Brandneue Android-Handys kann man heute für richtig wenig Geld bekommen, doch dabei gilt es ein paar Punkte zu beachten. Besonders neue Smartphones für 100 Euro oder weniger sind fast immer schlecht ausgestattet. Nehmen wir das aktuelle Nokia C1 Plus, das jetzt brandneu vorgestellt wurde. Es ist natürlich für Entwicklungsmärkte gedacht, bekam allerdings auch einen Europreis von rund 70 Euro verpasst. Für diesen Neupreis gibt es wenig attraktive Hardware, selbst für niedrige Ansprüche.

Aber was tun, wenn das Portemonnaie nicht viel mehr hergibt? Ich würde in solchen Fällen grundsätzlich dazu raten, ältere Modelle mit mehr Leistung und diese vielleicht sogar gebraucht zu kaufen. Inzwischen ist der Smartphone-Markt derart überflutet, dass auch Mittelklasse-Smartphones sehr schnell sehr viel günstiger werden. Beispiel: Im April des laufenden Jahres startete das Moto G8 für 199,99 Euro, jetzt fällt es in Angeboten schon auf nur noch 119,90 Euro ab.

Gebrauchte Android-Smartphones nur noch wenig wert

In weniger als einem Jahr kann der Preis solcher Geräte schon extrem schwanken und nach unten ausschlagen. Greift man dann eventuell zu noch älteren Geräten, die vielleicht etwas über ein Jahr alt sind, lässt sich noch sehr viel mehr Geld sparen. Dafür gibt es aber deutlich bessere Hardware als bei neuen Einsteigergeräten. Ein weiteres Mittel ist in meinen Augen der Gebrauchtmarkt. Bereits günstige Einsteiger-Smartphones gibt es hier flott zum absoluten Schnäppchenpreis.

Zum Nokia C1 Plus könnte man das aktuelle Redmi 9 ins Auge fassen, welches in Ebay-Auktionen teilweise für nur 10 Euro mehr weggeht. Dafür mit 3 statt 1 GB RAM und 64 statt 16 GB Speicher. Oder die Moto-G8-Serie, die es gebraucht ebenso schon im Bereich von ca. 80 Euro gibt. Eine Generation älter ist auf jeden Fall für diesen Kurs zu bekommen, dann aber mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher an Bord, vollwertigem Android-Betriebssystem und brauchbarer Kamera.

Möglichst viel Smartphone für wenig Geld: Einfachste Regel, um ans Ziel zu kommen

Um auf den Punkt zu kommen: Ihr müsst euch nicht die Neupreise sehr günstiger Geräte antun, um dabei gleichzeitig auf attraktive Hardware zu verzichten. Euer neues Günstig-Smartphone muss aber auch nicht viel älter sein, ein Blick auf die letzten 365 Tage kann da schon ausreichen. Geht ihr diesen Weg, gibt es für euch in der Regel viel mehr Speicher, Systemleistung und Kameraqualität. Es ist sogar mit mehr Updates zu rechnen. Je höher Ursprungspreis, desto besser die Pflege durch den Hersteller.

Ratgeber: Android-Smartphones bis 300 Euro – riesige Auswahl und worauf ihr achten solltet

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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2 Kommentare

  1. Ihr habt einen wesentlichen Nachteil beim Gebrauchtkauf von Smartphones unerwähnt gelassen: Der Akku, welcher ja in den meisten Geräten fest verbaut ist, hat beim Kauf nicht die volle Kapazität. Wie sehr der Akku bereitd „verschlissen“ ist, hängt im Wesentlichen ja vom Nutzungsverhalten des Vorbesitzers ab. Ein ggf. notwendiger Akkutausch ist auch mit einem gewissem Aufwand und Kosten verbunden, den man nicht unbeachtet lassen sollte.

  2. Auch ein Trick um an gute billige Handys zu kommen ist, Geräte von Firmen die nicht so sehr bekannt sind. Habe meiner Frau dies Jahr ein Wiko Handy gekauft. Bei S….. Preisangebot 88€. 3GB Ram, 64 GB Speicher per SD erweiterbar. Großes Display, Goldfarben, Mehr als ausreichend, weil sie nie auf dem Handy spielt .Akku hält 2Tage, 8Kern Prozessor, sie hatte vorher auch ein Wiko, das hatte 5 Jahre gehalten und 130€ gekostet. Gute Handys für einen günstigen Preis. Warum für Funktionen Geld bezahlen die man nicht braucht wie einen Top Prozessor wenn man ihn nicht benötigt. So kann man eine Menge Geld sparen.

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