Deutsche haben keinen Bock aufs Verbrenner-Verbot

Audi Hero

Audi A3, 2024

Die Politik steht dem Verbrenner kritisch gegenüber, die Bevölkerung sieht im Elektroauto noch keine Lösung.

Deutschland und die EU wollen 2035 ein Verbot für neue Verbrenner durchsetzen, damit soll die Einführung von Elektroautos bereits heute schon gefördert und vorangetrieben werden. Aber die Märkte verhalten sich gerade komplett anders, das Wachstum für Elektroautos ist massiv zurückgegangen. 2026 wird man überdenken wollen und müssen, ob das geplante Verbot für 2035 so stehen bleiben kann.

Dass ein Verbot nicht unbedingt die richtige Lösung ist, kann man in Deutschland beobachten, denn hier stößt es eher auf Ablehnung. Über 60 Prozent haben im Politbachometer des ZDF geäußert, dass sie das Vorhaben der Politik ablehnen. In einigen Parteien wie der AfD ist die Ablehnung besonders hoch, aber dort ist man ja vom Grundsatz her Anti-EU eingestellt.

2026 möchte die EU nochmals genauer unter die Lupe nehmen, ob das geplante Verbot in der geplanten Version bestehen bleibt. Dann zählt auch der Status quo: Wie läuft der Markt für Elektroautos? Von der Autoindustrie wird zumindest teilweise Planungssicherheit gefordert, wobei sich da auch nicht alle einig sind.

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6 Kommentare zu „Deutsche haben keinen Bock aufs Verbrenner-Verbot“

    1. lustig das man diese Tatsache in 3 Minuten im Internet findet.
      Diese Fähigkeit scheint aber weder hier noch bei anderen Qualitätsmedien wie dem Focus vorhanden zu sein.
      Ich frage mich werde diese Artikel schreibt.

  1. Die Leute sind einfach nur realistisch. Für die meisten ist ein E-Auto unpraktisch bis ungeeignet. Da nützt die strammste Ideologie nichts…

    1. Wieso „unpraktisch“ und „ungeeignet“?
      Ich fahre seit 2013 e-Auto, weil es nichts praktischerweise gibt: Im Winter in ein warmes Auto einsteigen (und kein Scheibenkratzen), im Sommer in ein kühles. In der Stadt schaffe ich es aufgrund der hohen Beschleunigungswerte, mich in jede Lücke einzuladen. Auf der Langstrecke zwingt mich mein E-Auto nach zweieinhalb bis drei Stunden zur 20minütigen Ladepause: Sehr gesund. Ich komme erholt an und nicht so erschlagen, wie nach 6 Stunden vom Verbrenner durchgerüttelt.

      1. Kurze Frage am Rande: Lebst du in einer der größeren Städte ohne festen Stellplatz oder doch eher außerhalb mit eigenem Stellplat und eigener Wallbox?
        Den aus der städtischen Sicht ist die Aussage unpraktisch und ungeeignet durchaus verständlich. Wer nicht die Möglichkeit hat täglich vor der Haustür zu laden, z.B. weil man erst in sämtlichen Nachbarstraßen einen freien Platz finden muss (ohne Lade-Bordstein), wird auch den „Vorteil“ beim nächsten Supermarkt laden zu können nicht als praktisch bezeichnen, außer dieser ist direkt nebenan.
        Und auch das Thema Langstecke ist eine sehr subjektive Betrachtung. Ich z.B. hasse es irgendwo auf Weg anhalten zu müssen, und wenn dann nur um kurz zu pinkeln und dann schnell weiter zu kommen. Tanken an den Autobahnen meide ich wegen der Preise grundsätzlich (und Strom tanken wird dort mit Sicherheit auch teurer sein als abseits der Bahn).
        Und das Thema durchgerüttelt ist wohl eher eine Frage der gewählten Strecke und der Fahrzeugqualität als eine Frage ob Stromer oder Verbrenner, da wollen wir uns jetzt bitte nichts vormachen.

      2. Vor allem hast du keine Vorstellung über die Lebensumstände der durchschnittlichen Bevölkerung. Dein Schönreden der kurzen Reichweiten ist aber schon süß.

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