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BlackBerry-CEO fühlt sich von App-Entwicklern diskriminiert

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

John Chen von BlackBerry hat jetzt sehr interessante Aussagen über Netzneutralität und Diskriminierung in seiner Branche gemacht. Bekannt dürfte sein, dass ein großer Teil aller Entwickler natürlich den Fokus auf iOS und Android legt, denn auch Entwickler denken letztlich wirtschaftlich, anders ist überleben in dieser Branche nur schwierig. Der Chef von BlackBerry fühlt sich aber diskriminiert, wenn Entwickler nur für die beiden populärsten Plattformen arbeiten und beispielsweise BlackBerry komplett ignorieren. Ein weltweit bekanntes Beispiel wurde mit Netflix genannt. Der Markt hat sich inzwischen zu einem Ökosystem zweier Plattformen entwickelt, für die deutlich mehr Dienste bereitstehen.

BlackBerry wird diskriminiert

Der Chef von BlackBerry fühlt sich daher auf eine gewisse Art diskriminiert und eine Neutralität wäre hier auch nicht gegeben. Keine passenden Voraussetzungen für ein neutrales Internet ohne Diskriminierung. Allerdings lässt sich dieser Fall anders als von Chen gewünscht nicht regulieren. Schon gar nicht per Gesetz. Wo fängt man und wo hört man auf? Im Prinzip müsste eine Regelung her, dass jeder Entwickler gezwungen wird, für alle Plattformen zu entwickeln. Bei großen Buden wie Netflix sicher kein Problem, bei kleineren Häusern kaum bis gar nicht möglich.

BlackBerry selbst kein gutes Beispiel

Und sollte BlackBerry nicht mit gutem Beispiel vorangehen? Deren Messenger ist auch nur für die populären Plattformen Android, iOS und Windows Phone verfügbar. Was ist mit den kleinen Fischen Tizen, Sailfish OS oder Series 40? BlackBerry und Windows Phone sind populär, nur unterm Strich für viele einfach zu klein. Ressourcen werden selbstverständlich auch bei hauptberuflichen Entwicklern wirtschaftlich eingesetzt.

Ich sehe eher BlackBerry in der Pflicht Reize zu schaffen. Eure Meinung?

(Quelle BlackBerry via Gizmodo, Androidpolice)

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