Google hat vor einer Weile offiziell gemacht, dass Android und ChromeOS gewissermaßen verschmelzen werden. Der Software-Stack unter der Haube des Chromebook-Betriebssystems wird durch Android ersetzt, das verspricht eine leichtere Pflege in Zukunft. Android-Smartphones und Chromebooks können gemeinsam aktualisiert und mit Features ausgestattet werden. Nun gibt es neue Infos.
Denn nach der Ankündigung war es lange ruhig, bis vor einigen Wochen erstmals „Aluminium OS“ auftauchte. Das ist wohl der Name für das Projekt intern. Nun äußert sich in aktuellsten Gesprächen mit der Community endlich mal wieder ein Verantwortlicher aus dem ChromeOS-Produktmanagement, auch Gerüchte werden besprochen.
Chromebooks haben eine Zukunft
John Maletis dementiert gleich mal sämtliche Gerüchte, dass Google die Chromebook-Sparte in irgendeiner Weise aufgeben würde. Auch wenn Google für die plötzliche Aufgabe von Projekten einen gewissen Ruf hat, ein geplantes Ende der Chromebooks sei jedoch „weit gefehlt“ und „hier nicht der Fall“.
Maletis bekennt sich zu Chromebooks, denn das Betriebssystem mag kaum Marktanteile haben, ist aber millionenfach in Schulen und ähnlichen Einrichtungen vertreten, daher sei „die Kontinuität der Nutzererfahrung und der Geräte – ganz zu schweigen von der Geschäftskontinuität – von entscheidender Bedeutung.“
Wie sieht es mit Updates trotz der Android-Umstellung aus?
Die große Schwierigkeit für Google dürfte in den kommenden Monaten sein, wie man eigentlich die Updategarantie auch bei älteren Geräten aufrechterhalten kann, wenn die Umstellung auf Android erfolgt. Aber auch an der zehnjährigen Updategarantie wird nicht gerüttelt, denn diese Zusagen gegenüber dem Kunden sind extrem wichtig.
Google will „diese Geräte ab dem Start der Plattform 10 Jahre lang unterstützen.“ Und jetzt kommt das große ABER: Das bedeutet nicht, dass alle Modelle von der Umstellung der Plattform profitieren können. Weil es technische Spezifikationen teilweise nicht zulassen werden, wird die Umstellung auf Android „nicht für alle Geräte möglich sein“.
Google scheint nicht mal zwingend überhaupt Bestandsgeräte umstellen zu wollen. „Wir arbeiten jedoch daran, die Migration für viele neuere Geräte zu ermöglichen“, was für mich noch nicht nach einer festen Zusage klingt, sondern sehr viel mehr nach einer 50-50-Chance. Garantiert wird an dieser Stelle ausschließlich die Updategarantie, nicht aber die Migration auf das neue System.
Für die Zukunft nimmt Google in Kauf, das alte System und das neue pflegen zu müssen. Aber vermutlich benötigt das dennoch weniger Ressourcen, als krampfhaft alle älteren Chromebooks auf das neue System umzustellen. Wann die Umstellung geplant ist, bleibt weiterhin ein Rätsel, aber „Zukunft sieht rosig aus„.

Was wird dann mit ChromeOS FLEX?
Keine Frage, die bislang irgendwie geklärt ist.
Die Chromebooks sind nur millionenfach in den (amerikanischen) Schulen vertreten da Google die Dinger verschenkt. Abgesehen davon habe ich mehrere Chromebooks hier Zuhause und mag die Dinger. Das Problem und mit das größte ist dass Google die Geräte einfach Stiefmütterlich behandelt.