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Deshalb besitzen Nexus-Geräte keinen microSD-Slot

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

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Die ewige Debatte über microSD-Slots und wechselbare Akkus nervt mich zwar, allerdings muss ich kurz zur Erklärung ein paar Zeilen tippen, die das Ganze zumindest bezogen auf die Nexus-Geräte verständlicher machen. So setzt zum Beispiel Google bei allen Nexus-Geräten auf einen internen Speicher, der sich nicht via microSD-Karte erweitern lässt. Für einige ein No-Go, was allerdings einen ganz einfachen technischen Hintergrund hat. Grundsätzlich möchte Google in seinen Geräten, dass es einen internen Speicher für alles gibt, egal ob Apps, App-Daten, Medien oder andere Daten, alles soll sich auf einer Partition befinden.

Das liegt der Tatsache zugrunde, dass Hersteller bei Geräten mit microSD-Slots den internen Speicher aufteilen und teils begrenzen (müssen). So bietet etwa ein HTC One V einen kleinen internen Speicher an, dieser ist aber in Teilbereiche aufgeteilt,  sodass nur eine bestimmte Menge des Speichers etwa für Apps zur Verfügung steht, der Rest via microSD-Karte für andere Dinge. Updates sind so beispielsweise ohne microSD gar nicht möglich, obwohl genügend interner Speicher vorhanden ist, der aber dafür einfach nicht genutzt werden kann. Aus technischen Gründen geht aber nur eine Variante, entweder den Speicher aufteilen (+ microSD) oder nur einen festen internen Speicher anbieten, der dann aber auf externe Speichererweiterung via microSD-Karte verzichten muss.

Google will den festen internen Speicher, der für alles da ist und nicht geteilt wird. Zudem kann der interne Speicher so in einem anderen Dateisystem (ext) formatiert sein, lässt sich dennoch via MTP auch mit einem PC auslesen, wobei hier der gleichzeitige Zugriff auf den Speicher von PC via USB und vom Smartphone selbst möglich ist. Speicherkarten müssen für die volle Unterstützung wiederum in FAT formatiert sein, das setzt unter anderem die Sicherheit und Schnelligkeit des Speichers herab, zudem kann nur ein Gerät die Speicherkarte gleichzeitig „eingebunden“ haben. Eine nahtlose Erweiterungen des internen ext-Speichers ist also technisch nicht möglich, weshalb man sich als Hersteller für eine Variante entscheiden muss. [quelle, via] [asa]B007VCRRNS[/asa]

23 Kommentare
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23 Comments

  1. Sascha

    11. Juli 2012 at 14:57

    Danke fuer die Erklaerung, war mir bisher nicht so ganz klar und hatte mich bisher eigentlich auch davon abgehalten ein Nexus zu kaufen. Jetzt sehe ich das wiederum ein bisschen anders ;)

  2. Str0beSwaffl3r

    11. Juli 2012 at 15:40

    Super Erklärung, Danke dafür :)

  3. Phil

    11. Juli 2012 at 15:56

    Google will den festen internen Speicher…..
    Dagegen wäre ja nichts einzuwenden, wenn die Geräte standardmäßig mit min. 32GB oder mehr ausgerüstet wären (ALLE, auch die Einsteigergeräte) ohne direkt horrende Preisaufschläge für einen größeren Internen Speicher zu verlangen. Eine 32GB micro sd karte bekomme ich heute schon für unter 20 Euro.

  4. finsbury

    11. Juli 2012 at 16:46

    ganz genau…dann sollen sie ordentliche speichergrößen einbauen
    ich denke ja eher das man die leute in die cloud zwingen will!

  5. Kev

    11. Juli 2012 at 16:51

    Hört sich plausibel an, aber was ist mit dem Galaxy S3? Interner Speicher, welcher nicht aufgeteilt wurde + microSD, welche zusammen mit dem internen Speicher über MTP am PC verfügbar ist.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      11. Juli 2012 at 17:04

      Das hätte ich zu gern selbst mal alles verglichen, hab aber nur noch Geräte ohne SD-Karte hier, also mit festen internen Speicher.

    • Gast

      11. Juli 2012 at 18:05

      Beim S3 macht Samsung das anders. Hier haben wir einen großen internen Speicher (z.B. 16 GB), in welchem sich die Apps UND das übliche "SDCard" Verzeichnis befindet. Der Inhalt der erweiterbaren SD-Karte befindet sich also nicht wie bei anderen Smartphones in dem Verzeichnis "SDCard" sondern ist in einem anderen Verzeichnis ("/mnt/extSdCard") gemountet. Applikationen, welche nur hart auf "SDCard" zugreifen, legen somit ihre Daten nicht wie sonst gewohnt auf der SD-Karte sondern im internen Speicher des S3 ab. Die SD-Karte wird somit vereinfacht gesprochen "nur" noch als manueller Datenspeicher für Filme, Musik, usw. genutzt und ist NICHT mehr der Datenspeicher für die Dateien von Apps. Dadurch ist es beim S3 auch möglich, dass der komplette interne Speicher auch für Apps zur Verfügung steht. Und als Folge dessen kann der interner Speicher auch nicht wie sonst über Samba sondern nur über das MTP Protokoll angesprochen werden.

