Google bietet mit Chrome OS das mit Abstand spannendste Betriebssystem für Notebooks, denn es hat unter einem Schirm drei verschiedene Systeme. Während die sogenannten Chromebooks international auf einer Erfolgswelle reiten, hat auch Google wieder mehr Ressourcen für Chrome OS freigegeben und gibt mächtig Gas. Neuerungen und Veränderungen kündigten die Entwickler jetzt auf der Google I/O an.

Chrome OS ist ein schlankes Betriebssystem mit einem Linux-Kern, beschränkt sich aber zum größten Teil auf den Chrome-Browser und auf Web-Apps. Im Laufe der Zeit entschied sich Google dann doch dazu, den Linux-Bestandteil von Chrome OS für die Nutzer als Option anzubieten. Man kann also vollwertige Linux-Apps wie Gimp oder LibreOffice auf Chromebooks installieren und verwenden.

Linux und Android bekommen signifikante Verbesserungen

Jetzt verlässt der Linux-Bestandteil die langatmige Betaphase. Google hat dafür die Stabilität erhöht, ermöglicht schnellere Updates, besseren Support für USB-Anschlüsse und eine neuere Terminal-App. Das war aber längst nicht alles gewesen, denn auch das integrierte Android bekommt erfreuliche Updates in den kommenden Monaten verpasst.

Die Nutzung von Android-Apps auf Chromebooks hat sich zuletzt verdreifacht. Google nimmt das zum Anlass, demnächst ein größeres Update auszuliefern. Android 11 landet auf allen Chromebooks mit Android 9, was noch in 2021 passieren soll. Außerdem versprechen die Entwickler, zukünftig alle sechs Wochen neue Systemupdates auszuliefern.

Das neuere Android soll Apps auf Chrome OS deutlich besser benutzbar machen. Aber auch bessere Web-Apps gibt es mit der Zusammenarbeit diverser Partner, wozu gefragte Anwendungen wie Zoom, Spotify und Minecraft gehören. Das klingt jedenfalls alles sehr positiv und auch bitter notwendig, weil gerade Android-Apps nicht immer gut funktioniert haben.

What’s new in Chrome OS: Keynote im Video

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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1 Kommentar

  1. Sorry, aber gleich mehrere GUI-Ansätze und Dateiverwaltungen miteinander zu vermischen, wird nicht dazu führen, massenhaft User von Windows oder Mac OS zu Chromebooks zu bewegen. Im Gegenteil: „Eierlegende Wollmilchsäue“ haben stets den Nachteil, zwar vieles (irgendwie) zu können, aber nichts richtig.

    Hinzu kommt weiterhin, dass man bei den Chromebooks entweder nur offensichtliche Billigst-Plastik-Hardware oder sauteure MacBook-Kopien findet. Warum da zu einem Nischen-OS greifen, wenn die günstigen Modelle locker auch mit einem „echten“, weit verbreiteten OS, wie Windows (oder Linux) zu haben sind und die Luxus-Teile nicht ansatzweise an die Performance des Originals heranreichen können?

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