting von Werbung für Werbetreibende, wodurch der Nutzer besser auf ihn zugeschnittene Werbung erhält. Dafür muss allerdings „getrackt“ werden, welche Vorlieben der Nutzer hat. Kritiker sehen in den über diese ID-Systeme gesammelten Nutzerdaten eine Grundlage zur Spionage. Auch weil der Konzern einen  Teil der Daten zur Verarbeitung weitergibt.

Google: Werbe-ID mit Datenschutzproblemen

Gegen Google wurde eine Beschwerde eingereicht, die Google wohl auch unbedingt ernst nehmen sollte. Es geht um einige Punkte, wie etwa fehlende Informationen  über die genauere Verarbeitung der Daten. Außerdem ist es für Nutzer nicht eindeutig genug, wie dieses Tracking zu verhindern ist und ob das Zurücksetzen der eigenen Werbe-ID tatsächlich den gewünschten Effekt der Löschung aller Daten hat.

„Gemäß Artikel 15 DSGVO hatte der Beschwerdeführer Anspruch auf spezifische, vollständige und aktualisierte Informationen über die Verarbeitung der AAID, wie z.B. deren Empfänger, Quellen, die Rechtsgrundlage oder Speicherfristen. Der Verantwortliche (Google) stellte keine derartigen Informationen zur Verfügung sondern verwies lediglich auf seine Datenschutzbestimmungen.“

Android erlaubt das Abschalten personalisierter Werbung unter „Datenschutz“ in den Systemeinstellungen. Dort kann man auch die eigene Werbe-ID zurücksetzen. Letzteres „leert“ die Werbe-ID aber wohl nicht, der Nutzer bekommt lediglich eine neue jungfräuliche Werbe-ID zugewiesen.

heise

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    S.

    18. Mai 2020 at 11:31

    Mich würde ja Mal interessieren, wer denn eigentlich der „Beschwerdeführer“ in diesem Fall ist.
    Und inwiefern die Trackingmethoden von anderen Werbenetzwerken sowie Amazon und Facebook im Vergleich zu Google dastehen.

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