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Betrug mit Abofallen bei Klarmobil, Mobilcom-Debitel und Vodafone

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

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Kunden diverser Service-Betreiber sind bereits seit einiger Zeit von dubiosen Abofallen betroffen, wie die Stiftung Warentest berichtet. Rechnungen der Kunden von Vodafone, Klarmobil und Mobilcom-Debitel sind viel zu hoch ausgefallen, weil zusätzliche Sonderdienste abgerechnet worden sind. Das passiert heute manchmal sehr schnell, das versehentliche Antippen eines unseriösen Werbebanners kann dafür schon ausreichen. Provider und Bundesnetzagentur reagierten wohl nur langsam und zögerlich, Kunden müssen mit Nachdruck das Geld zurückfordern.

Den Kunden wurde per Handyrechnung Geld abgebucht für „Sonderdienste“ eines Drittanbieters. Abgerechnet hat sie laut Rechnungstext die Firma Infin. Was die Kunden genau bestellt haben sollen, ging aus den Rechnungen nicht hervor. Als sich Mobilfunkkunden bei Infin beschwerten, bekamen sie von dort die schriftliche Auskunft, Infin stehe „fälschlicherweise“ auf der Rechnung. Zahlen sollten die Kunden trotzdem – an einen anderen Anbieter. Erst als sich Finanztest einschaltete, bekamen Vodafone-Kunden das Geld erstattet. Auch Kunden von Klarmobil und Mobilcom-Debitel sollen Gutschriften erhalten.

Ein Klick ist kein Kauf

Oft wird Kunden ein Kauf oder ein Abo untergeschoben, weil sie beispielsweise durch das Anklicken eines Werbebanners mit einem Drittanbieter in Verbindung gekommen sind. Doch ein Klick auf Werbung ist kein Kauf. Die Stiftung Warentest rät, schriftlich beim Mobilfunkanbieter zu reklamieren. Ausführliche Informationen gibt es kostenlos online (www.test.de/handy-abofalle). Dort findet sich auch ein Musterbrief für die Reklamation. In jedem Fall sollte man nicht bezahlen, wenn man nichts gekauft oder bestellt hat.

Über 41.000 Kunden sollen zuletzt betroffen gewesen sein, heißt es laut Bundesnetzagentur. Wir vermuten eine wesentlich höhere Dunkelziffer. Grundsätzlich sei auch diesmal erwähnt, dass man heute für Mobilfunkverträge die Drittanbietersperre aktivieren sollte, um Abofallen aus dem Weg zu gehen.

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