Cupra zum Erfolg verdammt: Warum ein kleines elektrisches SUV trotzdem nicht realistisch ist

Cupra Tindaya 1

Die letzen Neuigkeiten lassen vermuten, dass die VW-Core-Marken allesamt ein vergleichbares elektrisches Portfolio aufbauen. Aber es gibt Ausnahmen wie zum Beispiel die Strategie von Cupra.

Die spanische Seat-Tochter hat sich emanzipiert und steht heute als sportliche Premium-Marke für sich. Zwar werden die Fahrzeuge bei Seat, VW oder in China (Tavscan) gebaut, Cupra gilt aber längst als eigenständig und verfolgt einen eigenen Weg. Es gibt Überschneidungen, etwa bei Raval und ID. Polo oder Born und ID.3, dabei soll es jedoch bleiben.

Raval ist der erste Cupra-Kleinwagen

Zumindest bei den kleineren Elektroautos wird der Raval wohl vorerst das einzige gänzlich neue Angebot von Cupra sein. Das sportliche Elektroauto mit einer Länge von nur vier Metern macht den Anfang der neuen „Electric Urban Car Family“ aus dem VW-Konzern. Was dabei auffällt: Skoda und VW setzen unter anderem auf SUVs, bei Cupra ist das nicht so.

Cupra Raval Tarnung 2

Daher hat man bei Auto Express im Interview die berechtigte Frage gestellt, ob es auch von Cupra demnächst ein kleines elektrisches SUV im Format von Skoda Epiq und VW ID. Cross geben könnte? Dieser Idee scheint Cupra jedoch aus zweierlei Gründen nicht gerade aufgeschlossen zu sein.

Zum einen wäre da das Geld, das für Investitionen verfügbar ist. Oder besser gesagt verfügbar war, denn die Investitionskapazität ist begrenzt und erschöpft. Für den Raval hätte man rund 3 Milliarden Euro aufgewendet, da geht aktuell nicht viel mehr und das kleine Elektroauto müsse „mit dem Rest des Portfolios“ nun „zum Erfolg“ werden.

Kleine SUVs sind nicht sportlich genug

Die Entscheidung für das Schrägheckmodell wurde deshalb gefällt, weil ein solches Fahrzeug deutlich besser die „sportliche Vision“ von Cupra als ein kleines SUV übermitteln könne. Es passt besser zu den Vorstellungen der Marke. Nun muss es aber auch sitzen, die Verkäufe müssen das unbedingt widerspiegeln.

Erst bei den größeren Modellen setzt Cupra auf den SUV-Stil, nach dem Tavascan soll außerdem der Tindaya mal in den Markt kommen. Ich würde jedenfalls zustimmen, dass man bei mehr Fahrzeuglänge deutlich besser eine sportliche Silhouette realisiert bekommt. Das sind die vier Meter der kleinen MEB+ Autos einfach zu wenig.

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