  6. Basian Mile

    11. Juli 2012 at 18:19

    So läuft das auch beim Acer A500 :-)
    Ganz toll ist das so.Halte ich für sehr gut diese Lösung…

  7. zymo

    11. Juli 2012 at 18:59

    Ich denke, dass es nicht nur technische Gründe sind die Google davon abhalten den Nexus Geräten einen erweiterbaren Speicher zu spendieren. Weniger "Onboard"-Speicher, bedeutet mehr "online"-Speicher, sprich ab mit den Daten in die Cloud! So kommt Google nicht nur leichter an die Daten heran, sondern kann gleichzeitig auch durch den Verkauf von zusätzlichem Cloud-Speicher Geld verdienen. Auch die Mobilfunkanbieter wird es freuen, da durch den ständigen Up-und Download von Daten, ordentlich Traffic entsteht.

  8. Rüdi

    11. Juli 2012 at 19:22

    Gerade gestern las ich noch einen ziemlich ähnlichen Artikel auf Androidnext.de. Sogar das Bild war gleich.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      11. Juli 2012 at 23:24

      Die Jungs sind ja auch meine Quelle, steht bei mir in der Regel immer am Ende des Textes, wie auch hier.

    • nogrus

      14. Juli 2012 at 11:01

      Es ist ja schon viel wert, dass hier bei smartdroid zumindest durchweg Quellenangaben gemacht werden. Das versteht sich heute leider nicht von selbst.

      Die Art und Weise könnte man aber sicher verbessern. So ein einfaches kurzes "via" geht im Lesefluss einfach viel zu schnell verloren und sagt vor dem Klick auch rein gar nichts darüber aus, woher die Information nun wirklich kommt.

      Ich würde es also begrüßen, wenn dieser Aspekt überdacht würde…

  9. Basian Mile

    11. Juli 2012 at 19:33

    Steht ja auch per „via“ unter diesem Text… ;-)

  10. THQ

    11. Juli 2012 at 20:07

    Habe selbst ein nexus s und komm mit den 16gb ohne weiteres durch hab zirka 3000 Fotos 250 mp3s 450mb apps drauf und immer noch 7 GB frei einzige was knapp ist is der Arbeitsspeicher 1 GB is nicht sehr viel

  11. Elv

    11. Juli 2012 at 20:24

    "Aus technischen Gründen" … Mhm, das klingt nach "wir haben es im Konzept vermasselt und können es ohne Kompatibiltätsprobleme im Betriebssystem nicht mehr in Ordnung bringen"

  12. THQ

    12. Juli 2012 at 08:27

    Hab mir schon mal gedacht das Speicherkarten Treiber benötigen und das die Hersteller einfach darauf verzichten für zig Firmen Treiber aufzuspielen .Bei meinem alten Nokia war das so das manche sd Karten nicht gingen manche schon und jedes mal musste der mtp Treiber am PC neu geladen werden (das heißt händisch aus der Regestrie Treiber löschen Gerät neu anschliessen) war auch ein Grund warum ich mir dann ein Nexus S gekauft habe.

  13. Erwin

    12. Juli 2012 at 19:57

    Die Erklärung ist nachvollziehbar, trotzdem hab ich bei der Auswahl meines neuen Smartphones (Samsung Galaxy Note) darauf geachtet, dass ich den Speicher erweitern kann. Wie hier schon angemerkt wurde, verlangen die meisten Hersteller unverschämte Preise für mehr Speicher. Das sehe ich beim besten Willen nicht ein. Von daher kommt mir ein Gerät ohne microSD-Slot nicht ins Haus. Genau wie ein Smartphone mit fest verbauten Akku von mir nicht gekauft wird.

  14. Stephan

    23. Juli 2012 at 13:24

    Zur Klarstellung: Mein Google Nexus One hat einen microSD Slot – die Aussage "alle" Nexus Geräte ist also nicht ganz korrekt. :p

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      23. Juli 2012 at 13:28

      Das ist ja auch etwas aus der Reihe und war zu Beginn ja eher nur ein Versuch von Google. Aber du hast natürlich schon irgendwie ein wenig Recht :P

    • Stephan

      23. Juli 2012 at 13:48

      Ich kacke nur gerne Korinthen. ;) Und wo wir schon dabei sind.. Der interne ext Speicher kann natürlich mittels Partitionierung der externen microSD erweitert werden. :p Ich habe bspw data komplett auf eine ext4 Partition auf meine class10 microSD ausgelagert. ;) Finally, für einen "Versuch" aber nicht schlecht. Rennt bis heute – auch auf Jellybean.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      23. Juli 2012 at 14:39

      Ja, das kenne ich auch noch aus meinen eigene Modding-Zeiten :P… aber irgendwie, irgendwo gibt es wohl einen Haken, weshalb das Google gern so gelöst haben möchte.

    • Stephan

      23. Juli 2012 at 14:44

      Ich glaube der Haken ist das Unvermögen des durchschnittlichen Nutzers (was natürlich nicht despektierlich gemeint ist).

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      23. Juli 2012 at 15:26

      Was hat das mit dem Nutzer zu tun?

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